Viel Erwartung für wenig Gegenleistung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Den Werksausgang.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Vor allem die Kommunikation, allerdings auch die vollkommen übermäßige Erwartungshaltung der Firma für die Bezüge die man bekommt.
Verbesserungsvorschläge
Mitarbeiter sollten nach Leistung und Einsatz bezahlt und beurteilt werden und nicht danach, wie sympathisch sie den Vorgesetzten sind. Wer dauerhaft mehr leistet und Verantwortung übernimmt, sollte dafür auch entsprechend anerkannt und vergütet werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich als durchgehend belastend und wenig wertschätzend empfunden. Eine offene und konstruktive Kommunikation war aus meiner Sicht häufig nicht gegeben. Informationen wurden teilweise sehr kurzfristig oder unvollständig weitergegeben, wodurch unnötiger Stress und Unsicherheit entstanden sind.
Auch der Umgang mit den Mitarbeitern war nicht immer angemessen. Gerade bei hoher Arbeitsbelastung fehlte mir häufig das Gefühl, dass die Situation der Mitarbeiter ernst genommen wird. Probleme wurden aus meiner Sicht eher verwaltet als nachhaltig gelöst.
Insgesamt war die Stimmung für mich häufig angespannt. Die Arbeitsatmosphäre hat dadurch wesentlich dazu beigetragen, dass ich mich langfristig gegen eine weitere Beschäftigung im Unternehmen entschieden habe.
Kommunikation
Die Kommunikation war aus meiner Sicht schlecht. Über das private WhatsApp wurden regelmäßig Informationen und Rückmeldungen von den Mitarbeitern eingefordert, während gleichzeitig wichtige Informationen, die für die tägliche Arbeit notwendig gewesen wären, nicht oder nur verspätet weitergegeben wurden.
Besonders auffällig war, dass Informationen offenbar vor allem dann schnell benötigt wurden, wenn sie für Vorgesetzte relevant waren. Umgekehrt musste man als Mitarbeiter teilweise selbst hinter wichtigen Informationen herlaufen.
Auch die Erreichbarkeit außerhalb der regulären Arbeitszeiten empfand ich als problematisch. Nachrichten und Anfragen kamen teilweise früh morgens oder abends über WhatsApp. Eine klare Grenze zwischen Arbeitszeit und Freizeit war dadurch aus meiner Sicht nicht immer gegeben.
Insgesamt fehlte es deutlich an einer strukturierten, transparenten und vor allem gegenseitigen Kommunikation. Es wurde viel erwartet, gleichzeitig aber nicht entsprechend informiert. Das hat unnötig für Stress, Missverständnisse und Frustration gesorgt.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt war sehr durchwachsen. Es gab einige wenige Kollegen, auf die wirklich immer Verlass war – wenn es darauf ankam, konnte man sich auf diese Kollegen absolut verlassen. Leider waren es auch immer wieder dieselben Personen, die Verantwortung übernommen und andere unterstützt haben.
Gleichzeitig hatte ich häufig den Eindruck, dass Kritik von vielen Kollegen persönlich genommen wurde. Anstatt sachlich über Probleme zu sprechen und gemeinsam nach Lösungen zu suchen, fühlten sich manche direkt angegriffen oder gekränkt.
Auch der Raucherraum wurde aus meiner Sicht teilweise von den Rauchern regelrecht für sich beansprucht, was den Zusammenhalt zusätzlich nicht gerade gefördert hat.
Unterm Strich gab es einige wirklich starke Kollegen, die den Laden durch ihren Einsatz zusammengehalten haben. Ohne diese wenigen Kollegen wäre der Arbeitsalltag aus meiner Sicht deutlich schwieriger gewesen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war durch die Wechselschicht deutlich eingeschränkt. Durch die wechselnden Arbeitszeiten war die private Planung ohnehin schwierig. Zusätzlich kam es häufig zu kurzfristigen Änderungen im Dienstplan, wodurch eine verlässliche Planung der Freizeit nur schwer möglich war.
Gerade bei privaten Terminen oder längerfristigen Planungen war es teilweise schwierig, sich auf die eingetragenen Arbeitszeiten zu verlassen. Die kurzfristigen Änderungen haben die ohnehin eingeschränkte Planbarkeit durch die Wechselschicht zusätzlich verschärft.
Insgesamt war die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben für mich daher eher schlecht.
Vorgesetztenverhalten
Das Vorgesetztenverhalten habe ich als enttäuschend und teilweise respektlos empfunden. Ich war durchaus bereit, mehr zu leisten als eigentlich von mir verlangt wurde, und habe auch mehrfach den zusätzlichen Einsatz gezeigt. Solange man bereit war, diesen Extraaufwand zu übernehmen, wurde dieser Einsatz jedoch schnell als selbstverständlich angesehen.
Als ich irgendwann klar gemacht habe, dass ich nicht dauerhaft mehr leisten möchte, wenn dafür weder eine finanzielle Anerkennung noch ein anderer entsprechender Anreiz besteht, wurde teilweise patzig und aus meiner Sicht unangemessen reagiert. Eine sachliche Diskussion darüber, was über die eigentlichen Aufgaben hinaus erwartet wird und welche Gegenleistung dafür vorgesehen ist, war dadurch nur schwer möglich.
Ich hätte mir von den Vorgesetzten deutlich mehr Wertschätzung und Verständnis gewünscht. Mehr Leistung sollte aus meiner Sicht nicht einfach vorausgesetzt werden, insbesondere dann nicht, wenn zusätzliche Verantwortung oder Mehrarbeit weder finanziell noch anderweitig honoriert
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren aus meiner Sicht relativ eintönig und boten auf Dauer nur wenig Abwechslung. Nach einer gewissen Einarbeitungszeit wiederholten sich viele Tätigkeiten, wodurch für mich kaum neue Herausforderungen oder Entwicklungsmöglichkeiten entstanden sind.
Für eine kurzfristige Beschäftigung ist das sicherlich in Ordnung, langfristig konnte ich mir jedoch nicht vorstellen, diese Tätigkeit über mehrere Jahre auszuüben. Mir fehlten anspruchsvollere Aufgaben, mehr Abwechslung und die Möglichkeit, mich fachlich und persönlich weiterzuentwickeln.
Gleichberechtigung
Wie so oft im Leben hatte ich auch hier den Eindruck, dass persönliche Beziehungen eine gewisse Rolle spielen. Ich selbst hatte einen guten Stand im Unternehmen und habe dadurch vieles vermutlich positiver wahrgenommen bzw. erlebt als andere Kollegen.
Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass nicht alle Mitarbeiter gleich behandelt wurden. Bei einzelnen Kollegen schien mir insbesondere deren persönliche Einstellung oder politische Haltung einen Einfluss darauf zu haben, wie mit ihnen umgegangen wurde. Auch Unterschiede in der wahrgenommenen Leistungsfähigkeit schienen teilweise eine Rolle bei der Behandlung einzelner Mitarbeiter zu spielen.
Insgesamt hatte ich daher nicht immer das Gefühl, dass ausschließlich Leistung und die tatsächliche Arbeitsleistung ausschlaggebend für die Behandlung und Wertschätzung der Mitarbeiter waren.
Umgang mit älteren Kollegen
Den Umgang mit älteren Kollegen empfand ich teilweise kritisch. Statt die langjährige Erfahrung und Einsatzbereitschaft wertzuschätzen und gleichzeitig einen Rahmen zu schaffen, in dem ältere Mitarbeiter ihren wohlverdienten Ruhestand antreten können, hatte ich teilweise den Eindruck, dass versucht wurde, sie weiter unter Druck zu setzen bzw. für eine Weiterbeschäftigung zu gewinnen.
Teilweise wurden Kollegen sogar aus dem Ruhestand zurückgeholt und ihnen eine weitere Beschäftigung schmackhaft gemacht. Aus meiner Sicht sollte der Fokus jedoch nicht darauf liegen, immer wieder auf die älteren Mitarbeiter zurückzugreifen, sondern attraktive Arbeitsbedingungen und echte Anreize zu schaffen, um dringend benötigtes jüngeres Personal zu gewinnen.
Gerade weil jüngere Mitarbeiter meiner Wahrnehmung nach kaum vorhanden waren, hätte es aus meiner Sicht langfristig mehr Sinn ergeben, in die Gewinnung und Entwicklung neuer Mitarbeiter zu investieren. Das kostet natürlich Geld und Aufwand – langfristig wäre es meiner Meinung nach aber die deutlich nachhaltigere Lösung gewesen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt in Ordnung. Positiv hervorzuheben ist, dass nach körperlich anstrengender oder schmutziger Arbeit die Möglichkeit bestand, zu duschen und sich kurz zu erholen.
Gerade bei körperlich belastenden Tätigkeiten war es angenehm, dass entsprechende Möglichkeiten zur Verfügung standen und man nicht einfach direkt mit der nächsten Aufgabe weitermachen musste.
In diesem Punkt kann ich dem Unternehmen durchaus etwas Positives zugutehalten.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Beim Thema Umweltbewusstsein ist es meiner Meinung nach eigentlich eine Farce. Das Unternehmen produziert Kunststoffpellets und trotzdem wird im Betrieb teilweise nicht einmal der Müll vernünftig getrennt.
Gerade bei einem Unternehmen, das mit Kunststoff arbeitet, sollte man beim Thema Umweltbewusstsein eigentlich etwas mehr erwarten können.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich als absolut respektlos.
Besonders enttäuschend sind dabei getroffene Absprachen. Dinge, bei denen einem gesagt wird, dass sie intern immer auf eine bestimmte Art und Weise gehandhabt werden, stellen sich im Nachhinein teilweise als nicht zutreffend heraus. Dadurch geht Vertrauen verloren und man fühlt sich für seine Leistung und seinen Einsatz nicht entsprechend wertgeschätzt.
Image
Das Image beim Kunden war aus meiner Sicht eher schlecht. Einzelne Mitarbeiter haben durch ihren Einsatz und ihre Zuverlässigkeit meiner Meinung nach noch einiges gerettet und dafür gesorgt, dass das Unternehmen bei den Kunden nicht noch schlechter dasteht.
Ohne diese einzelnen Kollegen wäre der Eindruck bei den Kunden aus meiner Sicht vermutlich deutlich negativer gewesen.
Karriere/Weiterbildung
Karrieremöglichkeiten sind aus meiner Sicht absolut schlecht.
Selbst bei Anfragen dahingehend wird man mit einer Standard E-Mail von HR vertröstet. Ein richtiger Weg wird dir nicht aufgezeigt.