Unternehmen mit führungsschwachen, toxischen Vorgesetzten und schwachen Entscheidungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Parkplätze.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Druck
Führungsschwäche (oder Inkompetenz)
Entfremdung (die Kluft zwischen Oben und Unten)
Fluktuation (der hohe Mitarbeiterwechsel)
Überlastung
Kritikunfähigkeit (die Blockade von Feedback)
Angstkultur (die Kultur der Besorgnis)
Konzeptlosigkeit (die sprunghafte „Fiebertraum“-Strategie)
Gehalt
Wertschätzungsmangel (Einsatz wird als Pflicht abgetan)
Wissensverlust (durch den Abgang von Leistungsträgern)
Absurdität (die kafkaesken Zustände/„Stromberg“-Atmosphäre)
Fehlpriorisierung teure Berater
Ohnmacht (die gebundenen Hände der HR)
Arbeitsatmosphäre
Ich war etwas mehr als zwei Jahre im Unternehmen tätig und habe die fachlichen Aufgaben grundsätzlich gerne gemacht. Besonders positiv empfunden habe ich die Zusammenarbeit mit vielen Kolleginnen und Kollegen aus anderen Fachbereichen. Dort habe ich häufig einen sehr guten fachlichen Austausch und gegenseitige Unterstützung erlebt.
Meine persönliche Erfahrung mit der Führungssituation war dagegen deutlich kritischer.
Ich hatte wiederholt den Eindruck, dass Verantwortlichkeiten und Entscheidungsbefugnisse nicht ausreichend klar voneinander abgegrenzt waren. Aus meiner Sicht wurde von mir teilweise Verantwortung für Ergebnisse und bereichsübergreifende Themen erwartet, obwohl mir dafür nicht in allen Fällen die entsprechenden Entscheidungs- oder Steuerungsmöglichkeiten zur Verfügung standen.
Besonders belastend empfand ich den Umgang mit dem Thema Vertretung bei Abwesenheiten. Bei einer ungeplanten krankheitsbedingten Abwesenheit wurde von mir erwartet, eine Vertretung zu organisieren. Ich habe darauf hingewiesen, dass ich bei einer kurzfristigen Erkrankung keine Möglichkeit habe, eine solche organisatorische Entscheidung selbst zu treffen.
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Vorgesetztenverhalten
Ein weiteres Thema war für mich die Art der Kommunikation in Konfliktsituationen. In einem Gespräch mit mehreren Beteiligten hatte ich persönlich nicht den Eindruck, dass meine Sichtweise wirklich ergebnisoffen aufgenommen wurde. Ich empfand die Gesprächssituation als sehr belastend und hatte anschließend nicht das Gefühl, dass eine konstruktive Lösung erreicht worden war.
Positiv hervorheben möchte ich ausdrücklich die vielen Kolleginnen und Kollegen, mit denen ich zusammenarbeiten durfte. Gerade in den Fachbereichen habe ich viel Engagement, Hilfsbereitschaft und Teamgeist erlebt. Das war für mich einer der stärksten Aspekte meiner Zeit im Unternehmen.
Arbeitsbedingungen
Was ich mir gewünscht hätte
* klarere Abgrenzung von fachlicher und organisatorischer Verantwortung
* eindeutige Vertretungs- und Entscheidungsstrukturen
* einen konstruktiveren Umgang mit kritischem Feedback
* Gespräche, in denen unterschiedliche Sichtweisen tatsächlich auf Augenhöhe diskutiert werden
* mehr Fokus auf strukturelle Lösungen anstatt auf die Zuordnung persönlicher Verantwortung
Fazit
Die fachlichen Möglichkeiten und die Zusammenarbeit mit vielen Kolleginnen und Kollegen habe ich positiv erlebt. Meine persönliche Erfahrung mit der Führung und insbesondere mit der Klärung von Verantwortlichkeiten hat mich dagegen letztlich dazu bewogen, meinen beruflichen Weg außerhalb des Unternehmens fortzusetzen.
Ich würde mir wünschen, dass insbesondere bei Führung, Kommunikation und Verantwortungsabgrenzung aus solchen Situationen gelernt wird.
Kommunikation
Für geplante Abwesenheiten war eine strukturierte Übergabe für mich selbstverständlich. Die Diskussion darüber habe ich allerdings als unnötig konfrontativ empfunden.
Auch bei späteren Gesprächen über meine Rolle hatte ich zunehmend den Eindruck, dass fachliche Hinweise zu Zuständigkeiten oder strukturellen Problemen eher als persönliche Kritik bzw. mangelnde Bereitschaft zur Übernahme von Verantwortung verstanden wurden. Ich hätte mir hier einen sachlicheren Dialog und eine stärkere Orientierung an gemeinsamen Lösungen gewünscht.