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Bewertung

Mehr Fluch als Segen

2,6
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Majorel Wilhelmshaven GmbH - Betriebsstätte Delmenhorst in Delmenhorst gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Im Team herrschte ein sehr gutes und familiäres Umfeld. Man ist mit allen Vorgesetzten per du. Es wurden Sommer- und Weihnachtsfeiern organisiert, die immer sehr gut waren.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Alles andere. Die Führungsebene war immer, so lieb sie auch alle sind, eine eingefleischte Clique. Ist man da nicht zufällig eine Bekannte oder Freundin, ist ein Aufstieg ausgeschlossen. Brutale Arbeitszeiten und Entlohnung, die gerade so an den gesetzlichen Vorgaben kratzen. Unrealistische Vorgaben durch den Auftraggeber. Fließbandtelefonie aus dem Bilderbuch, bei dem ein Durchatmen zwischendurch nur mit einer schwachen Blase und dem damit zusammenhängenden Toilettengang akzeptabel ist.

Verbesserungsvorschläge

Eine solche Arbeit kann nicht pauschal mit ein paar Groschen über dem Mindestlohn vergütet werden. Schon gar nicht unter Beachtung der Arbeitszeiten. Bonusmodelle sind prinzipiell eine gute Idee, jedoch bewusst so gestaltet, dass es schwer ist sie zu erreichen. Gehalt muss verhandelbar und leistungs- /Kenntnisorientiert sein. Es kann nicht angehen, dass ein Mitarbeiter der mehrere Jahre dabei ist und sich mit der Materie auskennt und motiviert arbeitet, das selbe Gehalt bekommt wie jemand dem die Arbeit komplett egal ist und Dienst nach Vorschrift macht.

Arbeitsatmosphäre

Das einzige, was mich dort jahrelang gehalten hat (Neben dem schlechten Arbeitsmarkt zu der Zeit) war eine Handvoll Kolleginnen und Kollegen. Generell hing immer eine dunkle Wolke über dem Bereich. Von der Führungsebene wird viel schöngeredet, man wurde mit Brot und Spiel (Obst und Wasser) bei Laune gehalten.

Kommunikation

Wichtiges wurde immer klar über mehrere Wege kommuniziert, da kann man nichts negatives zu sagen.

Kollegenzusammenhalt

Der feste Kern des Teams hat immer wie Pech und Schwefel zusammengehalten. Menschen, die ich bis heute sehr schätze.

Work-Life-Balance

Im Grunde nicht vorhanden. Regelmäßig musste sieben bis zehn Tage am Stück gearbeitet werden, im Schichtdienst. Freie Wochenenden gab es quasi nie, entweder musste Samstag und Sonntag gearbeitet werden oder einer der beiden Tage.

Vorgesetztenverhalten

Die direkten Vorgesetzten, sprich Team- und Gruppenleiter, haben sich mir gegenüber immer vorbildlich, rücksichtsvoll und fair verhalten. Der Auftraggeber hat unrealistische und fast menschenunwürdige Vorgaben.

Interessante Aufgaben

Ich hatte das Glück, neben der Fließbandtelefonie noch ein paar weitere Aufgaben übernehmen zu dürfen. Das hat die Arbeit sehr aufgewertet und erträglich gemacht, diese Aufgaben habe ich mit viel Freude übernommen. Die eigentliche Telefonie ist auszehrend und psychisch extrem belastend.

Gleichberechtigung

Interessant, dass man hier bewerten soll, ob Frauen die selben Aufstiegschancen haben wie Männer. Das muss man mit einem klaren "nein" bewerten, denn Männer haben quasi keine Chance, dem Hamsterrad (Schallschutzkäfig) zu entkommen. Als Frau auch nur mit genügend Sympathiepunkten und Vitamin B.

Umgang mit älteren Kollegen

Wurden immer sehr geschätzt und rücksichtsvoll behandelt, tadellos.

Arbeitsbedingungen

Die Büros sind an und für sich in Ordnung, genauso die Toiletten und Küchen. Auch die Aufenthaltsmöglichkeiten in den Pausen waren okay. Die Technik ist ein anderes Thema. Man war regelmäßig von technischen Problemen geplagt, langsam oder gar nicht laufende Systeme, Telefonprobleme die am Ende zu schlechten Werten am Telefon führten (Hohe Rate von erneuten Anrufen). Eine vernünftige IT-Abteilung gibt es nicht. Der Support wird an die Mitarbeiter ausgelagert.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kann ich nichts zu sagen.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist im Anbetracht der zu erbringenden Leistung ein Tritt in den Hintern. Knapp über dem Mindestlohn um sich von weltfremden und arroganten Kunden wie ein Fußabtreter behandeln zu lassen. Es gibt theoretisch die Möglichkeit, durch das Erfüllen von bestimmten Parametern (Bewertungen, Einhalten von Zeiten usw.) einen Bonus zu erarbeiten, das ist durch die astronomischen Vorgaben jedoch nur möglich, wenn man seinen Kopf vollständig ausschaltet und zur zielgesteuerten KI wird. Es gab einen weiteren Bonus, wenn man einen gewissen Wert an Krankheitstagen nicht überschreitet. Das ist eine unfaire Bestrafung chronisch kranker Mitarbeiter, auch wenn man sich mal einen Arm bricht oder operiert werden muss und ein paar Wochen ausfällt ist man angeschmiert. Man sollte sich als Unternehmen niemals damit brüsten, die gesetzlichen Vorgaben einzuhalten. Es sollte im Interesse des Arbeitgebers sein, diese zu überschreiten und somit für zufriedenere Mitarbeiter zu sorgen um diese auch halten zu können. Denn die Mitarbeiter sind das Kapital.

Image

Nach außen hin wird eine schon fast kitschige heile Welt suggeriert, unter den Mitarbeitern wurde darüber stets gelacht.

Karriere/Weiterbildung

Ohne Vitamin B und als männlicher Mitarbeiter quasi nicht denkbar.

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Arbeitgeber-Kommentar

Danke dir für dein ausführliches Feedback und dass du dir die Zeit genommen hast, deine Erfahrungen so detailliert zu teilen. Wir bedauern sehr, dass du in einigen Bereichen negative Eindrücke gewonnen hast. Dein Input zu Themen wie Arbeitszeiten, Vergütung und Karrierechancen ist für uns wichtig, und wir nehmen diese Punkte ernst, um Verbesserungen voranzutreiben.
Wenn du deine Anmerkungen persönlich mit uns besprechen möchtest, melde dich gerne unter:
talk2HR@de.teleperformance.com

Viele Grüße – dein HR-Team

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