Jahrelanges Missmanagement, Outsourcing und Umzug nach Esslingen ab 2025 führte zu massiven Arbeitsplätzeabbau
Gut am Arbeitgeber finde ich
Gehalt nach IG-Metall Tarif, und am Ende auch die 30 Tage Urlaub mit 8 T-Zug Tagen.
Zusammenhalt der Produktionsmitarbeitern war top.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die kompletten Outsourcing Prozesse und das daran festhalten obwohl es nachweisbar die falschen Entscheidungsprozesse waren. Fehlende Konsequenzen in der Management- und Führungsebene für katastrophale Outsourcing Pläne, wo die Firma noch draufzahlt für massive Qualitätsprobleme die durch die zusätzlichen Zulieferer bedingt unausweichlich entstanden sind.
Der Beltantrieb wird keinen Erfolg haben, wenn der gleiche Antrieb bereits bei der Konkurrenz gescheitert ist. Verbesserungsvorschläge wurden ja jahrelang verschlafen und ignoriert.
Verbesserungsvorschläge
Die Firma kann durch die Umstellung auf einen Beltantrieb, der bereits bei der Konkurrenz schon gescheitert ist nicht mehr gerettet werden.
Das Verhältnis von Büro- zu Produktionsmitarbeitern steht schon lange nicht mehr in einem guten Verhältnis. Das Geld wird definitiv in der Produktion verdient.
Die komplette Managementebene wurde schon paarmal ausgetauscht ohne Erfolg, die Führungsebene, die den Outsourcingprozess vorangetrieben haben sind längst ausgeschieden aus dem Unternehmen, und haben nichts mehr zu befürchten. Verbesserungsvorschläge von Produktionsmitarbeitern hätte man anhören und annehmen sollen, das hätte Erfolg und eine gute Perspektive für die Zukunft ermöglicht.
Arbeitsatmosphäre
Gelobt wurde so gut wie nie. In Mitarbeitergesprächen wurde nur immer mehr verlangt zu tun, was alles Aufgaben der Führungskräfte sind, sodass diese von ihren bequemen Sitzarbeitsplatz nicht mal mehr aufstehen müssen.
Image
In der Außenwirkung eher Schlecht als Gut. Auch die Schlechte Zahlungsmoral des Unternehmens wenn es geht Rechnungen pünktlich und komplett an Zulieferer oder Servicetechniker für Maschinenreparaturen zu zahlen tragen zum schlechten Image bei. Der Verkauf der Aufzugssparte von ThyssenKrupp an Investoren war zwar kurzfristig lukrativ, doch der Investor wollte immer mehr eine höhere Rendite mit weniger Input erzielen. Das geht nicht lange gut, und kippt die Stimmung innerhalb der Belegschaft. Qualität hat immer nachgelassen intern als auch extern durch viele Lunkerteile von Zulieferern
Work-Life-Balance
Ergänzungstarifvertrag zum IG-Metall Tarif teuer erkauft durch die Standortsicherung, hat am Ende nichts gebracht, bedingt durch den Umzug nach Esslingen.
Viel Samstagsarbeit stand auf der Agenda würde aber auch gut vergütet.
Karriere/Weiterbildung
Nur mit Vitamin B hat man Chancen in der Karriereleiter höher zu kommen, Qualifikation und Fachwissen ist definitiv nicht entscheidend, sondern nur wenn man die Führungsebene lobt und Fehler mit vertuschen kann.
Gehalt/Benefits
Durch IG-Metall Tarif kann man davon leben, doch die Einstufung der Mitarbeiter in den Entgeltstufen ist nicht nach Flexibilität und Leistung erfolgt sondern nach Gesichtsfaktor. Je mehr man konnte, umso mehr Zusatzaufgaben sollte man nebenher noch mitmachen, ohne dass sich das auf das Leistungsentgelt oder das Grundgehalt ausgewirkt hätte.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mit dem Ende hin, besser geworden Protokolle wurden digitalisiert, obwohl dies auch mit sehr vielen Problemen verbunden war. Handscanner zum Aufträge Rückmelden waren sehr hilfreich, Aufträge wurden trotzdem in Papierformat rausgegeben, öfters auch Duplikate gehabt, was nichts mit Umweltbewusstsein zu tun hat.
Kollegenzusammenhalt
Hat die Firma bis zum Ende am Leben gehalten, die guten Leute sind längst alle weg, bzw. gehen jetzt zum Jahresende 2024.
Flexibilität, Hilfsbereitschaft und Einsatzbereitschaft war innerhalb des Kollegiums top.
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrungen wurden mit jüngeren Mitarbeitern geteilt, aber seitens der Führungskräfte wurden ältere Mitarbeiter nicht so sehr geschätzt, aufgrund der geringeren Leistungen und der altersbedingten geringeren Lernbereitschaft
Vorgesetztenverhalten
Habe viele Vorgesetzte kommen und gehen sehen, nur einer hatte die gewisse Fachkompetenz und menschliche Art mit Mitarbeitern umzugehen, doch der ist inzwischen auch weg, weil er nicht ins Unternehmenszielbild passte.
Nur durch Vetterleswirtschaft in der Führungsebene untereinander und der Schichtverantwortlichen die außerordentliches leisten mussten, hat die Firma so lange gut existieren können.
Arbeitsbedingungen
PCs waren nicht auf dem aktuellen Stand, mehrere IT Probleme mit SAP Software, Labeldrucken usw. mussten vom Mitarbeiter gelöst werden und nicht von den IT Leuten. Durch das Outsourcing der Lohn Buchhaltung nach Ungarn gab es immer wieder massiv Probleme wenn was nicht gestimmt hat. Führungskräfte waren mit dem Ticket System stellenweise auch überfordert. Im Sommer in den Produktionshallen bedingt durch den Maschinenpark stellenweise unerträglich heiß, auch in Früh/Nachtschicht Betrieb z. B. Lackierkabine kaum Besserung. Führungskräfte saßen derweil immer in klimatisierten Büros und hatten Nullverständnis für das Wohlbefinden der Mitarbeiter.
Kommunikation
Shopfloor Runden wurden immer mehr, auch in Meistershopfloors wurden einfache Mitarbeiter mit hineingezogen weil die eigentlichen Führungskräfte oftmals mit Abwesenheit Krank/Urlaub glänzten.
Wichtige Infos sind nur über den Flurfunk von den Mitarbeitern aufgeschnappt worden und nicht über Shopfloors.
Gleichberechtigung
Frauenquote in der Produktion war gering, aber Gleichberechtigung war durchaus gegeben
Interessante Aufgaben
Habe mehrere verschiedene Arbeitsplätze gehabt, dadurch war es interessant, doch um höhere Stellen zu bekommen, trotz mehrerer Bewerbungsprozesse entscheidet nicht die Qualifikation des Mitarbeiters sondern der Gesichtsfaktor oder Schmeichler.

