Ihr Unternehmen?

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Too 
Good 
To 
Go 
Deutschland
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Ein Unternehmen im Wandel

2,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Vertrieb / Verkauf bei Too Good To Go Deutschland in Berlin gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre hat sich in den vergangenen Jahren stark gewandelt. Von einer sehr angenehmen und wertschätzenden Atmosphäre, in der viel Raum für persönliche Entwicklung und Wachstum war, hat sie sich hin zu einem sehr engen Korsett entwickelt, in dem aufgrund verschiedener Maßnahmen nur noch wenig Raum für ein schönes Miteinander, aber auch für die persönliche Entwicklung und das Wachstum bleibt.

Image

Das Image nach außen ist super. Man wird eigentlich immer dafür "gefeiert" bei TGTG zu arbeiten.

Work-Life-Balance

Im Grunde hat man eine sehr gute Work-Life-Balance. Je nach Vorgesetzt*in ist diese jedoch etwas unterschiedlich.

Bei den meisten Vorgesetztinnen ist man in der Arbeitsgestaltung sehr frei und dadurch auch sehr flexibel. Arzttermine oder andere wichtige private Termine können jederzeit wahrgenommen werden. Generell wird ein hoher Wert auf die mentale und körperliche Gesundheit gelegt (zumindest bei meinemmeiner Vorgesetzt*in).

Sollte man jedoch mal bei den Zielen hinterherhinken, wird seitens der Vorgesetzt*innen gerne mit viel Druck, aber auch mit persönlicher Enttäuschung reagiert, sodass nicht nur ein Zahlendruck, sondern auch ein persönlicher Druck entsteht. Dies passiert teamübergreifend und auch auf der Managementebene.

Karriere/Weiterbildung

Es gibt bei TGTG einfach kaum bis keine Karrierechancen. Da man nicht einmal vernünftige Gehaltserhöhungen bekommt, schneidet TGTG hier leider extrem schlecht ab.

Externe Weiterbildungen gibt es ebenfalls keine. Es gibt zwar eine interne Lernplattform, diese wird aber kaum bis gar nicht aktiv genutzt. Ansonsten geben die Mitarbeitenden ihr Wissen untereinander selbstständig weiter.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt ist leider eher unterdurchschnittlich (für Sales im Allgemeinen). Es gibt ein gutes Grundgehalt im Vergleich zu anderen Stellen, dafür fällt der Bonus eher klein aus. Dies sorgt natürlich für Demotivation bei den Arbeitnehmenden*, besonders viel zu leisten.

Das Bonussystem, welches mal sehr leistungsgerecht war, wurde und wird regelmäßig (mittlerweile halbjährlich) geändert. Dabei werden immer mehr Faktoren mit aufgenommen, die von den Mitarbeitenden* nicht beeinflusst werden können. Dies erzeugt auch hier das Gefühl, dass Gehaltskürzungen "hinter der Hand" durchgeführt werden.

Dass in Zeiten hoher Inflation und steigender Lebenshaltungskosten keine Gehaltsanpassungen vorgenommen werden, fällt hier leider ebenfalls negativ auf.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Man rettet eine Menge Lebensmittel vor der Mülltonne. Leider ruht man sich mittlerweile darauf aus, dass dies auch reichen müsse. Der Rest des Unternehmens wird zunehmend durchkapitalisiert, wobei soziale und ökologische Gerechtigkeit hinten anstehen (z. B. durch die Nutzung von Amazon-Servern).

Man legt bei TGTG außer auf die Lebensmittelrettung also kein besonderes Augenmerk auf andere Aspekte.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleg*innen ist grundsätzlich sehr gut.

Die meisten haben immer ein offenes Ohr, wobei eine faire und offene Kommunikation an erster Stelle steht. Konstruktive Kritik wird stets gut aufgenommen und auch umgesetzt. Wenn man Hilfe benötigt oder zum Beispiel eine Urlaubsvertretung sucht, finden sich immer Kolleg*innen, die gerne unterstützen oder einspringen. Auch bei Krankheitsausfällen wird die Arbeit gut aufgefangen und vertreten.

Es gibt jedoch ein, zwei Ausnahmen, bei denen man aufpassen muss, wie man bestimmte Themen anspricht, da diese sonst schnell im gesamten Unternehmen die Runde machen.

Umgang mit älteren Kollegen

Es gibt einfach keine "älteren Kolleg*innen".

Vorgesetztenverhalten

Wie bereits beschrieben, ist dies je nach Team sehr unterschiedlich. Leider ist gerade das Management in seinen Aussagen eher unzuverlässig und beschönigt viel zu viel.

Arbeitsbedingungen

Durch recht freie Einteilung der Vertrauensarbeitszeit und ein sehr colles Junges und offenes Miteinander kann man schon sehr angenehm bei TooGoodToGo arbeiten.

Leider führt der aktuell massive Sparkurs im Unternehmen dazu, dass immer mehr Druck aufgebaut wird. Dabei aber viele schöne Benefits (u.A. Team-Events, interne Wettbewerbe, Getränke und Verpflegung im Büro, Co-working Spaces für MA auserhalb von Berlin, Deutschland-Ticket, uvm.) verloren gehen.

Kommunikation

Leider ist auf die Kommunikation des Managements kein Verlass. Es werden immer wieder Entwicklungsmöglichkeiten versprochen und teilweise auch aufgezeigt, die am Ende aber nicht realisiert werden. Generell basiert die Kommunikation weniger auf Fakten als vielmehr auf dem Wunsch, alles möglichst positiv darzustellen. Dabei werden reale Fakten auch schnell verdreht oder anders ausgelegt, als sie tatsächlich sind.

Ein Beispiel dafür sind angebliche Mitarbeiterbefragungen, die als Basis für Entscheidungen genannt werden, obwohl sie nie stattgefunden haben. Auch Aussagen von Vorgesetzten wie „Ich bin mir sicher, dass wir das so nicht kommuniziert haben“ sind typisch. Auf ein „Ich prüfe das noch mal und komme auf dich zurück“ folgt oft keine Antwort, wenn man nicht mehrfach nachfragt.

Generell sind kritische Fragen oder Anregungen unerwünscht. Man wird darum gebeten, solche Fragen nicht in Meetings mit mehreren Mitarbeitenden zu stellen, sondern stattdessen das Eins-zu-eins-Gespräch zu suchen. Einem wird schnell unterstellt, man würde andere Mitarbeiter anstacheln oder Unruhe ins Team bringen.

Positiv: Die Kommunikation ist auf allen Kanälen jung und dynamisch.

Gleichberechtigung

Zuletzt gab es im Unternehmen DE&I-Beauftragte, die ihren Job unfassbar gut gemacht und zu einer ohnehin bereits vorhandenen, guten Gleichberechtigung beigetragen haben.

Leider kippt die Gleichberechtigung aktuell immer mehr. So gibt es eine Gender-Pay-Gap (diese wird banalisiert), Einheitsgehälter wurden abgeschafft und auch Kolleg*innen mit Behinderungen gibt es kaum, beziehungsweise sind mir keine bekannt.

Auch die DE&I-Beauftragten gibt es nicht mehr, da dies eine "ehrenamtliche Stelle" sei, hat sich schlicht und ergreifend niemand gefunden, der bereit ist, diesen Mehraufwand für das Unternehmen zu betreiben, welcher in keiner Art und Weise entlohnt oder berücksichtigt wird. Dabei steht im Vordergrund, dass sich das B-Corp-zertifizierte Unternehmen nach außen mehr als gerne damit schmückt, so divers und vielfältig zu sein, aber nicht bereit ist, hierfür auch wirklich Geld in die Hand zu nehmen.

Das Thema funktioniert also nur deshalb noch gut, weil die Mitarbeitenden Gleichberechtigung leben, und nicht, weil das Unternehmen wirklich aktiv einen Mehrwert (wie z. B. durch Schulungen oder Seminare) schafft.

Interessante Aufgaben

Gerade im Sales-Bereich ist das Arbeiten sehr repetitiv und kann langweilig sein. Man kann sich jedoch jederzeit zusätzliche Aufgaben suchen und diese auch angehen.

Dabei werden neue Themen von den meisten Vorgesetzt*innen gerne aufgenommen. In den meisten Fällen wird man sogar aktiv dabei unterstützt, diese Themen zu bearbeiten (solange ein Mehrwert für das Unternehmen zu erkennen ist).

Schade ist dabei nur, dass von Mitarbeitenden, die diesen Mehraufwand auf sich nehmen, im weiteren Verlauf auch erwartet wird, dass sie dazu bereit sind, diesen immer zu leisten – das Ganze natürlich unbezahlt und ohne entsprechende Perspektiven.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.