Fassade glänzt – dahinter wird es kompliziert
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv hervorheben möchte ich, dass Quereinsteiger willkommen sind und Zeugnisse oder formale Voraussetzungen weniger im Vordergrund stehen. Diese Offenheit würde ich mir bei mehr Arbeitgebern wünschen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Für mich persönlich waren die größten Probleme die fehlenden Investitionen in Arbeitsmittel, die körperlich sehr anspruchsvollen Bedingungen und der teilweise deutlich veraltete Zustand einiger Bereiche.
Verbesserungsvorschläge
Aus meiner Sicht wäre eine deutlich bessere Investitionsplanung notwendig – insbesondere in Mitarbeiterbereiche, Werkzeuge und die allgemeine Arbeitsumgebung. Auch einige Tiergehege wirkten auf mich renovierungsbedürftig. Mehr strukturelle Kommunikation und echte Wertschätzung für die Teams würden ebenfalls helfen.
Arbeitsatmosphäre
In meiner Zeit im Unternehmen hatte ich den Eindruck, dass positives Feedback selten war, während Fehler sehr schnell angesprochen wurden. Außerdem wirkten einige Regeln oder Entscheidungen für mich so, als würden sie unterschiedlich gehandhabt – vor allem zwischen Angestellten und der Eigentümerfamilie.
Image
Viele Kollegen, mit denen ich gesprochen habe, äußerten Unzufriedenheit und hatten das Bedürfnis, sich über Probleme auszutauschen. Das deckte sich mit meinem eigenen Eindruck.
Work-Life-Balance
Urlaube konnte ich problemlos einreichen, und die Vier-Tage-Woche empfand ich als positiv. Allerdings empfinde ich 24 Urlaubstage insgesamt als knapp.
In Zeiten hoher Besucherzahlen war die Arbeit oft deutlich intensiver, ohne dass dies besonders berücksichtigt wurde.
Karriere/Weiterbildung
Mir sind keine Weiterbildungsangebote oder realistische Aufstiegsmöglichkeiten begegnet.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt war stark personenabhängig. Mit einigen Kollegen verlief die Zusammenarbeit sehr gut und unterstützend. Bei anderen hatte ich hingegen das Gefühl, wenig Respekt zu bekommen oder stark belastet zu werden.
Vorgesetztenverhalten
Meiner Wahrnehmung nach lagen Investitionsschwerpunkte klar auf der Außendarstellung des Zoos. Bereiche für Mitarbeiter oder interne Arbeitsprozesse wirkten dagegen teilweise veraltet oder renovierungsbedürftig. Auch Ausrüstung oder Arbeitsmittel waren in meinem Arbeitsumfeld oft unzureichend vorhanden, was die Arbeit erschwerte.
Arbeitsbedingungen
Für mich waren die Arbeitsbedingungen schwierig. Es fehlten an mehreren Stellen geeignete Werkzeuge oder funktionale Räumlichkeiten. Die Arbeit ist körperlich streng und schmutzig, aber es gab nur eine Dusche auf dem Gelände, die während der warmen Jahreszeit nach meiner Erfahrung ausschließlich kaltes Wasser bot. Auf Rückfragen erhielt ich wenig konkrete Lösungen.
Kommunikation
Für mich war die Kommunikation einer der größten Schwachpunkte. Es gab keine klare Linie und keine einheitliche Sprache im Team. Innerhalb einer Woche habe ich für denselben Arbeitsbereich vier unterschiedliche Anweisungen erhalten. Da Teamgespräche kaum stattfanden, fehlte häufig ein gemeinsamer Plan.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt lag nur knapp über dem Mindestlohn, was ich im Verhältnis zur körperlichen Belastung der Aufgaben als wenig angemessen empfunden habe.
Gleichberechtigung
Ich hatte den Eindruck, dass Verbesserungsvorschläge aus dem Team selten aufgegriffen wurden. Auch bei einfachen Nachfragen, etwa zu fehlendem Werkzeug, erhielt ich häufig keine klare oder zeitnahe Rückmeldung.
Die Hierarchie zwischen Eigentümerfamilie und Angestellten war sehr deutlich spürbar.
Interessante Aufgaben
Die Arbeit mit Tieren hat definitiv schöne Seiten und kann sehr erfüllend sein. Gleichzeitig besteht ein großer Teil der Tätigkeit aus körperlich anspruchsvoller und wenig abwechslungsreicher Routinearbeit, wie der täglichen Gehegereinigung.