TETEC AG in Reutlingen (primär aus QA Sicht)
Gut am Arbeitgeber finde ich
1) Die Qualitätssicherung, also die Menschen dahinter sind ein super Team.
2) Von was die TETEC AG ausreichend hat, dann sind das nette Mitarbeiter
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
1) Man hat das Gefühl, dass man erst direkt vor Eintritt einer Änderung darüber im entferntesten informiert wird.
2) Einbeziehung der Angestellten in die Planung (dies geschieht meist nur auf Ebene von Abteilungsleitung und höher)
3) die fehlende Digitalisierung. Auch wenn man im Arzneimittel-/Medizinproduktebereich strengen Regeln unterliegt, so ist der Stand der Digitalisierung nicht dem Stand der Möglichkeiten entsprechend.
Verbesserungsvorschläge
1) Die Geschäftsführung sollte die Angestellten mehr einbeziehen, z.B. durch die Einführung eines Vorschlagsystems oder das Einholen einer Meinungsumfrage/Vorschläge zu Beginn einer Planung eines neuen Projektes.
2) Die verschiedenen Abteilungen sollten sich regelmäßig mit einem Update vorstellen, sodass man ein Gefühl dafür bekommt, was in den anderen Bereichen abläuft.
Arbeitsatmosphäre
In den Abteilungen (soweit ich das direkt mitbekommen habe)herrscht eine sehr gute Atmosphäre, insbesondere, durch eigene Erfahrungen, in der Qualitätssicherung. Hier wurde auch mit Lob nicht gegeizt. Seitens der Geschäftsführung kamen leider nur typische Managementfloskeln rüber, was ich sehr schade fand.
Kommunikation
In den Town Hall Meetings wurde man zwar über den aktuellen Stand des Unternehmens informiert, allerdings waren diese Events ein wenig zu knapp. Ich hatte auch oft das Gefühl, dass ich gar nicht so richtig weiß woran andere Abteilungen gerade Arbeiten, was deren Erfolge und was deren akute Probleme sind. Bei den Abteilungen, mit denen man viel zu tun hatte, gab es hingegen einen regen Informationsaustausch, der ehrlich, direkt, aber dabei auch immer freundlich war.
Kollegenzusammenhalt
Hier kann ich nur für die Qualitätssicherung sprechen. Hierbei handelt es sich um ein Team, welches wirklich wunderbar zusammenarbeitet. Von der Abteilungsleitung bis zum Werksstudent hat man sich bei hoher Arbeitslast ohne Murren und Meckern unterstützt und wenn man grad nicht weiter kam auch durch Ideen und Aufmunterung motiviert.
Work-Life-Balance
Im Normalen Arbeitsalltag bietet die Gleitzeit genug Flexibilität, damit man sich seinen eigenen Rhythmus erarbeiten kann. Allerdings kann es Phasenweise dazu kommen (z.B. Auditvorbereitung), dass man in dieser Zeit gedanklich nie vom Job wegkommt. Dies mag ein Berufsrisiko der Qualitätssicherung sein.
Vorgesetztenverhalten
Seitens Team-/Abteilungsleitung in der Qualitätssicherung habe ich nichts zu bemängeln. Die haben einen tollen Job gemacht. Bei der Geschäftsführung kann ich per se nicht sagen, dass ihre Art und Weise negativ sind, allerdings hatte ich gerade zum Schluss meiner Beschäftigung stark das Gefühl, dass man von Veränderungen erst etwas mitbekommen hat wenn bereits alle Entscheidungen getroffen wurden und die Veränderung schon bald eintrifft. Ich hätte da eine Einbeziehung der Mitarbeiter z.B. für das Einreichen von Vorschlägen und Ideen zu geplanten Projekten sehr schön gefunden. Zudem wirkt es leider so, also würden bestimmte Projekte (z.B. Digitalisierung) in einer ewigen Planung versacken.
Interessante Aufgaben
Auch hier muss man bedenken, dass ein großer Punkt den ich anspreche nicht negativ für das Unternehmen direkt spricht, sondern vielmehr auf dem Tätigkeitfeld ruht. So kommt es durchaus vor, dass man eine vergleichbare Abweichung zum x-ten Mal bearbeitet weil sich am Auslöser nichts ändert und diese Tätigkeiten gehen dann leider schnell in die Monotonie. Positiv möchte ich aber hervorheben, dass wenn man Interesse an einem Projekt hat und da zeit investieren möchte, dass (zumindest kann ich dies für die Qualitätssicherung sagen) einem auch die Möglichkeit gegeben wird dieses auszuarbeiten und hier auch bis zu einem gewissen Maß Entscheidungen selbst zu treffen, die dann u.U. auch Folgen für andere Bereiche haben können und das man so die Möglichkeit bekommt zum Experten für diese Thematik zu werden.
Arbeitsbedingungen
Das Gebäude ist relativ neu obwohl die Mitarbeiter in Großraumbüros sitzen wirkt es nicht zu laut oder störend. Nur werden die Räumlichkeiten im Sommer relativ warm.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Hier muss das Unternehmen unbedingt an der Digitalisierung arbeiten. Die Drucker sind sind ununterbrochen am Arbeiten und die benötigten Papiermengen sind einfach nicht mehr zeitgemäß.
Gehalt/Benefits
Die Gehälter sind bezüglich der Unternehmensgröße und -historie im Mittelfeld.
Karriere/Weiterbildung
leider ist die Lage der Weltwirtschaft der letzten Jahre an diesem unternehmen nicht spurlos vorbeigezogen, sodass die Möglichkeiten für Weiterbildungen reduziert wurden. Wenn sich die Lage entspannt ist es aber durchaus denkbar, dass auch dies sich wieder einpendelt.