Die schöne Fassade brökelt immer weiter...
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Management hat leider keine Ahnung von Wertschätzung. Es wird gerne so getan als wenn Probleme gesehen werden, aber diese werden in der Regel nochmal verschlimmert. Die Stimmung ist weltweit miserabel. Es besteht kein Interesse an einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe seitens der Firma. Mitarbeiter verschwinden komischerweise andauernd und werden trotz guten Leistungen aus der Firma geworfen. Mitarbeiter sind auf Fahrten mit dem Auto scheinbar nicht versichert und zahlen diese in vertriebstätigkeiten, da scheinbar kein Geld vorhanden ist in der Firma....
Verbesserungsvorschläge
Die Kommunikation im Unternehmen könnte deutlich verbessert werden. Eine ehrlichere Kommunikation, in der Probleme nicht immer nur beschönigt werden, wäre wünschenswert. Bei Problemen sollte nicht die Antwort sein: "Wem es nicht passt, der soll halt kündigen." Besonders bei Zielerhöhungen, welche effektiv eine Lohnkürzung bedeuten. Mitarbeiter sollten nicht strukturell benachteiligt werden gegenüber anderen Mitarbeitern.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist oftmals von erheblicher Anspannung geprägt. Dies resultiert primär aus Management-Entscheidungen, die direkten Einfluss auf die finanzielle Situation der Mitarbeitenden haben. Beispiele hierfür sind Änderungen bei Bonuszahlungen oder das wiederholte Infragestellen von Mitarbeiterbudgets.
Besonders im Außendienst ist die Situation herausfordernd: Trotz eines bereits auf dem absoluten Minimum angesetzten Budgets, wodurch die Mitarbeitenden ihren Job komplett mit dem Fahrrad oder öffentlichen Verkehrsmitteln erledigen, werden kontinuierlich Gespräche über weitere Einsparungen geführt. Dies steht im krassen Gegensatz zu Erfahrungen in anderen Vertriebsjobs, wo oft ein wesentlich größerer Spielraum besteht.
Die Begründung, dass Firmenfahrzeuge nicht B-Corp-konform seien (im Kontext von Too Good To Go), trägt zusätzlich zur Frustration bei, da es den Eindruck erweckt, dass hier an der falschen Stelle gespart wird und die Arbeitsbedingungen unnötig erschwert werden.
Hinzu kommt, dass eine theoretisch freie Zeiteinteilung zwar möglich ist, Meetings jedoch häufig an den Tagesbeginn oder das Tagesende gelegt werden, was die Flexibilität stark einschränkt.
Image
Das Image des Unternehmens ist nach außen hin oft positiv. Es gibt jedoch auch viele kritische Stimmen, die einem begegnen können, diese sind allerdings in der Minderheit. In einem Unternehmen in dem den Mitarbeitern nach außen ein hoher Wert zu gesprochen wird ist es schade, dass Veranstaltungen für Mitarbeiter deutlich eingekürzt werden. Das Image wird nach und nach schlechter, da Gewinnmaximierung im Fokus steht. Dies ist auch bei Kunden und Partnerbetrieben angekommen.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance in der Firma ist insgesamt als recht gut zu bewerten, und die Arbeitszeit kann relativ frei eingeteilt werden. Allerdings wird diese Flexibilität teilweise durch die Meeting-Kultur eingeschränkt, da Besprechungen gerne an den Tagesanfang und das Ende des Tages gelegt werden.
Karriere/Weiterbildung
Leider gibt es in der Firma kaum Möglichkeiten zur Weiterentwicklung. Ein Aufstieg zum Senior bedeutet oftmals lediglich, den gleichen Job mit einem anderen Titel zu bekleiden.
Gehalt/Benefits
Das Grundgehalt ist für den Job in Ordnung, liegt jedoch leicht unter dem Niveau anderer Unternehmen der Branche. Der Bonus beträgt im Vergleich zu ähnlichen Unternehmen nur etwa ein Drittel. Die Ziele werden seit der neuen Geschäftsführung regelmäßig angepasst.
Bei den Sozialleistungen werden ein Homeoffice-Zuschuss von 50 Euro sowie ein monatlicher Gutschein über 50 Euro angeboten, der bei verschiedenen Einzelhändlern eingelöst werden kann. Zusätzlich gibt es ein jährliches Gutscheinbudget von 60 Euro für die Nutzung der eigenen App.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Dieser Aspekt wird im Unternehmen oftmals vorgeschoben, um Kosten zu sparen. Grundsätzlich ist das Unternehmen jedoch recht bedacht auf die Umwelt und leistet mit seinem Kernprodukt einen wichtigen Beitrag zur Müllreduzierung.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter den Kolleg:innen ist generell recht gut, zumindest auf einer bekannten- oder freundschaftlichen Ebene. Wenn es jedoch darum geht, wirklich füreinander einzustehen oder sich gegenseitig zu unterstützen, bröckelt der Zusammenhalt leider oft. Dies äußert sich häufig im Fiebern um Gebiete oder "Signs", was den Wettbewerb untereinander verstärkt und dem Teamgeist schadet.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Unternehmen sind sehr wenige ältere Kolleg:innen zu finden. Dies könnte daran liegen, dass diese vermutlich viele der hier herrschenden Zustände nicht akzeptieren würden.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der direkten Vorgesetzten schwankt zwischen verständnisvoll und komplett unpassend. Insbesondere fällt auf, dass manche Manager:innen oft einen "unpassenden Ton" bemängeln, dies jedoch selbst in einem extrem unpassenden Ton tun. Aktuell werden viele Mitarbeiter gegangen. Das Unternehmen befindet sich in einer Restrukturierung.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind grundsätzlich gut. Die eigene Zeiteinteilung ermöglicht oft ein effektives Arbeiten. Allerdings werden aktuell kleine Extras wie Getränke im Büro stark gekürzt oder ganz gestrichen. Positiv ist die Erhöhung der Urlaubstage von 27 auf 30 Tage. Zuvor gab es zusätzlich zu den 27 Tagen monatlich einen halben freien Tag für "Mental Health", was eine interessante Idee war. Leider durfte dieser Tag teilweise von Kolleg:innen nicht genommen werden, wenn die Zahlen nicht stimmten – also genau dann, wenn er am dringendsten gebraucht worden wäre.
Kommunikation
Die Kommunikation im Unternehmen lässt leider oft zu wünschen übrig. Das Management agiert häufig sehr von oben herab. Es scheint eine Einbahnstraßenkommunikation zu geben: Probleme oder Anliegen dürfen nur von oben nach unten kommuniziert werden. Versuchen Mitarbeitende, Feedback oder Kritik in die andere Richtung – also von unten nach oben – anzubringen, wird dies oftmals als direkter Angriff missverstanden. Ein prägnantes Beispiel dafür war die Bonus-Anpassung, die für die Belegschaft faktisch eine erhebliche Gehaltskürzung darstellte; Diskussionen hierüber wurden nicht konstruktiv aufgenommen.
Ein weiterer Punkt ist das Gefühl vieler Mitarbeitender, nicht ernst genommen zu werden. Angesprochene Probleme werden nahezu immer abgetan.
Gleichberechtigung
In puncto Gleichberechtigung präsentiert sich das Unternehmen sehr modern und fortschrittlich. Allerdings gibt es hier Widersprüche: Die Gender Pay Gap wird immer wieder mit der angeblich größeren Erfahrung der Männer begründet, obwohl für gleiche Jobs leider oft unterschiedliche Gehälter gezahlt werden, auch wenn dies gerne anders dargestellt wird.
Interessante Aufgaben
Da es sich um einen reinen Salesjob handelt, bei dem ein sehr simples Produkt an Geschäfte verkauft wird, sind die Aufgaben sehr wiederkehrend und oftmals nicht besonders herausfordernd. Es gibt keine Verhandlungsmöglichkeiten; die Tätigkeit beschränkt sich weitgehend auf das stumpfe Abarbeiten vorgegebener Prozesse.
