Keine Wertschätzung, kein Respekt, keine Kommunikation, Transformation - MA werden geekelt. Welcome 2 MA mit Komplexen!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nichts mehr. Telefonica befindet sich in der Transformations-Phase. Viele MA werden gekündigt, um auf Ihre Quote zu kommen. Andere gehen von alleine, da sich die Bedingungen ändern. Das IT-Transformations-Projekt "RAITT" wurde an die Wand gefahren. Millionen von EUR wurde pulverisiert. Es wurde offiziell bestätigt, dass man die Kontrolle über das Projekt verloren hat. Um die Kosten zu senken und mehr Kontrolle zu gewinnen wurden viele Externe von heute auf morgen gekündigt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Menschen mit Feuer und Elan werden bewusst mit eiskaltem Wasser übergossen, damit Sie keine Gefahr sind. Dein Potential wird nicht gesehen, nicht gefördert und dadurch bleibt man da wo man ist. Schade für High-Performer.
Verbesserungsvorschläge
Alle Manager sollten regelmäßig geschult werden und überhaupt sollte überprüft werden, ob diese Personen das Zeug dazu haben, als Manager tätig zu sein.
Arbeitsatmosphäre
Katastrophal, unstrukturiert. Jeder gegen Jeden. Bewusst Intransparent. Es werden bewusst hohe Ziele gesetzt, die keiner überblickt. Mit Fakten wird nicht gesprochen - lediglich von "Krise" gesprochen. Wer, wie performt und wie weit weg man von den Zielen ist, ist keinem bewusst. Es werden ja keine Zahlen präsentiert. Man suggeriert eine Atmosphäre von Non-Performern. Das ist eine strategische Art, um die MA klein zu halten und ihnen das Gefühl zu vermitteln: "Sei überhaupt froh hier sein zu dürfen!". Gehaltsanpassungen existieren somit nicht. Damit MA von alleine kündigen oder gehen, wurden die Bedingungen in den letzten 6-9 Monaten geschärft. Jeder MA soll 50% ins Office kommen. Dies wird damit begründet, dass die Performance sich erhöhen würde und Telefonica die Teamzusammengehörigkeit erhöhen möchte. Dabei ist es nur ein Tool um MA zu ekeln. Es ist eine klassische Transformations-Phase. Im stillen wurden bereits vielen Kolleginnen und Kollegen Abfindungsangebote angeboten. Offiziell wird dies nicht bestätigt, aber die Kollegen untereinander wissen, was Sache ist. Sommerfest existiert nicht, Weihnachtsfest existiert nicht, für diese Dinge will man kein Geld investieren.
Image
Mobilfunkanbieter wie 2-3 Anbieter auch.
Work-Life-Balance
Für Menschen die Performer sind, ist es mehr Work als Life. Für Leute die Non-Performer sind, ist das mehr Life als Work. Diese sind aber schon seit Jahren im Unternehmen und kennen die Schwachstellen. Jeder spielt auf "busy" obwohl man weiß, dass sie es nicht sind. Ich habe über 100 Überstunden aufgebaut und abgebaut. Ich habe genug zu tun, aber bei Leuten, wie mir ist das schon "normal" und das wird auch erwartet. viele Prozesse sind hausgemachte Probleme.
Karriere/Weiterbildung
Welche Karriere? Welche Weiterbildung? Du bist hier sehr leicht austauschbar. Sogar der CEO erfährt über die Presse, dass für seine Position ein Nachfolger gesucht wird. Du wirst nicht gefördert. Du willst, aber du kriegst einfach nur leere Versprechen. Ich habe den Respekt vor meiner Vorgesetzten komplett verloren. Sie hat weder fachlich noch menschlich, das Knowledge und kann mit Personen, die mehr wollen, nichts anfangen. Ich wurde von Ihr oft im Stich gelassen. Bei der Telefonica muss man ein "Ja-Sager" sein, um weiterzukommen. MA, die konstruktiv sind, mitlesen und Entscheidungen auch kritisch hinterfragen werden systematisch weggedrängt. Jeder wünscht sich kritische MA, aber wenn Sie zu "anstrengend" sind, dann sind diese scheinbar mehr Ballast als Support.
Gehalt/Benefits
Für den Druck/Stress, den ich habe, nicht ansatzweise im Gleichgewicht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Viel bla-bla. Kosten zu senken ist das A und O bei der Telefonica.
Kollegenzusammenhalt
Jeder gegen Jeden! Wer performt kriegt sogar noch mehr Aufgaben von den Kollegen. Es herrscht eisige Temperaturen. Kein Anstand, wenig Respekt, kaum Wertschätzung. Das ist aber in meiner Abteilung auch so, weil es von der Führungsposition nicht ausgelebt wird. Ideen werden geklaut und als eigene präsentiert sogar von der Führungsposition. Dinge, die ich vor 12 Monaten angefragt habe, kommen jetzt als Ideen von der Vorgesetzten.
Umgang mit älteren Kollegen
Viele MA sind bereits seit 15-20 sogar 25 Jahren bei der Telefonica. Das kenne ich so nicht. Man kann hier auch sagen, dass diese Mitarbeiter auch dementsprechend wie Beamte arbeiten. 9-to-5 Job und kein Elan, keine Dynamik. "Altes" soll so bleiben wie es ist und "Neues" soll möglichst nicht kommen. "Altes" wird aber nicht gepflegt sondern nur das nötigste gemacht. Es ist einfach anstrengend. Hinzu kommt die Münchner Arroganz und Unbelehrbarkeit.
Vorgesetztenverhalten
Ich war bei vielen Companies und es gab immer Vorgesetzte, die professioneller und effizienter waren als der ein oder andere. Manche hatten mehr Soft-skills und konnten dich motivieren, das beste aus dir rauszuholen. Andere hatten fachlich geglänzt und du konntest einfach nur durch die Zusammenarbeit so viel lernen. Das A und O waren Feedbackgespräche. Ich habe in der Vergangenheit immer Feedback bekommen. Sie haben in dich investiert, dich wertgeschätzt. Was ich hier bei der Telefonica begegnet bin ist einfach nur ein großes Missverständnis. Mir wurden Projekte, die ich von 0 aufgezogen habe einfach weggenommen. Ohne Kommunikation und mit der Begründung, dass dies so entschieden worden ist. Ich bereute es hier gestartet zu haben. Keine Wertschätzung, kein Respekt, kein Feedback. Als ich Feedback haben wollte, wurde mir mitgeteilt, dass alles super läuft & man mir keine Feedbackrunden geben kann, da sonst alle MA Feedback erhalten müssten. Ist es nicht einer der Aufgaben der Vorgesetzen Feedback zu geben und die MA zu entwickeln? Ich fordere mehr und bin deshalb auch nicht der Darling meiner Vorgesetzen. Irgendwann kam doch das Gespräch. 15 von 15 Min. gab es nur negatives.
Arbeitsbedingungen
50 % Homeoffice und 50 % Office. Kaffee, Desk-sharing.
Kommunikation
Wirklich wichtige Themen/Infos werden nicht geteilt. Die Mitarbeiter erhalten bewusst keine Transparenz. Es existieren keine Zahlen, Daten und Fakten für die Performance. Fragt man die MA wie weit man von den Zielen ist, kann es keiner beantworten. Für belanglose Themen erhält man viele E-Mails. Angeblich wird die "Anwesenheit" überprüft. Es konnte weiterhin keiner glaubhaft erklären, wie diese Berechnung aussieht. Im Grunde werden MA und der Betriebsrat mit der Anwesenheitspflicht von 50 % erpresst. Entweder macht man das oder es werden "Konsequenzen" drohen. Es gibt einmal pro Monat die Möglichkeit ein paar Personen vom Vorstand seine Fragen u. a. anonym zu stellen. Vorstandsmitglieder können mit Leichtigkeit auch Politiker werden. Sie weichen den Fragen aus oder beantworten diese kaum. Im Grunde ist es eine tolle Show. Popcorn kaufen und genießen.
Gleichberechtigung
Bei den wirklich hohen Positionen, wie Vorstand kurz: Nein. Mittlere Management-Ebene etc. sind Frauen vorhanden.
Interessante Aufgaben
Ich habe bei keinem Arbeitgeber so viel für verschiedene Projekte und Aufgaben kämpfen müssen, wie bei der Telefonica. Eigene Vorgesetzte verstehen nicht, die Wichtigkeit von einer bestimmten Aufgabe/ eines Projektes. Eigene Kollegen verstehen es nicht oder wollen es nicht verstehen. Stattdessen wird versucht das Ganze nach links/rechts zu schieben, obwohl es "unsere Aufgabe" ist. Kein Verständnis, keine Weitsicht, keine Vision! Bis du mit der Aufgabe starten kannst, vergehen Monate. Du wirst bewusst weggeschickt nach links und rechts. Du verlierst den Drive.

