Gut am Arbeitgeber finde ich
Das Unternehmen bietet fachlich interessante Aufgaben und moderne Technologien, wodurch man wertvolle praktische Erfahrungen sammeln kann. Die Vergütung ist fair und die Projekte ermöglichen grundsätzlich einen guten Einblick in den Berufsalltag eines Systemhauses.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Aus meiner Sicht wird der Ausbildungscharakter häufig vernachlässigt. Auszubildende werden oftmals wie vollwertige Mitarbeitende behandelt und an ihrer Produktivität gemessen, anstatt gezielt ausgebildet und gefördert zu werden. Die Einarbeitung sowie die Teamrotation waren nur unzureichend strukturiert, wodurch wichtige Einblicke in verschiedene Unternehmensbereiche fehlten.
Die Kommunikation war häufig intransparent und widersprüchlich. Insbesondere der Umgang mit der Übernahme hat bei mir einen negativen Eindruck hinterlassen. Über einen längeren Zeitraum wurde der Eindruck vermittelt, dass eine Übernahme bei entsprechender Leistungssteigerung möglich sei, obwohl später deutlich wurde, dass die Entscheidung offenbar bereits wesentlich früher getroffen worden war. Dadurch ging wertvolle Zeit für externe Bewerbungen verloren.
Auch die Feedbackkultur empfand ich als problematisch. Positives Feedback gab es nur selten, während Kritik häufig sehr deutlich oder über Dritte kommuniziert wurde. Fehler wurden oftmals unverhältnismäßig bewertet, anstatt sie als Lernmöglichkeit zu nutzen. Probleme wurden teilweise direkt an Vorgesetzte eskaliert, ohne zuvor das persönliche Gespräch mit den Betroffenen zu suchen.
Das Arbeitsklima war aus meiner Sicht von einem hohen Leistungsdruck und einer starken Hierarchie geprägt. Statt einer offenen und unterstützenden Lernkultur hatte ich häufig den Eindruck, dass Kontrolle und Leistungsbewertung im Vordergrund standen. Teilweise entstand das Gefühl, dass Auszubildende ihre Position im Unternehmen ständig rechtfertigen mussten.
Darüber hinaus empfand ich den Umgang mit Auszubildenden nicht immer als gleichberechtigt. Regeln wurden teilweise unterschiedlich ausgelegt, beispielsweise bei Homeoffice oder organisatorischen Vorgaben. Dies führte zu dem Eindruck, dass nicht alle Auszubildenden nach denselben Maßstäben behandelt wurden.
Auch der Umgang mit Krankheit und persönlichen Belastungen hätte aus meiner Sicht professioneller sein können. Krankmeldungen wurden teilweise kritisch hinterfragt oder kommentiert, was ich als wenig wertschätzend empfand.
Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass wirtschaftliche Interessen und Arbeitsleistung häufig stärker im Fokus standen als die eigentliche Aufgabe eines Ausbildungsbetriebs – nämlich Wissen zu vermitteln, Kompetenzen aufzubauen und Auszubildende auf ihrem beruflichen Weg zu begleiten. Ich hätte mir mehr Transparenz, eine respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe, eine konstruktive Fehlerkultur und eine stärkere Förderung der Auszubildenden gewünscht.
Verbesserungsvorschläge
Die Ausbildung sollte wieder stärker den eigentlichen Ausbildungszweck in den Mittelpunkt stellen. Auszubildende benötigen eine strukturierte Einarbeitung, regelmäßige Förderung und eine offene Feedbackkultur, anstatt überwiegend unter Leistungsdruck zu stehen. Erwartungen und insbesondere Entscheidungen zur Übernahme sollten transparent und frühzeitig kommuniziert werden, damit Auszubildende ihre berufliche Zukunft rechtzeitig planen können. Außerdem würde eine respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe sowie eine einheitliche Behandlung aller Auszubildenden erheblich zu einem besseren Arbeitsklima beitragen.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre war häufig von Leistungsdruck und Anspannung geprägt. Ich hätte mir mehr Offenheit, Vertrauen und eine konstruktivere Fehlerkultur gewünscht.
Karrierechancen
Die Kommunikation rund um die Übernahme war wenig transparent. Die Perspektiven wurden aus meiner Sicht nicht offen kommuniziert, wodurch viel Unsicherheit entstand.
Arbeitszeiten
Die regulären Arbeitszeiten waren grundsätzlich in Ordnung. Allerdings wurde die Arbeitsbelastung teilweise als hoch empfunden und flexible Arbeitsmodelle wurden nicht für alle Auszubildenden ermöglicht
Ausbildungsvergütung
Die Vergütung entsprach dem Branchendurchschnitt und wurde zuverlässig gezahlt.
Die Ausbilder
Die Unterstützung während der Ausbildung war aus meiner Sicht unzureichend. Feedback war häufig kritisch und selten konstruktiv. Statt einer gezielten Förderung hatte ich oft den Eindruck, dass Kontrolle und Leistungsbewertung im Vordergrund standen.
Spaßfaktor
Der hohe Leistungsdruck und die angespannte Atmosphäre haben den Spaß an der Ausbildung mit der Zeit deutlich eingeschränkt. Fehler wurden selten als Lernchance gesehen, wodurch die Motivation zunehmend gesunken ist.
Aufgaben/Tätigkeiten
Die Aufgaben waren fachlich interessant und boten Einblicke in verschiedene IT-Themen. Leider stand häufig die Arbeitsleistung im Vordergrund, sodass der eigentliche Ausbildungscharakter verloren ging
Variation
Durch die frühe Zuordnung zu einem festen Team konnte ich nur wenige andere Bereiche kennenlernen.
Respekt
Der Umgang mit Auszubildenden war aus meiner Sicht nicht respektvoll. Wertschätzung und positives Feedback kamen nur selten vor, während Kritik häufig sehr deutlich kommuniziert wurde.