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Bewertung

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Gute Marken, aber deutlicher Verbesserungsbedarf bei Führung und Vergütung

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Tiemeyer automobile GmbH & Co. KG in Castrop-Rauxel gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Positiv hervorzuheben ist die Markenvielfalt sowie die Möglichkeit, in einem zukunftsorientierten Bereich der Elektromobilität Erfahrungen zu sammeln. Außerdem gibt es grundsätzlich engagierte Kolleginnen und Kollegen, mit denen die Zusammenarbeit angenehm sein kann. Die vorhandenen Strukturen und die Größe des Unternehmens bieten grundsätzlich Chancen, wenn diese aus meiner Sicht konsequenter genutzt würden.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die größten Kritikpunkte sehe ich bei der Führung, der Kommunikation und dem Vergütungsmodell. Entscheidungen und Zusagen waren aus meiner Sicht nicht immer nachvollziehbar beziehungsweise wurden teilweise nicht konsequent umgesetzt. Der Umgang mit Kritik und anderen Meinungen empfand ich häufig als schwierig.
Zudem steht aus meiner Sicht der hohe Verkaufsdruck bei gleichzeitig niedrigen Margen im Vordergrund, wodurch es selbst leistungsstarken Mitarbeitenden schwerfällt, eine angemessene Vergütung zu erreichen. Dadurch entsteht Frust und Unzufriedenheit. Verbesserungsbedarf sehe ich außerdem bei den Arbeitsbedingungen, der Wertschätzung der Mitarbeitenden und den langfristigen Entwicklungsmöglichkeiten.

Verbesserungsvorschläge

Aus meiner Sicht sollte der Fokus stärker auf einer nachhaltigen Mitarbeiterzufriedenheit liegen. Dazu gehören vor allem eine wertschätzendere Kommunikation, ein offenerer Umgang mit Kritik sowie eine bessere Einbindung der Mitarbeitenden in Entscheidungen.

Das Vergütungsmodell sollte überarbeitet werden, damit Leistung und Verantwortung angemessener honoriert werden. Gerade leistungsstarke Mitarbeitende sollten die Möglichkeit haben, sich auch finanziell entsprechend ihrer Ergebnisse weiterzuentwickeln.

Zudem wäre es wichtig, Zusagen verlässlicher einzuhalten und mehr Transparenz bei Entscheidungen zu schaffen. Eine bessere Arbeitsatmosphäre, moderne Arbeitsbedingungen und echte Entwicklungsmöglichkeiten würden aus meiner Sicht dazu beitragen, Mitarbeitende langfristig zu motivieren und zu binden.

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung im Betrieb war häufig schlecht. Es gab viel Unzufriedenheit und wenig offenen, respektvollen Austausch. Ein angenehmes Arbeitsklima habe ich leider nicht erlebt.

Image

Nach außen wird aus meiner Sicht viel Wert auf ein positives Unternehmensimage gelegt. Intern hatte ich jedoch den Eindruck, dass die Stimmung unter vielen Mitarbeitenden deutlich schlechter war und eine spürbare Unzufriedenheit herrschte. Die Außendarstellung und die tatsächlichen Erfahrungen im Arbeitsalltag passten für mich häufig nicht zusammen. Dadurch wirkte das vermittelte Image auf mich wenig authentisch.

Work-Life-Balance

Die Work Life Balance war aus meiner Sicht eher unterdurchschnittlich. Durch das Vergütungsmodell mit der Mindestprovision war es für viele Mitarbeitende schwierig, ein höheres Einkommen zu erzielen. Meinem Eindruck nach lag der Fokus stark auf hohen Verkaufszahlen und sehr günstigen Preisen, wodurch attraktive Provisionen oft schwer erreichbar waren. Das wirkte sich nicht nur auf die finanzielle Situation, sondern auch auf die Möglichkeit aus, sich mehr Freizeit oder Urlaub leisten zu können.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten waren aus meiner Sicht nur sehr eingeschränkt vorhanden. Entwicklungsperspektiven wurden zwar teilweise in Aussicht gestellt, gingen jedoch nicht mit einer aus meiner Sicht angemessenen finanziellen oder beruflichen Weiterentwicklung einher. Selbst in höheren Positionen empfand ich die Vergütung im Verhältnis zur Verantwortung als nicht ausreichend. Insgesamt fehlte mir eine klare Perspektive, sich langfristig sowohl fachlich als auch finanziell sinnvoll weiterzuentwickeln.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt und die Benefits waren für mich einer der größten Kritikpunkte. Das Vergütungsmodell mit der Mindestprovision machte es aus meiner Sicht sehr schwer, ein angemessenes Einkommen zu erzielen. Trotz hohem Einsatz blieb die Vergütung häufig hinter den Erwartungen zurück, da der Fokus stark auf hohen Verkaufszahlen bei sehr niedrigen Margen lag. Selbst als leistungsstarker Verkäufer hatte ich den Eindruck, dass die Vergütung im Verhältnis zur erbrachten Leistung und zum erzielten Erfolg zu niedrig ausfiel. Zusätzliche Benefits, die den Arbeitsplatz attraktiver gemacht hätten, waren aus meiner Sicht kaum vorhanden oder boten nur einen geringen Mehrwert. Insgesamt empfand ich das Verhältnis zwischen Leistung, Verantwortung und Vergütung als nicht angemessen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Das Umwelt- und Sozialbewusstsein war aus meiner Sicht vorhanden, spielte im Arbeitsalltag jedoch eher eine untergeordnete Rolle. Nachhaltige Maßnahmen oder ein erkennbares soziales Engagement wurden nur begrenzt gelebt oder kommuniziert. Insgesamt sehe ich in diesem Bereich noch deutlichen Verbesserungsbedarf.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kollegen war insgesamt in Ordnung. Viele Mitarbeitende unterstützen sich gegenseitig und ziehen an einem Strang. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass die allgemeine Stimmung im Unternehmen den Teamgeist teilweise beeinträchtigt hat. Daher würde ich den Kollegenzusammenhalt als durchschnittlich bewerten.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kolleginnen und Kollegen wurden im Arbeitsalltag grundsätzlich respektvoll behandelt. Gleichzeitig hatte ich nicht den Eindruck, dass ihre Erfahrung und ihr Wissen immer ausreichend wertgeschätzt oder in Entscheidungen einbezogen wurden. Insgesamt war der Umgang in Ordnung, bot aus meiner Sicht aber noch Verbesserungspotenzial.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Vorgesetzten war für mich der größte Kritikpunkt. Wertschätzung, Unterstützung und ein respektvoller Umgang waren aus meiner Sicht nur selten spürbar. Kritik wurde häufig nicht konstruktiv aufgenommen und andere Meinungen wurden oftmals abgewertet oder vor versammelter Runde zurückgewiesen. Zudem hatte ich den Eindruck, dass gegebene Zusagen oder Versprechen häufig nicht eingehalten wurden. Besonders im Bereich Hyundai wurden Erwartungen und Ziele kommuniziert, die aus meiner Sicht später nicht entsprechend umgesetzt wurden. Das führte zu Enttäuschung und einem deutlichen Vertrauensverlust. Insgesamt war der Führungsstil aus meiner Sicht eher von Druck als von Motivation geprägt und ließ eine offene, vertrauensvolle Zusammenarbeit vermissen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren für mich nicht zufriedenstellend. Besonders in den Sommermonaten waren die Verkaufsräume häufig viel zu heiß, wodurch konzentriertes Arbeiten und Kundengespräche unnötig erschwert wurden. Trotz der hohen Temperaturen wurde aus meiner Sicht keine ausreichende Lösung geschaffen. Insgesamt entsprachen die Arbeitsbedingungen nicht den Erwartungen an einen modernen Arbeitsplatz.

Kommunikation

Regelmäßige Meetings finden zwar statt, diese sind jedoch häufig unnötig lang und wenig zielführend. Ein offener Austausch wird aus meiner Sicht nicht wirklich gelebt. Konstruktive Kritik oder eine abweichende Meinung werden oft nicht wertschätzend aufgenommen. Statt einer sachlichen Diskussion hatte ich den Eindruck, dass man dafür eher abgekanzelt wird. Dadurch fällt es schwer, offen seine Ideen oder Bedenken einzubringen.

Gleichberechtigung

Im Arbeitsalltag hatte ich überwiegend den Eindruck, dass alle Mitarbeitenden grundsätzlich gleich behandelt wurden. Dennoch hatte ich das Gefühl, dass einzelne Personen je nach Position oder Verhältnis zur Führung unterschiedlich wahrgenommen und behandelt wurden. Insgesamt sehe ich das Thema Gleichberechtigung daher als durchschnittlich umgesetzt.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren grundsätzlich abwechslungsreich und durch die Arbeit mit unterschiedlichen Kunden sowie den Marken Hyundai nicht uninteressant. Allerdings wurden viele Tätigkeiten mit der Zeit sehr routinelastig und der hohe Verkaufsdruck ließ wenig Raum für Eigeninitiative oder persönliche Weiterentwicklung. Insgesamt waren die Aufgaben solide, boten aus meiner Sicht aber noch deutliches Potenzial für mehr Abwechslung und Entwicklungsmöglichkeiten.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.