Ihr Unternehmen?

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Taprogge 
Gesellschaft 
mbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Der größte Fehler meines Lebens!

1,0
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2022 bei Taprogge Gesellschaft mbH in Wetter (Ruhr) gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Aschenbecher auf den Toiletten.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Während der Pandemie wurde ich beim Unterzeichnen des Kurzarbeitsvertrags vor etwa 30 Mitarbeitenden öffentlich zurechtgewiesen – nur weil ich zuvor einen Minijob beantragt hatte. Die Führungskraft entschuldigte sich einige Stunden später telefonisch; ich nahm die Entschuldigung an, vergaß es aber nicht. Das war der eigentliche Auslöser für meinen Abschied bzw. meiner inneren Kündigung. Als Einziger in unserer siebenköpfigen Abteilung wurde mir Homeoffice verwehrt – aus Angst, ich könnte meinem Minijob nachgehen. So viel zum Thema Wertschätzung und Vertrauen.

Verbesserungsvorschläge

Ein Verkauf des Unternehmens wäre der konsequenteste Weg, das Vermächtnis der Gründer zu wahren.

Arbeitsatmosphäre

Die Identifikation mit dem Unternehmen fehlt grundsätzlich. Erfahrene Mitarbeiter wollen Neue auflaufen lassen, um als Könner zu glänzen. Da ich jedoch aus einem professionellen Unternehmen kam und mehrere Weiterbildungen mitbrachte, war das Arbeiten mit den Produkten für mich kinderleicht – wie das Zusammenbauen eines Ü-Eis.

Image

Es gibt keine wirkliche Corporate Identity (CI). Das Unternehmen ist Marktführer in einem Nischenmarkt; 90 % des Geschäfts liegen außerhalb der EU. Entsprechend basiert das Image auf „Made in Germany“.

Work-Life-Balance

Praktisch nicht vorhanden. Mein Vorgesetzter forderte, dass ich Innendienst Aufgaben mit nach Hause nehme – obwohl er wusste, dass ich häufig im Außendienst bin und zu Hause eine Ehefrau und zwei Kinder auf mich warten, die Zeit mit mir verbringen möchten. Er nannte das Training in the Job.

Karriere/Weiterbildung

Ein Witz. Es gibt eine Idee, die sich „Academy“ nennt. Sie wirkt eher wie Entertainment als wie ein echtes Training der Ansprechpartner für Kunden. Karriere machen vor allem Speichellecker mit Säge unterm Tisch.

Gehalt/Benefits

Ich war im weltweiten Außendienst teils 12 bis 14h/d, hatte weniger Einkommen als bei meinem jetzigen Arbeitgeber wo ich 9‑to‑5 arbeite, kann meinen Hobbys nachgehen und das wichtigste, und bin jeden Abend bei meiner Familie.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Umwelt: Auf YouTube sieht man, wie die Kugeln am Strand treiben – ein Trauerspiel für Fische und Schildkröten. Sozial: In meiner Not bat ich um ein Arbeitgeberdarlehen und schilderte meine Lage; der Antrag wurde abgelehnt: „nicht ihr Problem“. Bezeichnend für ein sogenanntes Familienunternehmen. CSR ist gänzlich unbekannt.

Kollegenzusammenhalt

Gibt es nicht. Es befinden sich alle im Überlebenskampf. Survival of the fittest.

Umgang mit älteren Kollegen

Werden rausgeekelt.

Vorgesetztenverhalten

Es gab und gibt nur einen wirklich professionellen Vorgesetzten; zufällig kam er aus demselben Unternehmen wie ich. Die übrigen neigten zu übersteigerter Selbstdarstellung und verfügten nur über geringe Qualifikation und Allgemeinbildung.

Arbeitsbedingungen

Für eine fachlich einwandfreie Ausführung fehlen die notwendigen Arbeitsmittel. Die (vermutlich aus der Führungsriege stammende) Bewertung ist bereits stolz darauf, dass es überhaupt PSA gibt.

Kommunikation

Alle lästern über alle. Abteilungsübergreifend. Kritik von Vorgesetzten kommt bei den Mitarbeitenden erst ganz zum Schluss an – zuvor macht sie über den Flurfunk die Runde.

Gleichberechtigung

In der Not frisst der Teufel Fliegen. Es ist wirklich alles vorhanden.

Interessante Aufgaben

Im Wesentlichen ist es Kanalarbeit mit Stell- und Rotationsmotoren und zwei Sensoren – technisch simpel. Digitalisierung auf dem Niveau der guten 90er.

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Arbeitgeber-Kommentar

Kira Strohmeyer, Head of Recruiting
Kira StrohmeyerHead of Recruiting

Vielen Dank, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns Feedback zu geben. Wir bedauern, dass Sie Ihre Zeit bei uns rückblickend als negativ empfunden haben. Auch wenn Ihr Ausscheiden bereits im Jahr 2022 liegt, nehmen wir Ihr Feedback ernst und prüfen, welche Aspekte wir für die Zukunft weiter verbessern können.

Unsere aktuelle Mitarbeiterbefragung zeigt uns, dass die Zusammenarbeit bei Taprogge gut funktioniert und die Kolleginnen und Kollegen sich auch in herausfordernden Situationen aufeinander verlassen können. Unsere neuen Mitarbeitenden haben uns zudem in direkten Feedbackgesprächen zurückgemeldet, dass sie sich sehr gut aufgenommen fühlen und während der Einarbeitung durchweg gut unterstützt werden. Wir stehen für ein Arbeitsumfeld, in dem alle Mitarbeitenden mit ihren unterschiedlichen Hintergründen und Perspektiven respektiert und wertgeschätzt werden. Diese Haltung ist ein zentraler Bestandteil unserer Zusammenarbeit und unseres Führungsverständnisses.

Wir respektieren Ihre persönliche Einschätzung zum Punkt Work-Life-Balance. Gleichzeitig möchten wir betonen, dass wir auf die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben achten. Unsere 35-Stunden Woche, flexiblen Arbeitszeiten sowie eine feste Regelung zum Mobile Office, die wir Mitte letzten Jahres etabliert haben, unterstützen dies.

Für die persönlichen Punkte, die Sie ansprechen, stehe ich Ihnen unter kira.strohmeyer@taprogge.de gerne für ein vertrauliches Gespräch zur Verfügung.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.