Man kann es nicht jedem recht machen
Gut am Arbeitgeber finde ich
T+H zeichnet sich durch flache Hierarchien und ein offenes Ohr für Anliegen der Mitarbeitenden aus. Die hergestellten Produkte sind interessant und abwechslungsreich, was den Arbeitsalltag vielfältig und spannend macht. Auch die Aufgaben sind anspruchsvoll und bieten regelmäßig neue Herausforderungen. Zudem trägt das insgesamt gute Betriebsklima maßgeblich dazu bei, dass man gerne zur Arbeit kommt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Insgesamt gibt es Bereiche im Unternehmen, die weiterentwickelt werden können, um den zukünftigen Anforderungen und Erwartungen noch besser zu entsprechen.
Verbesserungsvorschläge
Das Thema Entlohnung bleibt weiterhin ein sensibles und stark diskutiertes Feld. Eine Orientierung an den Entgeltgruppen der IG Metall könnte aus meiner Sicht mehr Transparenz und Vergleichbarkeit schaffen. Sinnvoll wäre zudem ein Punktesystem, mit dem Mitarbeitende anhand klar definierter Kriterien individuell bewertet und entsprechend eingruppiert werden.
Darüber hinaus wäre eine Beteiligung am über den geplanten Umsatzzielen liegenden Ergebnis eine interessante Option. Dies würde nicht nur die Motivation steigern, sondern auch den gemeinsamen Unternehmenserfolg fairer auf die Belegschaft verteilen.
Arbeitsatmosphäre
Im großen und ganzen ist die Arbeitsatmosphäre sehr gut im Unternehmen. Je nach Abteilung kann dies aber unterschiedlich sein. Die Führungskräfte haben größtenteils immer eine offene Tür, bei persönlichen Themen der Mitarbeiter. Es wird stets versucht, bei Problemen eine für beide Seite akzeptable Lösung zu finden.
Image
Das regionale Image von T+H entspricht derzeit nicht dem Stand, den das Unternehmen eigentlich verdient hätte. Der Bekanntheitsgrad ist ausbaufähig und lässt noch viel Potenzial nach oben. Zudem äußern sich ehemalige Mitarbeitende häufig kritisch über die Firma, obwohl viele von ihnen die positiven Entwicklungen und Veränderungen der letzten Jahre nicht mehr kennen. Dadurch entsteht ein verzerrtes Bild, das nicht der heutigen Realität entspricht.
Work-Life-Balance
Grundsätzlich wird im Unternehmen darauf geachtet, dass eine gute Work-Life-Balance möglich ist. Allerdings zeigt sich, dass einige Führungskräfte regelmäßig viele Überstunden leisten, was darauf hinweist, dass die Arbeitsbelastung derzeit sehr hoch ist. Das Unternehmen bemüht sich intensiv darum, zusätzliches Personal zu finden, was jedoch aufgrund der aktuellen Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht einfach ist.
Positiv hervorzuheben ist, dass es Angebote wie die Beteiligung am JobRad gibt, die zur Gesundheitsförderung und einem besseren Ausgleich beitragen. Insgesamt besteht ein klarer Wille, die Work-Life-Balance zu verbessern, auch wenn die aktuelle Personalsituation dies teilweise erschwert.
Karriere/Weiterbildung
Bei T+H bestehen grundsätzlich gute Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln – allerdings immer auf Basis von Engagement und Leistung. Natürlich entstehen nicht täglich neue Führungspositionen, doch durch kommende Projekte und die geplante Neuausrichtung des Produktspektrums können in den nächsten Jahren neue und interessante Chancen für die persönliche Karriereentwicklung entstehen. Leistungsträger werden dabei nachvollziehbar stärker gefördert als Mitarbeitende, die weniger Initiative zeigen.
Gehalt/Benefits
T+H ist zwar nicht der Arbeitgeber mit der höchsten Vergütung, bewegt sich im regionalen Vergleich jedoch auf einem fairen und wettbewerbsfähigen Niveau. Größere Unternehmen werden immer bessere finanzielle Möglichkeiten haben, doch im direkten Umfeld ähnlicher Betriebe steht T+H gut da.
Entwicklungsmöglichkeiten hängen dabei stark vom eigenen Engagement und der gezeigten Leistung ab – ein Zusammenhang, der nicht allen Mitarbeitenden bewusst ist. Leistung kommt vor Förderung, und diese Kultur dient dazu, Einsatz sichtbar zu honorieren.
Zusätzlich zur Vergütung bietet T+H verschiedene Leistungen, die über dem Standard liegen: Vermögenswirksame Leistungen (VWL), eine Firmenkreditkarte, jährlich bereitgestellte Firmenkleidung, Urlaubsgeld, eine Jahresabschlussprämie sowie Jubiläumsgeld. Viele nehmen diese Vorteile inzwischen als selbstverständlich wahr, obwohl sie keineswegs überall üblich sind.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen erfüllt die geltenden Normen und Anforderungen im Umweltbereich zuverlässig. Dennoch entsteht vereinzelt der Eindruck, dass Umweltaspekte nicht immer in dem Umfang berücksichtigt werden, wie es nach aktuellem Verständnis von Nachhaltigkeit wünschenswert wäre. Hier könnte eine stärkere Gewichtung ökologischer Faktoren dazu beitragen, den modernen Erwartungen an nachhaltiges Wirtschaften noch besser gerecht zu werden.
Im Bereich des sozialen Bewusstseins zeigt sich das Unternehmen dagegen sehr verantwortungsvoll. Die regionale Rolle als Arbeitgeber wird klar erkannt und aktiv wahrgenommen. T+H positioniert sich bewusst als regional verwurzeltes, inhabergeführtes Unternehmen – und gibt glaubhaft zu erkennen, dass dieser Charakter dauerhaft erhalten bleiben soll.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist grundsätzlich vorhanden, und es gibt Bereiche, in denen die Zusammenarbeit gut funktioniert. Allerdings zeigt sich beim gegenseitigen Unterstützen ein deutliches Ungleichgewicht. Während Kolleginnen und Kollegen aus meinem Umfeld regelmäßig in andere Bereiche ausgeliehen werden, passiert dies in der umgekehrten Richtung kaum.
Es entsteht der Eindruck, dass manche Mitarbeitende nicht davon ausgehen, dass die Unterstützung unserer Tätigkeiten Teil ihres Aufgabenbereichs ist. Dadurch kommt kaum Unterstützung zurück, was das Gefühl vermittelt, dass die Zusammenarbeit nicht in beide Richtungen gelebt wird.
Hier würde ich mir mehr Offenheit und gegenseitiges Engagement wünschen, um den Teamgedanken weiter zu stärken.
Umgang mit älteren Kollegen
Grundsätzlich werden ältere Kolleginnen und Kollegen gleichbehandelt, und es gibt keine formalen Unterschiede im Umgang miteinander. Dennoch entsteht an einigen Stellen gelegentlich der Eindruck, dass bei bestimmten Themen lieber mit jüngeren Mitarbeitenden zusammengearbeitet wird als mit den erfahrenen „alten Hasen“. Hier könnte das Unternehmen noch sensibler agieren, um alle gleichermaßen einzubeziehen.
Verbesserungsbedarf besteht zudem beim Umgang mit bevorstehenden Ruheständen. Meines Erachtens gibt es derzeit noch keinen klaren Plan, wie das Wissen und die Aufgaben von Mitarbeitenden, die in den wohlverdienten Ruhestand gehen, strukturiert übergeben werden sollen. Ein gezielter Wissens- und Aufgabentransfer würde dazu beitragen, Erfahrung zu sichern und die Übergänge reibungsloser zu gestalten.
Vorgesetztenverhalten
Durch die flache Hierarchie im Unternehmen können Vorgesetzte Probleme und wichtige Themen direkt und unkompliziert kommunizieren. Der Austausch ist in vielen Fällen offen und lösungsorientiert. Wie in jedem Unternehmen gibt es unterschiedliche Charaktere unter den Führungskräften – genauso wie bei den Mitarbeitenden. Das führt gelegentlich zu verschiedenen Arbeits- und Kommunikationsstilen, was aber insgesamt gut gehandhabt wird. Grundsätzlich ist das Verhältnis zu den Vorgesetzten transparent und vertrauensvoll
Arbeitsbedingungen
In unserem Unternehmen werden notwendige Investitionen grundsätzlich durchgeführt, und das ist positiv spürbar. Dennoch entsteht an manchen Stellen der Eindruck, dass die Abwägung zwischen verschiedenen Investitionsbedarfen nicht immer vollständig nachvollziehbar ist.
Gelegentlich wirkt es so, als hätten bestimmte Abteilungen einen leichteren Zugang zu Verbesserungen ihrer Arbeitsbedingungen als andere. Dies führt zu Fragen hinsichtlich der Kriterien, nach denen Prioritäten gesetzt werden, und wie diese Entscheidungen transparent kommuniziert werden.
Wunsch / Vorschlag:
Es wäre hilfreich, wenn die Entscheidungsprozesse für Investitionen klarer und nachvollziehbarer dargestellt würden – etwa durch transparente Priorisierungskriterien, regelmäßige Informationen über den Stand geplanter Maßnahmen oder die Möglichkeit, Rückfragen zu stellen. Eine höhere Transparenz könnte dazu beitragen, das Verständnis für Entscheidungen zu stärken und das Gefühl von Fairness und Gleichbehandlung im Unternehmen weiter zu fördern.
Kommunikation
Hat sich in den letzten Jahren deutlich verbessert. Es werden täglich in allen Bereichen Regelkommunikationen durchgeführt. Probleme und Abweichungen werden offen und ohne Schuldzuweisungen besprochen. Früher wurde oft bemängelt, dass wichtige Informationen nicht zu jedem gelangten. Dies wurde mit den Regelkommunikationen sehr verbessert.
Gleichberechtigung
Im Unternehmen werden keine Unterschiede zwischen Alter, Geschlecht, Religion oder Herkunft gemacht. Alle Mitarbeitenden haben die gleichen Chancen und Möglichkeiten. Wer sich engagiert und Einsatz zeigt, kann unabhängig von persönlichen Merkmalen eine Förderung durch die Vorgesetzten erhalten. Leistung und Engagement stehen klar im Vordergrund, was zu einem fairen und gleichberechtigten Arbeitsumfeld beiträgt.
Interessante Aufgaben
Es gibt aktuell viele neue Projekte im Unternehmen, was für abwechslungsreiche und interessante Aufgaben sorgt. Mitarbeitende haben die Möglichkeit, sich für bestimmte Projekte anzubieten und werden – unter Berücksichtigung der jeweiligen Auswahlkriterien – oftmals auch berücksichtigt.
Auch im Tagesgeschäft entsteht durch die geringen Losgrößen eine hohe Vielfalt an Aufgaben, sodass der Arbeitsalltag selten monoton wirkt. Insgesamt bietet das Unternehmen gute Chancen, sich weiterzuentwickeln und sich in unterschiedliche Themen einzubringen.