Starke Nerven benötigt
Gut am Arbeitgeber finde ich
Da grundsätzlich wenig von den Mitarbeitenden erwartet wird, wird man auch nicht gesteinigt, wenn man sich der Erwartungshaltung anpasst und seinen Einsatz zurückfährt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Zu den oben genannten Punkten ist es grundsätzlich einfach schade, dass man vermeintlich absichtlich jeglichen Fortschritt zu Gunsten des Ergebnisses ausbremsen möchte. Damit wird die Situation langfristig nicht besser. Aber damit reiht sich Trigo auch nur in die Vorgehensweise in der Automobilindustrie ein.
Verbesserungsvorschläge
Das obere Management sollte komplett ersetzt werden. Bindet Mitarbeiter in die Prozesse ein, kommuniziert eine Strategie, schätzt die guten Mitarbeiter wert und fördert eine Kultur, die Zusammenarbeit und Verbesserung ermöglicht. Ersetzt Personen, die nur auf ihre eigenen Vorteile bedacht sind und gegen das Unternehmen arbeiten.
Arbeitsatmosphäre
Vertrauen ist ein Fremdwort, jeder schaute auf seinen eigenen Teller. Eine sinnvolle, abteilungsübergreifende Zusammenarbeit der Teams war kaum möglich, da jeder in seinem Chaos versinkt. Verbesserungsvorschläge wurden nicht ernst genommen. Mitarbeiterumfragen wurden der Gruppe wegen gemacht, Ergebnisse aber nicht zum Anlass für Veränderung genommen. Entwicklung gibt es faktisch nicht, egal wie gut man ist. Wenn man schlau ist, geht man, bevor man sich die Arbeitsweise zu sehr aneignet.
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Als Arbeitgeber ist Trigo relativ unbekannt, wie Trigo bei den Kunden ankommt, kann ich schwer sagen.
Work-Life-Balance
Da man ohnehin nicht gefördert wird, kann man auch ganz gut nur das nötigste machen und sich seine Work-Life Balance selbst organisieren, ohne ein schlechtes Gewissen zu haben (wenn man das mit sich vereinbaren kann). Das könnte man fast schon als positiven Aspekt hervorheben und ist wohl auch mit der Grund, wieso es einige Mitarbeiter hier so lange aushalten. Home Office Richtlinien sind nicht mehr zeitgemäß und die Begründung für die Arbeit im Office sind nicht schlüssig. Dass die Mitarbeitenden der Zentrale mittlerweile nur noch andere Standorte betreuen und keine Mitarbeiter mehr vor Ort sind bzw. Dienstleistungen mehr angeboten werden, außer denen der Zentrale, macht eine Office-Pflicht absolut überflüssig. Vielleicht die einzige Möglichkeit des Managements, noch ein wenig Kontrolle auszuüben. Der Effizienzsteigerung hilft das dennoch nicht.
Karriere/Weiterbildung
Leider aufgrund der Unternehmensstruktur zumindest in der Zentrale nicht möglich und auch nicht gewollt. Wer wirklich etwas reißen möchte, sollte eine Bewerbung bei Trigo überspringen und sich gleich woanders etwas suchen.
Gehalt/Benefits
Kommt auf die Abteilungen an. In der Produktion bzw. im Dienstleistungsbereich natürlich unterirdisch, das ist aber wohl gängige Praxis auch beim Wettbewerb. In der Verwaltung sehr unterschiedlich. Je nachdem wie ernst man seine Arbeit nimmt kann man das Gehalts-/Leistungsverhältnis natürlich auch zu seinem Vorteil drehen. Abseits der monatlichen Zahlungen gibt es keine anderweitigen Benefits außer eine Weihnachtsfeier.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Kann ich wenig dazu sagen außer, dass noch nicht viel Digitalisierung Einzug gehalten hat. Der Geschäftsführer fuhr damals wenigstens einen Hybrid (vermutlich zwar hauptsächlich aus steuerlichen Gründen), den er aber tatsächlich auch am Standort geladen hat.
Kollegenzusammenhalt
Man sitzt im selben Boot, im Team hält man zusammen. Das ist der Grund, wieso viele überhaupt noch da sind.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gibt in der Zentrale kaum ältere Kollegen, da diese schlicht und ergreifend zu teuer wären. Die wenigen, die mal angestellt waren, sind aufgrund der Art und Weise, wie Dinge hier laufen, schnell wieder weg, da man sich das nicht lange anschauen möchte.
Vorgesetztenverhalten
An den Standorten zum Teil sehr gut (je nach Standortleiter), in der Zentrale wirklich unterste Schublade. Management spielt sich auf. Keine Nähe, obwohl die Zentrale nur wenige Mitarbeiter beschäftigt. "Managementparkplätze" waren zu meiner Zeit trotz Parkplatzmangel am Standort freizuhalten, obwohl das Management fast nie da war, sodass der Großteil der Mitarbeiter auf umliegende Parkplätze (mit zum Teil 15 Minuten Fußweg) ausweichen mussten, obwohl de facto freie Parkplätze auf dem Gelände zur Verfügung standen. Arbeiter werden für Hilfsarbeiten herangezogen, für die sie nicht angestellt sind und dann undankbar links liegen gelassen. Dass Mitarbeiterinnen bestimmter Abteilungen aufgrund ihres Aussehens eingestellt und/oder gehalten werden, ist auch innerhalb des Managements ein offenes Geheimnis und wird auch so im Büro kommuniziert. Ändern tut sich daran leider dennoch nichts. Damit verspielt sich das Management jeglichen Respekt der Mitarbeitenden.
Arbeitsbedingungen
Büros sind zu klein, die Arbeitsplätze sind nicht ergonomisch, Stühle alt und durchgesessen. Ergonomische Anpassungen sind nur für die Personen vorgesehen, deren Vorgesetzte sich halbwegs dafür einsetzen und durchsetzen können, Gleichbehandlung ist hier Fehlanzeige. Im Sommer ist das Gebäude ein reinster Backofen, man muss dennoch kommen, denn 100% Home Office ist auch dann nicht gewünscht obwohl es gerade in solchen Situationen möglich wäre, wenn man bei 29 Grad eigentlich nicht mehr im Office sein sollte/dürfte (?). Naja, wenigstens gibt es dann alle paar Wochen mal ein Eis.
Kommunikation
Im Team gut, darüber hinaus wirklich verbesserungsbedürftig. Management ist kaum erreichbar und behandelt Mitarbeitenden zum Teil wirklich herablassend, sodass man aufgibt, nach oben hin zu kommunizieren. Von einer wirklichen Strategie bekommt man als Mitarbeiter nichts mit, vermutlich gibt es auch keine. Gehaltsanpassungen werden über Jahre mit absurden Begründungen so lange verwehrt, bis man droht, zu gehen.
Gleichberechtigung
Dafür, dass am Standort hauptsächlich Frauen beschäftigt werden, geht man mit diesen nicht gerade respektvoll um.
Interessante Aufgaben
Die ersten Monate sind definitiv interessant, wenn man noch nie im Bereich der Dienstleistung gearbeitet hat und sich gerne ansehen möchte, wie Dinge nicht laufen sollten und man die Hoffnung hat, dass man Themen voranbringen und Prozesse ändern kann. Nach einigen Monaten merkt man aber schnell, dass sich an der Art und Weise, wie mit Aufgaben und Prozessen umgegangen wird, nichts ändert. Es werden fortlaufend die falschen Entscheidungen getroffen. Dies ist, wenn man einen gewissen Anspruch an seinen Arbeitsplatz hat, nervlich gesehen eine absolute Herausforderung und anstrengender, als eine 50 Stunden Woche in anderen Unternehmen.

