Konservative Führung und Angstkultur
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Arbeitsweise ist stark akademisch geprägt – anstatt pragmatisch vorzugehen und digitale Produkte oder interne Prozesse zügig zu verbessern, werden monatelang Grundsatzdiskussionen geführt, etwa darüber, wie ein Produkt überhaupt definiert wird. Das lähmt jede Weiterentwicklung und bremst insbesondere die digitale Transformation.
Es herrscht wenig Vertrauen in die Mitarbeitenden, begleitet von starkem Mikromanagement. Ein Kollege brachte es sinngemäß so auf den Punkt: Um die digitale Transformation voranzutreiben, müsse man viele Diskussionen führen und einen grundlegenden Mindset-Wechsel im Management erreichen – doch wer diesen Weg konsequent gehe, riskiere seinen Arbeitsplatz. Genau diese Haltung habe ich selbst erlebt: Wer nicht die Meinung der Geschäftsführung oder der direkten Führungskraft vertritt, riskiert seinen Job. Diese Angstkultur ist aus meiner Sicht tödlich für jegliche Innovationsbemühungen.
Die Belegschaft ist räumlich stark verteilt, was den Zusammenhalt deutlich erschwert. Gleichzeitig spürte man deutlich die Angst der Mitarbeitenden vor negativen Konsequenzen bis hin zu Entlassungen. Das Arbeitsklima ist von einer hohen Eigenabsicherung geprägt – jeder achtet primär auf sich selbst, und Verantwortung wird gerne weggeschoben. Thieme agiert zudem stark nach dem Prinzip: Je mehr Berufserfahrung, desto höher das Gewicht meiner Meinung, während tatsächliche Kompetenzen weniger zählen. Daher rate ich insbesondere Studierenden und Berufseinsteiger:innen davon ab, bei Thieme einzusteigen.
Verbesserungsvorschläge
Weniger theoretische Grundsatzdiskussionen führen und stattdessen pragmatisch an der Verbesserung digitaler Produkte und interner Prozesse arbeiten.
Vertrauen in die Mitarbeitenden stärken und Mikromanagement reduzieren.
Eine offene Feedback- und Diskussionskultur fördern, in der auch kritische Meinungen ohne Angst vor Konsequenzen geäußert werden können.
Angstkultur abbauen
Zusammenarbeit und Zusammenhalt fördern
Kompetenzen und Fachwissen stärker gewichten als reine Berufsjahre.
Arbeitsatmosphäre
Freundlicher Umgang, doch man erlebt oft hinterhältiges Verhalten und mangelnde Loyalität.
Wenig Vertrauen in Mitarbeitende, geprägt von Mikromanagement.
Angstkultur: Abweichende Meinungen können zu negativen Konsequenzen führen.
Meinung hat oft mehr Gewicht durch Berufsjahre als durch Kompetenz.
Work-Life-Balance
ist grundsätzlich vorhanden
Kollegenzusammenhalt
Räumlich verteilte Belegschaft mit wenig Zusammenhalt.
Hohe Eigenabsicherung – jeder achtet primär auf sich selbst.
Verantwortung wird häufig weggeschoben
Vorgesetztenverhalten
Starkes Mikromanagement durch die Führung.
Hinterhältiges Verhalten
Geringes Vertrauen in die Mitarbeitenden.
Ziele und Prioritäten werden kurzfristig geändert.
Individuelle Absprachen mit Mitarbeitenden werden nicht eingehalten bzw. später „vergessen“.
Abweichende Meinungen zur Geschäftsführung oder direkten Führungskraft können zu negativen Konsequenzen führen.
Wenig Unterstützung für neue Ideen oder innovative Ansätze.
Entscheidungen sind oft von Hierarchie und Berufsjahren geprägt statt von Kompetenz.
Gleichberechtigung
Entscheidungen sind oft von Hierarchie und Berufsjahren geprägt statt von Kompetenz.
Interessante Aufgaben
Zum Teil, aber ausgebremst durch starre Prozesse und akademischer Arbeitsweise

