Ihr Unternehmen?

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TRI 
Train 
Rental 
GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

TRI – vom Top-Arbeitgeber zum Versuchsobjekt Schweizer Investoren

2,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich Produktion bei TRI Train Rental GmbH in Oedhof bei Eckental gearbeitet.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen sollte sich bewusst machen, wodurch TRI überhaupt erfolgreich geworden ist: die Mitarbeiter. Die wichtigste Ressource war, ist und bleibt das Personal. Wenn es jedoch gelingt, innerhalb kürzester Zeit große Teile der Belegschaft zu frustrieren und zu enttäuschen, wird dies langfristig schwerwiegende Folgen haben.

Viele Mitarbeiter verbinden die positiven Zeiten des Unternehmens vor allem mit der früheren Führung und der deutlich praxisnäheren Zusammenarbeit. Mit dem aktuellen Kurs besteht aus meiner Sicht die Gefahr, dass genau das verloren geht, was TRI ursprünglich besonders gemacht hat.

Derzeit wirkt es leider so, als würde hier eine Geschichte ohne Happy End geschrieben werden.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt von Bürokratie, Stellungnahmen und Meldungen. Als Mitarbeiter im operativen Betrieb fühlt man sich häufig wie ein kleines Licht innerhalb eines großen Verwaltungsapparates mit teilweise intransparenten Prozessen.

Vermeintliche Fehler von Mitarbeitern werden dokumentiert, wodurch schnell das Gefühl entsteht, unter ständiger Beobachtung zu stehen. Dies führt dazu, dass Kollegen Angst entwickeln, Fehler zu machen. Gerade in einem hochsensiblen Bereich wie der Eisenbahn ist eine solche Angstkultur jedoch kontraproduktiv, da sie Unsicherheit fördert und offenes sowie souveränes Handeln erschwert.

Image

Das Image des Unternehmens lässt sich aus meiner Sicht gut mit „Außen hui, innen pfuii" beschreiben. Nach außen präsentiert man sich als führender Anbieter im Ersatzverkehr und großer Marktteilnehmer.

Intern entsteht jedoch häufig ein anderes Bild: mangelnde Zusammenarbeit, viele unterschiedliche Interessen und Bereiche, die eher gegeneinander als miteinander arbeiten.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance ist insgesamt ausgeglichen. Als Erbringer von Verkehrsleistungen im Ersatzverkehr sollte jedem Mitarbeiter jedoch von Beginn an klar sein, dass es keine vollständige Planbarkeit geben kann.

Auf Ruhetagswünsche wird nur teilweise eingegangen, auch die Urlaubsplanung ist insgesamt schwierig. Dabei hängt vieles vom jeweiligen Personalplaner ab.

Ein jüngerer Kollege aus der Personalplanung war stets bemüht, eine gute Work-Life-Balance zu ermöglichen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden. Sein erster Satz bei meiner Einstellung war: „Ich verplane dich so, als müsste ich die Dienste selbst fahren.“ Genau das hat man auch gemerkt: gleichmäßige Rhythmen, die Berücksichtigung von Ruhewünschen sowie Wünsche hinsichtlich des Dienstbeginns wurden nach Möglichkeit eingehalten.

Ein anderer Mitarbeiter war diesbezüglich leider das komplette Gegenteil: Anrufe auf dem Diensthandy trotz Frei- oder Urlaubstagen, Ablehnung von Ruhewünschen, knappe Übergänge sowie eine wenig transparente Dienstplanung. Teilweise entstand dabei der Eindruck, dass die Position und die damit verbundene Macht ausgenutzt wurden.

Karriere/Weiterbildung

Karriere machen vor allem die Personen, die gut vernetzt sind oder von den richtigen Leuten unterstützt werden. Für normale Mitarbeiter aus dem operativen Betrieb wirken Aufstiegsmöglichkeiten unter der neuen Geschäftsführung nur noch eingeschränkt vorhanden. Der Führungskreis erscheint vielen Mitarbeitern sehr geschlossen, wodurch praktische Erfahrungen aus dem Betrieb kaum noch Gehör finden.

Unter der früheren Geschäftsführung wurde Mitarbeitern deutlich mehr Möglichkeit gegeben, sich weiterzuentwickeln und Verantwortung zu übernehmen. Dieser offene Umgang mit Entwicklungschancen ist heute aus meiner Sicht kaum noch vorhanden.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt wirkt auf den ersten Blick attraktiv, relativiert sich bei genauerem Hinsehen jedoch deutlich. Die gezahlten Zulagen sind aus meiner Sicht zu gering und ausbaufähig.

Für das Einspringen an Ruhetagen gibt es keinerlei zusätzliche Entschädigung. Ebenso fehlen Weihnachts- und Urlaubsgeld.

Unter der früheren Geschäftsführung gab es regelmäßig Firmenabende, bei denen Kosten und Verpflegung übernommen wurden. Das wurde von vielen Mitarbeitern als echte Wertschätzung wahrgenommen – insbesondere bei der hohen Belastung und Flexibilität, die im Arbeitsalltag erwartet wird.

Mit der neuen Geschäftsführung wurde dies jedoch eingestellt. Dadurch fehlen inzwischen sowohl finanzielle als auch zwischenmenschliche Anreize, zusätzliche Belastungen oder Mehrarbeit freiwillig zu übernehmen.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es wird insgesamt darauf geachtet, möglichst umweltfreundlich und ressourcenschonend zu arbeiten.

Kollegenzusammenhalt

Der Zusammenhalt unter den Kollegen ist leider stark von Spaltung geprägt. Durch die Unternehmensgröße sowie unterschiedliche Auffassungen über Arbeitsqualität und Einsatzbereitschaft haben sich deutliche Gruppen innerhalb des Unternehmens gebildet.

Es gibt viele engagierte Eisenbahner, die mit großem Einsatz versuchen, den Betrieb am Laufen zu halten und sich gegenseitig unterstützen. Gleichzeitig fehlt es in anderen Bereichen jedoch häufig an Teamgeist, Verantwortungsbewusstsein und gegenseitigem Respekt.

Besonders problematisch ist das Verhältnis zwischen operativem Betrieb und administrativen Bereichen. Entscheidungen und Einschätzungen des Personals vor Ort werden teilweise infrage gestellt, obwohl die tatsächlichen Situationen nicht selbst erlebt wurden. Wertschätzung gegenüber dem operativen Personal ist dabei leider oft nicht erkennbar.

Ein wirklicher Zusammenhalt innerhalb des Unternehmens entsteht so nur eingeschränkt.

Umgang mit älteren Kollegen

Ältere Kollegen, die teilweise als Minijobber eingesetzt werden, werden insgesamt altersgerecht und sinnvoll eingeplant. Es wird darauf geachtet, dass sie nicht die körperlich besonders anstrengenden Rangierdienste übernehmen müssen, sondern eher weniger belastende Tätigkeiten ausführen.

Das ist aus meiner Sicht genau der richtige Weg und zeigt Wertschätzung sowie Dankbarkeit gegenüber erfahrenen Mitarbeitern.

Vorgesetztenverhalten

Früher hatte man bei TRI praxisnahe und erfahrene Vorgesetzte aus dem operativen Eisenbahnbetrieb. Entscheidungen wurden lösungsorientiert getroffen, die Kommunikation war direkt und unkompliziert. Man hatte das Gefühl, von jemandem geführt zu werden, der die Arbeit und die Herausforderungen des Betriebs wirklich versteht.

Im Rahmen der Umstrukturierungen änderte sich dies jedoch deutlich. Der aktuelle Vorgesetzte verfügt selbst weder über praktische Erfahrung als Zugführer noch über die entsprechenden Qualifikationen. Viele Mitarbeiter empfinden ihn deshalb fachlich als ungeeignet für diese Position, wodurch die Führung teilweise unsicher und wenig souverän wirkt.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen sind ausbaufähig. Für operatives Personal fehlen grundlegende Dinge wie Duschen, Umkleiden oder vernünftige Pausenmöglichkeiten. Auch im regulären Liniendienst gibt es teilweise weder Pausenräume noch Toiletten.

Hinzu kommen deutliche Rückstände bei der Instandhaltung der Fahrzeuge. Gemeldete Schäden, beispielsweise defekte Toiletten, bleiben teilweise über Monate bestehen. Der Frust der Fahrgäste landet dadurch häufig beim Personal vor Ort.

Kommunikation

Die Kommunikation der neuen Geschäftsführung ist aus Mitarbeitersicht äußerst unzureichend. Zwar werden während Betriebsversammlungen Fragen beantwortet, jedoch entsteht dabei häufig der Eindruck, dass nicht offen und transparent kommuniziert wird.

Viele Entwicklungen werden seitens der Verantwortlichen beschönigt oder nur sehr oberflächlich dargestellt. Informationen über eine mögliche finanzielle Schieflage oder Gespräche mit Investoren erfährt man teilweise zuerst über außenstehende Personen, während die eigene Belegschaft entweder gar nicht oder nur unvollständig informiert wird.

Trotz erkennbar schwieriger Auftragslage erhält das Personal wiederholt dieselben Aussagen, wonach man sich „vor Aufträgen kaum retten könne“ und zahlreiche Projekte kurz vor dem Abschluss stünden. Dass während laufender Verhandlungen nicht sämtliche Informationen veröffentlicht werden können, ist nachvollziehbar und grundsätzlich auch richtig. Dennoch wäre es in vielen Situationen wichtig, die aktuelle unternehmerische Lage sowie die strategischen Ziele klarer und ehrlicher zu kommunizieren.

Stattdessen entsteht häufig das Gefühl, dass Mitarbeiter Veränderungen stets zuerst über Dritte erfahren und

Gleichberechtigung

Unabhängig von Geschlecht oder Herkunft herrscht aus meiner Sicht keine wirkliche Gleichbehandlung. Bestimmte Mitarbeiter werden bevorzugt und erhalten häufiger die angenehmeren oder interessanteren Dienste.

Neuere Kollegen werden hingegen oft weniger berücksichtigt, wodurch deren fachliche Entwicklung und die Möglichkeit, Erfahrungen zu sammeln, teilweise eingeschränkt werden.

Interessante Aufgaben

Durch die Arbeit im Ersatzverkehr ist der Arbeitsalltag sehr abwechslungsreich. Der Einsatz mit lokbespannten Reisezügen sorgt dafür, dass vieles anders läuft als ursprünglich geplant – genau das macht die Arbeit hier aus.

Ob Rangieren, Kuppeln, Bremsproben oder kleinere technische Arbeiten an Türen und Toiletten: Man hat eigentlich immer etwas zu tun, womit man vorher nicht gerechnet hat. Kein Tag ist wie der andere – genau das hat TRI für viele Mitarbeiter besonders gemacht.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.