Ihr Unternehmen?

Kein Logo hinterlegt

TRANQUILLO 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Prekäres und wenig wertschätzendes Arbeitsumfeld

1,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat bis 2025 im Bereich Vertrieb / Verkauf bei TRANQUILLO GmbH in Dresden gearbeitet.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist meiner Meinung nach sehr abhängig von den Personen, mit denen man zusammenarbeitet. Ich hatte in all meiner Zeit auch viele liebe Kontakte, aber eben auch Kolleg*innen, deren Verhalten ich als sehr despektierlich empfunden habe. Vor allem aber mit der Filialleitung zu arbeiten war für mich oft unangenehm und ich hatte das Gefühl von oben herab behandelt oder für mein Alter als naiv und unwissend verurteilt zu werden.

Kommunikation

Die Kommunikation habe ich in meiner Zeit als sehr schwach empfunden. Sowohl im Team, als auch bei den Versuchen mit der Chefetage zu kommunizieren.
Im Team wurden Probleme kaum angesprochen und wenn doch, dann in einem sehr unprofessionellen Ton. Ich hatte das Gefühl, dass viel hinter den Rücken der Kolleg*innen geredet wurde und Frust so lange aufgestaut wurde, bis er nicht mehr sachlich kommuniziert werden konnte. Vor allem von Seiten der Filialleitung war die Kommunikation sehr unhöflich - Bitte und Danke habe ich meiner Zeit sehr selten gehört.
Einige Monate bevor ich gekündigt habe, wurde dann auch noch das Verbot ausgesprochen, die Personalabteilung direkt zu kontaktieren. Sämtliche Kommunikation musste über die Filialleitung laufen. Schon zuvor hatte ich das Gefühl, dass diese bei Problemen schlecht zu erreichen und wenig involviert war.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kolleg*innen war meiner Meinung nach eher schwach. In Konfliktsituationen hatte ich oft das Gefühl, dass einzelne Leute an den Pranger gestellt wurden und ihnen dann kaum jemand beiseite stand.
Die Zusammenarbeit während der Schichten war mit den meisten Kolleg*innen aber vollkommen in Ordnung oder sogar schön.

Work-Life-Balance

Ich habe nicht in Vollzeit bei Tranquillo gearbeitet und selbst für mich war die Work-Life-Balance sehr gestört. Urlaub konnte man nicht jederzeit nehmen. Beispielsweise im Dezember war das bei meiner Filialleitung nicht möglich. Außerdem durften nicht mehr als zwei oder drei Leute gleichzeitig Urlaub nehmen. Frei-Wünsche wurden von der Filialleitung meiner Erfahrung nach sehr wenig beachtet, vor allem am Wochenende, sodass man stets bangen musste, ob man bspw. zum Geburtstag eines Familienmitglieds frei bekam.
Außerdem wurden alle Belange in einer WhatsApp-Gruppe kommuniziert, sodass man auch in seiner Freizeit ständig mit Änderungen/ neuen Informationen/ Streitigkeiten etc. bombardiert wurde.

Vorgesetztenverhalten

Die Filialleitung ist meines Empfindens nach keine gute Besetzung für die Position.
Ich hatte immer wieder das Gefühl, dass bestimmte Mitarbeiter*innen besonders bevorzugt wurden (bspw. in Bezug auf die Urlaubs- oder Schichtplanung), während andere vorverurteilt und benachteiligt wurden. Besonders bei einer Person tat es mir sehr leid mit ansehen zu müssen, wie diese von der Filialleitung für alle sichtbar schlechter behandelt wurde.
Dieses parteiische Verhalten hat sich in meinen Augen auch in Konfliktsituationen zwischen Kolleg*innen gezeigt. Bei bestimmten Personen wurde unhöfliches, verletzendes und destruktives Verhalten geduldet, angegriffene Mitarbeiter*innen wurden dann nicht ausreichend in Schutz genommen.
Dienstpläne hat die Filialleitung häufig erst wenige Tage vor dem neuen Monatsanfang fertig gestellt, sodass man kaum im Voraus planen konnte. Frei-Wünsche wurden wenig berücksichtigt.
Wertschätzung oder Lob habe ich in meiner Zeit kaum erfahren, generell wurde sehr unhöflich kommuniziert und am Ende habe ich, wie auch schon viele andere vor mir, nicht mal eine Verabschiedung von der Filialleitung erhalten.

Interessante Aufgaben

Es gab schlicht keine interessanten Aufgaben. In der Arbeitskultur meiner Filiale, wurden Dekorationsaufgaben (bspw. Schaufenster und Umräumen) stets von der Filialleitung übernommen - von den Mitarbeiter*innen war das nicht gerne gesehen. So habe ich mir die meisten meiner Schichten die Beine in den Bauch gestanden, obwohl es meiner Meinung nach genug zu tun gegeben hätte. Neue Ideen wurden oft abgelehnt.

Arbeitsbedingungen

Ich war in meiner Zeit im Tranquillo immer wieder geschockt von den Arbeitsbedingungen. Nicht nur das Probleme mit der Technik von den zuständigen Personen komplett ignoriert wurden und wir uns jahrelang mit kaputter Technik arrangieren mussten, auch auf die körperliche Gesundheit wurde wenig geachtet: Wir haben uns als Team wiederholt bei den Chefs gemeldet und nach einer Klimaanlage/ Kühltürmen/ Lüftungen etc. für den Sommer gefragt, da wir in den Hochsommermonaten teilweise bei über 30 Grad Innentemperatur und stickiger Luft für 8-9 Stunden körperliche Arbeit verrichtet haben. Unsere Anfragen wurden stets abgewiesen.

Gehalt/Benefits

Ich habe vier Jahre lang nur Mindestlohn ausgezahlt bekommen und nur die gesetzliche Mindestmenge an Urlaubstagen erhalten. Kolleg*innen, die länger im Unternehmen gearbeitet haben als ich, haben mir berichtet, dass ihre Gehaltsverhandlungen nicht erfolgreich waren und wenn doch, dann nur für wenige Cents mehr/ Stunde.

Karriere/Weiterbildung

Ich habe nie erlebt, dass sich eine*r meine*r Kolleg*innen weiterbilden durfte oder großartig Karriere im Unternehmen machen konnte.

HilfreichHilfreich?ZustimmenZustimmen?MeldenTeilen
Loading...