Kleinere, aber sehr präsente Filiale in einer stark belebten Einkaufsmeile, intern leider katastrophal geführt.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Aufgaben an sich waren in Ordnung und grundsätzlich interessant. Das Unternehmen hat eine starke Marke und ein gutes öffentliches Auftreten.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Führungskultur, Arbeitsatmosphäre, interne Kommunikation und der Umgang mit Mitarbeitenden.
Verbesserungsvorschläge
1.SCHULUNG von FÜHRUNGSKRÄFTEN in Kommunikation und Mitarbeiterführung
2.Klare Trennung von privaten Themen und beruflichen Entscheidungen
3.Faire Dienstplanung
4.Ernstnehmen von Feedback
5.Schutz junger Mitarbeitender und Auszubildender
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre in einer kleineren, aber sehr präsenten Filiale in einer stark belebten Einkaufsmeile war aus meiner Sicht dauerhaft angespannt und belastend. Trotz der hohen Sichtbarkeit und des konstanten Kundenaufkommens herrschte intern ein schlechtes Klima. Besonders zwischen älteren Mitarbeitenden und jüngeren Kräften gab es ein deutliches Machtgefälle. Wertschätzung war kaum vorhanden, stattdessen dominierten Lästereien und unterschwellige Konflikte.
Die folgenden Bewertungen spiegeln meine persönlichen Erfahrungen an meinem damaligen Einsatzort wider.
Kommunikation
Die Kommunikation wirkte nach außen freundlich und routiniert, passend zu einem stark frequentierten Standort. Intern fehlten jedoch Offenheit und Transparenz. Informationen wurden unklar weitergegeben, Kritik erfolgte häufig indirekt oder hinter dem Rücken.
Kollegenzusammenhalt
Unter den jüngeren Kollegen gab es durchaus Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung. Dieser wurde jedoch durch das Verhalten einzelner erfahrener Mitarbeitender und der Führungsebene stark belastet. Das Gefühl von „Wir gegen die“ war sehr präsent.
Work-Life-Balance
Eine ausgewogene Work-Life-Balance war für mich nicht gegeben. Dienstpläne empfand ich als unausgewogen und wenig rücksichtsvoll. Bestimmte, besonders belastende Schichten wurden aus meiner Sicht nicht fair verteilt. Private Verpflichtungen der Mitarbeitenden fanden wenig Verständnis.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der direkten Führungskraft habe ich als äußerst problematisch erlebt. Mitarbeitende wurden auch im Beisein von Kunden kritisiert oder bloßgestellt. Emotionen und private Themen schienen den Arbeitsalltag der Vorgesetzten stark zu beeinflussen, was an einem öffentlich stark präsenten Standort besonders unprofessionell wirkte. Entscheidungen erschienen mir nicht immer nachvollziehbar oder fair. Insgesamt fehlten Professionalität, Vorbildfunktion und ein respektvoller Umgang.
Interessante Aufgaben
War in Ordnung.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung habe ich nicht als gegeben empfunden. Jüngere Mitarbeitende und Auszubildende wurden aus meiner Sicht stärker belastet und weniger geschützt als andere.
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang war von Hierarchien geprägt. Erfahrung wurde teilweise genutzt, um Druck auf jüngere Kolleginnen auszuüben, statt Wissen unterstützend weiterzugeben.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren insgesamt belastend. Der Umgangston, die Art der Kritik und der ständige Druck wirkten sich negativ auf Motivation und Wohlbefinden aus.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wird ein positives Bild vermittelt. Intern spiegelte sich dieses Bewusstsein im Umgang mit Mitarbeitenden für mich jedoch nicht ausreichend wider.
Gehalt/Benefits
Entspricht dem Branchenstandard, steht für mich jedoch in keinem Verhältnis zur psychischen Belastung im Arbeitsalltag.
Image
Das öffentliche Image unterscheidet sich stark von meiner internen Erfahrung. Die Diskrepanz zwischen Außendarstellung und Realität empfand ich als sehr groß.
Karriere/Weiterbildung
Entwicklungsmöglichkeiten waren für mich nicht erkennbar. Förderung oder konstruktives Feedback fanden kaum statt.

