Führung durch Kontrolle und Druck – hier zählt nur Vetternwirtschaft
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Gehaltszahlung erfolgt immer absolut pünktlich und zuverlässig. Auch die Abrechnungen sind korrekt und transparent ausgestellt. Der attraktive Mitarbeiterrabatt ist ein echter Pluspunkt. Zudem hat man als Beschäftigter immer wieder die Möglichkeit, das eine oder andere gute Schnäppchen im Markt zu machen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
gnoranz von ganz oben: Die oberen Führungskräfte über dem Marktleiter (wie die Regionalleitung/RVKL) leben absolute Respektlosigkeit vor. Wenn sie im Markt sind, kommt von diesen Ebenen nicht mal ein einfaches „Hallo“ oder ein Gruß für die Mitarbeiter über die Lippen.
Verhalten des Marktleiters: Permanentes Mikromanagement, ständige Kontrollen und totale Bevormundung nehmen einem jegliche Freude an der Arbeit.
Verbesserungsvorschläge
Die Marktleitung sollte dringend eine Kehrtwende im Führungsstil vollziehen. Führung bedeutet, erfahrene Teamleiter zu unterstützen und ihnen Vertrauen entgegenzubringen, statt sie durch permanentes Mikromanagement und Kontrollwahn zu bevormunden.
Compliance & Vorbildfunktion: Die Führungsebene muss interne Richtlinien und professionelle Verhaltensgrenzen im Markt (auch in den Büroräumen) selbst vorleben, anstatt sie bei "Lieblingen" zu ignorieren und bei anderen mit zweierlei Maß zu messen.
Menschlichkeit: Der Umgang mit kranken Mitarbeitern muss respektvoll werden. Druck bei Krankheit aufzubauen, ist menschlich wie professionell ein Armutszeugnis.
Arbeitszeiten: Schichten und Wochenendplanung sollten fair und verlässlich für das gesamte Team gestaltet werden – und nicht willkürlich nach den persönlichen Vorlieben des Marktleiters.
Wer seine Führungskräfte wie Handlanger behandelt und das Betriebsklima so vergiftet, darf sich über Kündigungen und den Verlust von Fachkräften nicht wundern.
Arbeitsatmosphäre
Die Stimmung leidet massiv unter dem Verhalten der Marktleitung. Man geht mit einem unguten Gefühl zur Arbeit, da Fehler gesucht statt Erfolge gesehen werden. Dass man selbst bei gesundheitlichen Problemen und Krankheit stark unter Druck gesetzt wird, schafft eine Atmosphäre der Angst und des permanenten Stresses. Da klare, professionelle Verhaltensgrenzen von oben oft nicht eingehalten werden, fehlt im Markt jegliche Basis für ein respektvolles Miteinander.
Image
Nach außen hin versucht das Unternehmen sich modern, mitarbeiterfreundlich und als großer, sozialer Arbeitgeber zu präsentieren (Stichwort Werbekampagnen). Die Realität im Markt vor Ort sieht jedoch völlig anders aus. Das Image deckt sich absolut nicht mit dem erlebten Mikromanagement und dem mangelhaften Umgang mit den Angestellten.
Work-Life-Balance
Eigentlich sehr schlecht. Der ständige Wechsel zwischen Früh- und Spätschicht zerrt an den Nerven, zumal man nur ein einziges freies Wochenende im Monat hat. Besonders unfair: Während das Team im Schichtsystem verheizt wird, legt sich der Marktleiter seine eigenen Arbeitszeiten völlig willkürlich so, wie es ihm gerade passt. Ein Privatleben ist kaum planbar.
Karriere/Weiterbildung
Echte Weiterentwicklung wird hier im Markt eher blockiert als gefördert. Statt engagierte Führungskräfte aufzubauen und zu unterstützen, wird man durch die ständigen Kontrollen und die Bevormundung des Marktleiters klein gehalten. Wer sich wirklich weiterentwickeln möchte und nach Aufstiegsmöglichkeiten auf Augenhöhe sucht, wird hier enttäuscht und muss sich umorientieren.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt an sich kommt zwar pünktlich, liegt aber für die Verantwortung, die man als Teamleiter trägt, und für das extrem hohe Arbeitspensum deutlich zu niedrig. Es gibt keinerlei finanziellen Ausgleich oder echte Anreize für die ständige Mehrarbeit und die extreme Flexibilität, die im Schichtbetrieb verlangt werden.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Sozialbewusstsein ist hier ein absolutes Fremdwort. Ein Unternehmen zeigt soziale Verantwortung vor allem im Umgang mit seinen eigenen Mitarbeitern – und der ist hier mangelhaft. Wenn das Personal bis zum gesundheitlichen Anschlag verheizt wird, Druck bei Krankheit aufgebaut wird und die Marktleitung keinerlei soziale Empathie für die Belastung des Teams zeigt, nützt auch das beste Image nach außen nichts. Verantwortung für Menschen sieht anders aus.
Kollegenzusammenhalt
Leider eine absolute Enttäuschung, weshalb hier nur 1 Stern möglich ist. Viele Kollegen agieren falsch und hinterlistig, echtes Vertrauen kann man nur zu ganz wenigen Personen aufbauen. Besonders auffällig ist das Verhalten auf Führungsebene: Die anderen Teamleiter und Teamleiterinnen sind extrem auf den Marktleiter geprägt. Statt zusammenzuhalten, wird man bei der kleinsten Gelegenheit verpfiffen, nur damit die Betreffenden ihren eigenen Hintern retten. Ein gesundes oder kollegiales Arbeiten ist unter diesen Bedingungen unmöglich.
Umgang mit älteren Kollegen
Es wird kaum ein Unterschied gemacht. Durch den permanenten Personalmangel müssen alle bis zum Anschlag ranklotzen – egal, ob jung oder alt. Es werden vom Marktleiter ohnehin nur Unterschiede zwischen „Lieblingen“ und „Nicht-Lieblingen“ gemacht. Wer nicht zum engeren Kreis gehört, muss einfach funktionieren, ohne dass auf Einschränkungen Rücksicht genommen wird.
Vorgesetztenverhalten
Ein Stern ist hier eigentlich noch zu viel. Statt Vertrauen in erfahrene Führungskräfte zu setzen, regieren ständige Kontrollen, permanentes Mikromanagement und Bevormundung den Alltag. Besonders untragbar ist der Umgang mit Krankmeldungen: Fällt man krankheitsbedingt aus, wird von Seiten der Marktleitung sofort enormer psychischer Druck aufgebaut, anstatt die Genesung zu respektieren. Gleichzeitig wird vom Team absolute Regeltreue gefordert, während auf Ebene der Marktleitung selbst grundlegendste Verhaltensgrenzen und interne Richtlinien missachtet werden. Konstruktive Führung sieht anders aus – hier wird Druck nach unten weitergegeben, anstatt Vorbild zu sein.
Arbeitsbedingungen
Extrem schlecht. Manchen Verantwortungsbereichen wird fortlaufend Personal abgezogen, während das Arbeitspensum immer weiter steigt. Das führt zu einer massiven, dauerhaften Überlastung des verbleibenden Teams. Dass man hier als Führungskraft gesundheitlich komplett verheizt wird, nimmt der Marktleiter bewusst in Kauf.
Kommunikation
Sehr mangelhaft. Eine offene oder ehrliche Kommunikation auf Augenhöhe existiert nicht. Wichtige Entscheidungen, wie das kurzfristige Abziehen von Personal, werden über die Köpfe der Teamleiter hinweg gefällt, ohne die logistischen Konsequenzen zu bedenken. Gleichzeitig beschränkt sich der Austausch von oben meist auf reine Kontrolle und Vorgaben, während echtes Feedback oder ein lösungsorientiertes Gespräch komplett fehlen.
Gleichberechtigung
Gibt es hier leider nur auf dem Papier, da ganz offensichtlich mit zweierlei Maß gemessen wird. Während vom normalen Team absolute Regeltreue, lückenlose Dokumentation und endlose Flexibilität verlangt werden, wird bei bestimmten, „bevorzugten“ Personen aus dem direkten Umfeld der Marktleitung weggeschaut. Selbst bei massiven Verstößen gegen interne Richtlinien, Compliance-Vorgaben oder den professionellen Verhaltenskodex in den Büroräumen passiert nichts, während andere bei der kleinsten Gelegenheit gemaßregelt werden. Eine faire und gleichberechtigte Behandlung aller Mitarbeiter sieht völlig anders aus.
Interessante Aufgaben
Die eigentlichen Aufgaben als Teamleiter sind abwechslungsreich, fordernd und bringen von Haus aus viel Potenzial mit. Es gäbe eigentlich genug Raum für eigenverantwortliches Arbeiten. Leider wird dieser positive Aspekt im Alltag massiv ausgebremst, da einem durch das permanente Mikromanagement und die ständige Einmischung von oben jeglicher echter Gestaltungsspielraum genommen wird. Am Ende bleibt es ein solider Aufgabenbereich, den man aber nicht so ausfüllen darf, wie es nötig wäre.


