Mit Abstand der schlimmste Arbeitgeber
Arbeitsatmosphäre
Es wurde ständig etwas hinter verschlossenen Türen besprochen – Transparenz gab es keine. Wertschätzung oder Lob waren ein Fremdwort, stattdessen herrschten Misstrauen und Ungleichbehandlung. Ein respektvoller Umgang fand schlichtweg nicht statt.
Image
Nach außen hin sprechen die Mitarbeitenden oft positiv über das Unternehmen, da es eine Erwartung gibt, ein gutes Image zu wahren. Doch hinter den Kulissen fehlt es an Vertrauen und Transparenz, sodass die tatsächliche Meinung der Mitarbeitenden ganz anders aussieht. Das Image des Unternehmens wird meist in rosigen Begriffen dargestellt, doch dies dient eher dem Aufrechterhalten von Fassaden als einem echten Glauben an die Organisation. Die hohe Fluktuation spricht Bände über die mangelnde Mitarbeiterbindung und das wenig vertrauensvolle Arbeitsumfeld.
Work-Life-Balance
Überstunden wurden stillschweigend erwartet und nicht anerkannt. Flexibilität gab es nur auf dem Papier – in der Praxis wurde Kontrolle großgeschrieben. Private Verpflichtungen oder familiäre Bedürfnisse fanden keinerlei Berücksichtigung.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt zwar Möglichkeiten zur Weiterbildung, doch diese müssen in der Freizeit wahrgenommen werden, ohne jegliche Unterstützung vom Unternehmen. Warum sollte man in die eigene Entwicklung investieren, wenn das Unternehmen keinerlei Initiative anerkennt und nicht bereit ist, Veränderungen oder Modernisierungen zuzulassen? Der Mangel an Unterstützung und Anerkennung macht es schwer, wirklich voranzukommen.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt war unterdurchschnittlich und entsprach nicht den Anforderungen der Position. Sozialleistungen waren minimal und es gab kaum Zusatzleistungen, die den Mitarbeitenden zugutekamen. Es wurde wenig bis gar nicht in die finanzielle oder berufliche Sicherheit der Mitarbeitenden investiert.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen zeigte keinerlei Interesse an Umwelt- oder Sozialbewusstsein. Nachhaltigkeit war kein Thema, und es wurden keine Anstrengungen unternommen, um umweltfreundliche oder sozial verantwortliche Praktiken zu fördern. Es gab weder Programme noch Initiativen, um einen positiven Einfluss auf die Gesellschaft oder die Umwelt zu haben.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen war schwach, da durch die schlechte Führung ein Klima des Misstrauens entstand. Statt Teamarbeit dominierten Konkurrenzdenken und Schuldzuweisungen. Neue Mitarbeitende wurden kaum integriert.
Umgang mit älteren Kollegen
Ältere Kollegen gab es in diesem Unternehmen nicht, was für sich selbst spricht. Die Kultur war eindeutig auf junge, unerfahrene Mitarbeitende ausgerichtet, und ältere Menschen gab es nur in Form von alten weißen Männern im oberen Management. Ihre Präsenz spiegelte sich in keiner Weise in einer diversifizierten oder inklusiven Unternehmenskultur wider.
Vorgesetztenverhalten
Die Führungskräfte waren überfordert, autoritär und nicht ansprechbar für Probleme oder Verbesserungsvorschläge. Entscheidungen wurden willkürlich getroffen, oft ohne Begründung oder Rücksprache. Mitarbeitende wurden klein gehalten statt gefördert.
Arbeitsbedingungen
Obwohl das Büro modern und gut ausgestattet war, war die Open-Space-Arbeitsweise sehr laut und störend. Die ständige Geräuschkulisse erschwerte konzentriertes Arbeiten und beeinträchtigte die Produktivität.
Kommunikation
Informationen wurden unvollständig oder viel zu spät weitergegeben, wichtige Entscheidungen fielen im kleinen Kreis ohne Einbeziehung des Teams. Kritik wurde nicht angenommen, stattdessen wurde sie persönlich genommen oder ignoriert. Offene und ehrliche Gespräche waren nicht möglich.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung war ein Fremdwort – Entscheidungen wurden oft aufgrund von persönlichen Vorlieben getroffen und nicht nach Leistung oder Qualifikation. Frauen und auch Eltern wurden systematisch benachteiligt.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben waren monoton, wenig herausfordernd und boten keinerlei Entwicklungspotenzial. Eigeninitiative war nicht erwünscht und wurde eher kritisch beäugt. Abwechslung oder sinnvolle Verantwortung suchte man vergeblich.

