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Bewertung

Zwischen Licht und Schatten – echte Glückssache

2,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Logistik / Materialwirtschaft bei Tchibo in Hamburg gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Dauerbelastung pur. Der ständige Druck durch den drohenden Stellenabbau vergiftet das Klima und macht langfristig krank. Wertschätzung ist ein Fremdwort – die wenigen lobenden Worte wirken hohl, aufgesetzt und nie aufrichtig. Einzig die Kollegen halten einen bei Laune, deshalb zwei Sterne.

Kommunikation

Solide und verlässlich. Zahlen, Daten und Fakten gibt es pünktlich und regelmäßig auf den Tisch – transparent, sachlich und nachvollziehbar. Kein Rätselraten, keine Gerüchteküche. Einen Stern Abzug gibt es für gelegentliche Informationsflut und fehlende Einordnung, aber insgesamt top zuverlässig.

Kollegenzusammenhalt

Durchwachsen. In manchen Teams läuft’s, in anderen herrscht reines Silos-Denken. Der Zusammenhalt ist extrem teamabhängig – Glückssache. Seit der Pandemie ist die Lunchkultur merklich eingeschlafen, das fehlt für den informellen Austausch. Leider gibt es auch Kollegen, die für die eigene Karriere anderen in den Rücken fallen.

Work-Life-Balance

Work-Life-Balance: Glückssache. Hängt komplett von Führungskraft und Team ab – keine verlässliche Unternehmenskultur. Unbezahlte Überstunden werden oft stillschweigend als Normalität erwartet, die Extra-Meile ist Pflicht, nicht Kür. Wer Grenzen zieht, fällt auf.

Vorgesetztenverhalten

· Kommunikation: ultra schlecht. Informationen kommen nicht an, oder sie sind falsch. Fragen werden ignoriert.
· Konfliktmanagement: Katastrophal. Statt zu lösen, wird eskaliert oder totgeschwiegen.
· Fazit: Führt nicht, sondern verwaltet nur – und das schlecht.

Interessante Aufgaben

Überwiegend herausfordernd, abwechslungsreich und sinnstiftend. Die Projekte machen meist Spaß und bieten echten Gestaltungsspielraum. Einen Stern Abzug gibt’s für gelegentliche Routine-Anteile, die einfach durchgezogen werden müssen – aber das ist Jammern auf hohem Niveau.

Gleichberechtigung

Viel Gerede, wenig Wirkung. Trotz Taskforce und offiziellen Bemühungen klaffen die Unterschiede zwischen Männern und Frauen sowie Alt- und Neuverträgen weiterhin spürbar auseinander. Gleiche Chancen sehen anders aus – zwei Sterne für die Absichtserklärungen.

Umgang mit älteren Kollegen

Umgang mit älteren Kollegen: Zwiespältig. Ihr Wissen wird anerkannt und für den Transfer genutzt – das ist gut. Bei Neubesetzungen setzt man jedoch klar auf Jüngere, und wer leistungsmäßig abfällt, wird mitunter auf ekelhafte Weise aussortiert. Respekt ja, aber nur solange man funktioniert und nicht zu teuer ist.

Arbeitsbedingungen

Gemischtes Bild. Die neuen Großraumbüros sind modern und hell – ein Plus. Doch Homeoffice-Ausstattung wurde gestrichen, mobiles Arbeiten ist nicht mehr gewünscht. Das schränkt Flexibilität massiv ein und passt nicht zur heutigen Zeit. Drei Sterne für das schöne Büro, Abzug für den Rückschritt bei der Arbeitsplatzwahl.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Klar vorbildlich. Es wird sichtbar viel investiert – nachhaltige Projekte, soziale Initiativen, echte Maßnahmen. Einen Stern Abzug gibt’s für gelegentliche PR-Überhöhung und mangelnde Transparenz bei der Wirkungsmessung. Aber insgesamt: Handeln statt Reden.

Gehalt/Benefits

Völlig undurchsichtig und extrem unterschiedlich – je nach Einstiegszeitpunkt, Verhandlungsgeschick oder Abteilung. Was der eine bekommt, ist für den anderen utopisch. Transparenz und Fairness sehen anders aus. Drei Sterne, weil es für einige gut läuft – für andere aber nicht. Ein reines Glücksspiel.

Image

Entlassungen der letzten Jahre hinterlassen einen faden Beigeschmack, dazu die Unruhe und ständigen Wechsel in der Geschäftsführung – das schafft kein Vertrauen. Und wenn dann der Senior-Inhaber mit eingestaubten Ideen um die Ecke kommt, wirkt der Laden weder zukunftsfit noch stabil. Zwei Sterne, weil es zumindest außen noch halbwegs professionell wirkt – aber innen bröckelt es gewaltig.

Karriere/Weiterbildung

Solide Basis, aber kein Selbstläufer. Interne Weiterbildungen auf bestehendem Niveau werden gut gefördert – das ist ein Plus. Für echte Karrieresprünge zählt jedoch nicht nur Leistung, sondern vor allem der Draht zum Vorgesetzten. Wer den nicht hat, bleibt hängen. Drei Sterne für die Angebote, Abzug für mangelnde Objektivität und Durchlässigkeit.

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