Gutes Image – mehr Menschlichkeit wäre wünschenswert
Gut am Arbeitgeber finde ich
Struktur, Organisation und Image sind definitiv eine Stärke des Unternehmens. Der Erfolg zeigt, dass vieles gut durchdacht ist und funktioniert.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Auf menschlicher Ebene zwischen Unternehmen und Mitarbeitenden sehe ich noch Verbesserungspotenzial. Mehr Vertrauen, Verständnis und Raum für unterschiedliche Persönlichkeiten würden das Miteinander stärken und vor allem authentischer und „echter“ wirken lassen.
Verbesserungsvorschläge
Mehr Authentizität, weniger Fassade. Nicht alles muss perfekt wirken – Fehler gehören dazu und sind zum Lernen da.
Arbeitsatmosphäre
Teilweise entsteht der Eindruck, dass Mitarbeitende stark beobachtet und kontrolliert werden.
Homeoffice ist grundsätzlich möglich, gleichzeitig entsteht jedoch nicht immer der Eindruck, dass dieses wirklich gewünscht oder gerne gesehen wird.
Die Einarbeitung nimmt einen großen Teil der Probezeit in Anspruch. In dieser Zeit lernt man zwar viele Abteilungen, Namen und Gesichter kennen, die eigentliche Einarbeitung in die eigene Tätigkeit erfolgt dadurch jedoch relativ spät. Das erschwert eine realistische Einschätzung innerhalb der Probezeit.
Auch nach der Einarbeitung fehlt mir teilweise das Gefühl von Vertrauen und eigenständigem Arbeiten. Entscheidungen selbstständig zu treffen, Verantwortung zu übernehmen und sich fachlich einzubringen, ist aus meiner Sicht nur eingeschränkt möglich. Trotz vorhandener Berufserfahrung entsteht teilweise der Eindruck, wieder wie eine Praktikantin behandelt zu werden.
Gleichberechtigung
Im Bereich Gleichberechtigung und im Umgang mit älteren Mitarbeitenden hatte ich insgesamt ein eher zwiespältiges Gefühl. Vieles wirkte auf mich nach außen sehr freundlich und positiv, teilweise aber auch etwas aufgesetzt. Hinter dieser Fassade hatte ich den Eindruck, dass einige Mitarbeitende nicht wirklich zufrieden waren, dies aber möglichst nicht zeigen sollten.
Auch der Umgang mit unterschiedlichen Persönlichkeiten empfand ich teilweise als schwierig. Wenn man beispielsweise in der Pause einmal bewusst für sich sein wollte und Ruhe brauchte, konnte das schnell als mangelnde Kommunikation oder fehlende Offenheit ausgelegt werden. Für mich entstand dadurch der Eindruck, dass ein bestimmtes Verhalten und eine dauerhafte positive Außenwirkung erwartet wurden, anstatt unterschiedliche Bedürfnisse und Charaktere gleichermaßen zu akzeptieren.