Keine Teamorientierung – Mitarbeiter werden ausgebeutet
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre bei Tiemeyer ist leider katastrophal. Viele Mitarbeiter wirken unmotiviert oder überfordert, und oft fehlt es an grundlegendem Fachwissen und Verantwortungsbewusstsein.
Anstatt gemeinsam im Team an Lösungen zu arbeiten, herrscht häufig Chaos und fehlende Abstimmung. Aufgaben werden halbherzig oder ohne klaren Plan erledigt.
Ein echter Teamgeist existiert nicht – jeder kämpft für sich, während Führungskräfte wenig Interesse zeigen, Struktur oder Zusammenarbeit zu fördern. Wer Wert auf Professionalität, Zusammenhalt und eine faire Arbeitskultur legt, ist hier definitiv fehl am Platz.
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Die Tiemeyer Gruppe bietet eine breite Auswahl an Fahrzeugen und hat in der Vergangenheit Auszeichnungen für ihre Leistungen erhalten. Allerdings gibt es in einigen Bereichen Verbesserungsbedarf, insbesondere im Kundenservice und in der Kommunikation. Kunden sollten sich vorab gut informieren und gegebenenfalls mehrere Standorte vergleichen, um die für sie beste Erfahrung zu gewährleisten.
Work-Life-Balance
Grundsätzlich kann man sich den Arbeitstag gut planen – theoretisch. In der Praxis wird das aber immer schwieriger. Durch neue Regelungen sollen Verkäufer nicht nur verkaufen, sondern zusätzlich Fotos der Fahrzeuge machen und die gesamte Fahrzeugkoordination übernehmen. Das kostet enorm viel Zeit und geht zulasten der eigentlichen Verkaufsarbeit.
Diese Zusatzaufgaben sorgen für mehr Stress und weniger Ausgleich, ohne dass dafür Verständnis gezeigt wird. Statt Personal für solche Aufgaben einzuplanen, wird mit dem Argument „Wir müssen Kosten sparen“ alles auf die Verkäufer abgewälzt – während die Entscheidungsträger oben offenbar andere Prioritäten setzen.
Karriere/Weiterbildung
Karriereperspektiven bei Tiemeyer sind sehr begrenzt. Viele Mitarbeiter warten jahrelang auf Weiterbildungen, teilweise über zehn Jahre. Auch bei kleineren Schulungen oder Angeboten muss man hartnäckig nachhaken, oft bis es frustrierend wird. In meinem Fall wurde mir eine Weiterbildung mündlich zugesagt, aber trotz mehrmonatiger Wartezeit auf eine Bestätigung kam letztlich nichts. Insgesamt wirkt der Prozess unorganisiert und wenig professionell.
Gehalt/Benefits
Wenn man ehrlich arbeitet und seine Kunden wirklich berät, ist das Engagement da, doch das Gehalt spiegelt dies kaum wider. Vor allem im Neuwagenbereich ist das Margensystem problematisch: Ein Teil der eigenen Marge wird dem Händler quasi wieder „abgezogen“, sodass man am Ende oft sieht, dass andere Anbieter günstiger sind. Für ehrliche Verkäufer lohnt sich der Aufwand finanziell kaum, während die, die „mitspielen“, besser verdienen. Insgesamt ist die Vergütungsstruktur intransparent und stark verbesserungsbedürftig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Leider eher enttäuschend. Viele Abläufe laufen noch komplett auf Papier, wodurch doppelte Arbeit entsteht und Prozesse unnötig ineffizient sind. Dokumente werden zwar erfasst, aber danach nur archiviert, ohne wirklichen Nutzen. Eine vollständige digitale Abwicklung von Verträgen ist nicht möglich. Insgesamt wirkt alles wenig modern und stark verbesserungsbedürftig, vor allem in Sachen Digitalisierung.
Kollegenzusammenhalt
In meiner eigenen Abteilung war der Zusammenhalt wirklich top – wir haben uns gegenseitig unterstützt und als Team gut funktioniert. Leider ist das nicht überall im Unternehmen so. An anderen Standorten fehlt oft der Teamgeist, und es gibt Mitarbeiter, die sich unkollegial verhalten – zum Beispiel werden reservierte Fahrzeuge einfach weiterverkauft und Verantwortung wird abgeschoben. Insgesamt fehlt eine einheitliche Teamkultur im Unternehmen.
Vorgesetztenverhalten
Mein direkter Vorgesetzter ist ein alter Hase im Verkauf – sehr erfahren, ehrlich, offen und gleichzeitig streng, was ich grundsätzlich positiv finde. Ich hätte gerne noch mehr von ihm gelernt, da wir einen sehr ähnlichen Arbeitsablauf haben.
Leider muss er oft mit Problemen kämpfen, die durch andere Mitarbeiter oder mangelnde Organisation entstehen. Wenn er die volle Kontrolle über alle Abläufe hätte und sein Team richtig unterstützt würde, wäre er ein herausragender Leiter. Ich wünsche ihm wirklich, dass er das alles in den Griff bekommt, denn er ist ein Mensch mit großem Potenzial und starkem Engagement.
Arbeitsbedingungen
Grundsätzlich hat man als Mitarbeiter ein gewisses Maß an Freiheit, was positiv ist. Es gibt Momente, in denen man selbstständig arbeiten kann – zumindest theoretisch. In der Praxis ist die Entscheidungsfreiheit jedoch stark eingeschränkt.
Selbst einfache Dinge wie das Volltanken eines Fahrzeugs sind untersagt, weil angeblich Kosten gespart werden müssen. Dazu kommen organisatorische Probleme in fast jeder Abteilung: Zuständigkeiten sind unklar, Kommunikation funktioniert schlecht, und man muss ständig hinterherlaufen, um Dinge geregelt zu bekommen.
Diese Umstände erschweren den Arbeitsalltag enorm und lassen kaum Raum, um effizient und motiviert zu arbeiten.
Interessante Aufgaben
An sich gibt es im Verkauf viele interessante Aufgaben – der Job könnte wirklich Spaß machen. Leider geht der eigentliche Verkaufsaspekt immer mehr verloren. Statt sich auf Kundenberatung und Verkauf zu konzentrieren, übernimmt man mittlerweile Aufgaben, die eigentlich nichts mit dem Verkäuferberuf zu tun haben.
Man ist gleichzeitig Koordinator, Fahrzeugfotograf, Aufbereiter, Kfz-Mechatroniker, Disponent, Buchhalter und Callcenter-Mitarbeiter. Dadurch verliert der Beruf an Qualität und Motivation, weil man sich ständig mit Nebentätigkeiten beschäftigen muss, anstatt das zu tun, wofür man eingestellt wurde: verkaufen.
