Befristung als Standard – langfristige Perspektive unklar
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorzuheben sind die Team-Events (Sommerfest, Weihnachtsfeier) die in der Vergangenheit gut organisiert waren und immer viel Spaß gemacht haben. Inwieweit diese in Zukunft weiterhin stattfinden, ist aufgrund von Budgetkürzungen allerdings unklar.
Zudem besteht grundsätzlich die Möglichkeit zum Homeoffice, was ich als flexibel und zeitgemäß empfinde. Allerdings haben sich auch da die Rahmenbedingungen im Laufe der Zeit verändert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Ich habe das Unternehmen als Berufseinsteiger kennengelernt und grundsätzlich ist es eine gute Möglichkeit, erste Erfahrungen zu sammeln. Das Arbeitsumfeld und die Aufgaben waren interessant, und man bekommt Einblicke in spannende Projekte.
Kritisch sehe ich jedoch die Praxis rund um befristete Verträge. Es werden viele Positionen ausschließlich befristet vergeben. Dabei wird zu Beginn nicht klar verneint, dass eine spätere Entfristung möglich sein könnte, obwohl die jeweilige Stelle strukturell offenbar nicht auf eine dauerhafte Besetzung ausgelegt ist. Realistisch ist eine Entfristung nur über einen internen Positionswechsel möglich.
Auffällig ist zudem, dass Verträge teilweise nur eine Laufzeit von sechs Monaten haben. Wiederholte kurze Befristungen hinterlassen zumindest ein ungutes Gefühl und wirken auch in rechtlicher Hinsicht fragwürdig – insbesondere wenn die Tätigkeit an sich dauerhaft besteht.
Für den Berufseinstieg mag ein solches Modell zunächst akzeptabel sein. Langfristig führt es jedoch zu fehlender Planungssicherheit. Gerade mit Blick auf finanzielle Stabilität oder Familienplanung halte ich diese Vertragsstruktur für bedenklich – vor allem, wenn sich solche Modelle zunehmend etablieren.
Insgesamt sollte man sich bewusst sein, dass eine dauerhafte Perspektive auf der ursprünglichen Position eher nicht vorgesehen ist.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist teilweise von politischen Entscheidungen geprägt. Beteiligungsprozesse wirken nach außen offen, jedoch entsteht mitunter der Eindruck, dass wesentliche Entscheidungen bereits im Vorfeld getroffen werden. Dadurch fühlt man sich nicht immer wirklich eingebunden, sondern eher nachträglich informiert.
Gehalt/Benefits
Anfänglich gut, seit einiger Zeit gibt es eine Sperre in der Gehaltsentwicklung
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten von Vorgesetzten empfinde ich als situationsabhängig. Solange Erwartungen erfüllt werden, ist der Umgang freundlich und manchmal wertschätzend. Sobald jedoch kritische Rückfragen oder abweichende Meinungen eingebracht werden, wirkt die Reaktion teilweise empfindlich. In solchen Situationen habe ich das Verhalten nicht immer als professionell und souverän wahrgenommen.
Arbeitsbedingungen
Der Tower ist schön, doch leider lässt das Equipment trotz mehrerer Beschwerden fast immer zu Wünschen übrig

