Was wäre wenn…?
Gut am Arbeitgeber finde ich
Nach fast 15 Jahren im Unternehmen war ich insgesamt zufrieden. In den letzten fünf Jahren habe ich allerdings zunehmend eine Verschlechterung wahrgenommen. Grundsätzlich ist es ein guter Arbeitgeber, der sich sozial engagiert, viel für die Region tut und viele Benefits für die Mitarbeitenden bietet – das sollte man nicht vergessen.
Natürlich ist kein Unternehmen perfekt. Ich spreche hier aus meiner persönlichen Erfahrung und Beobachtung über die Jahre. Vor diesem Hintergrund finde ich die aktuelle Entwicklung schade, denn das Unternehmen hat nach wie vor enormes Potenzial. Besonders auffällig ist, dass ein Betriebsrat bisher nicht eingeführt wurde, da er von den Mitarbeitenden nicht gewollt ist.
Ich stehe zu meinen Punkten und werde das Angebot zum nächsten „Roten Sofa“ gerne wahrnehmen, um meine Aussagen näher zu erläutern. Dabei ist mir wichtig zu betonen, dass ich niemanden persönlich angreifen möchte – es handelt sich ausschließlich um meine objektiven Beobachtungen und Einschätzungen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Innerhalb des Lagerbereichs erscheint die Anzahl an Führungskräften derzeit insgesamt sehr hoch. Besonders in der Kommissionierung nehme ich ein Führungsverhalten wahr, das aus meiner Sicht nicht der verantwortungsvollen Rolle einer Führungskraft entspricht. Nach meiner Beobachtung werden Mitarbeitende wiederholt dazu veranlasst, Beschwerden über Kolleginnen und Kollegen bei der Personalabteilung einzureichen. Einzelne Personen werden dabei in einem negativen Licht dargestellt, was das Arbeitsklima beeinträchtigen kann.
Zudem wirkt das Verhältnis zu bestimmten Mitarbeitenden sehr freundschaftlich, was den Eindruck möglicher Bevorzugung entstehen lässt.
Nach meinem Kenntnisstand sollen vertrauliche interne Informationen aus Gesprächen zwischen Bereichsverantwortlichen, Geschäftsführung und Personalabteilung an Mitarbeitende im Lager weitergegeben worden sein. Teilweise soll dies auch das private Umfeld der Führungskraft betroffen haben. Hierdurch seien sensible Themen, wie beispielsweise angebotene Aufhebungsverträge, breiter bekannt geworden. Dieses Verhalten könnte auf einen problematischen Umgang mit vertraulichen Informationen hindeuten.
Darüber hinaus wurde beobachtet, dass die Führungsposition gelegentlich dazu genutzt wird, Mitarbeitende zu privaten Tätigkeiten zu bewegen, etwa beim Errichten von Beeten oder dem Aufbau von Möbeln. Dies kann den Eindruck einer unzulässigen Nutzung einer Machtposition erzeugen.
Es wird zudem wahrgenommen, dass die Führungskraft einen großen Teil ihrer Zeit in der sogenannten Aktionsabteilung verbringt, wo sie mehrfach am Tag Kuchen verzehrt, obwohl zuvor Konflikte mit dieser Abteilung bestanden. Gleichzeitig werden Mitarbeitende offenbar dazu gebracht, negative Informationen über Vorgesetzte oder Kolleginnen und Kollegen weiterzugeben.
Auch kam es zu wiederholten Konflikten mit der verantwortlichen Person im Verpackungsbereich. Dabei entstand aus meiner Sicht der Eindruck, dass versucht wurde, den eigenen Lebensgefährten als mögliche Nachfolge zu positionieren, indem der damalige Verantwortliche öffentlich kritisiert wurde. Ähnliche Situationen wurden auch im Umgang mit weiteren Führungskräften wahrgenommen.
Weiterhin wurde mehrfach beobachtet, dass nach Raucherpausen längere private Gespräche geführt werden, teilweise bis zu einer halben Stunde, während gleichzeitig von anderen Mitarbeitenden erwartet wird, Mehrarbeit zu leisten. Ein zuvor kritisch betrachteter Kollege wurde zudem später wieder stärker eingebunden und offenbar motiviert, Beschwerden gegen seine Führungskraft zu formulieren.
Insgesamt entsteht bei mir der Eindruck, dass die betreffende Führungskraft eine sehr starke Kontrolle über ihre Abteilung ausübt und ihren Einfluss gezielt nutzt. Viele Gespräche mit Kolleginnen und Kollegen legen nahe, dass diese Wahrnehmung im Lagerbereich weit verbreitet ist. Eine umfassende Reaktion seitens der übergeordneten Führung ist nach meinem Kenntnisstand bisher nicht erfolgt.
Nach meiner Beobachtung hat die betreffende Führungskraft viele ihrer Paten ausgetauscht. Die zeitliche Nähe zu negativen Bewertungen auf dieser Plattform legt nahe, dass diese Bewertungen eine wesentliche Rolle bei der Entscheidung gespielt haben könnten, auch wenn dies offiziell als freiwillige Maßnahme dargestellt wird.
Verbesserungsvorschläge
Von einigen Kollegen, deren Beitrag zum Unternehmen als weniger relevant eingeschätzt wurde, wurde bereits auf unterschiedliche Weise Abstand genommen. Da zeitnah ein neuer Investor erwartet wird und erfahrungsgemäß Einsparungen auch beim Personal erfolgen, würde ich nach meiner Einschätzung empfehlen, bei folgenden Kollegen eine Trennung in Erwägung zu ziehen:
- der Großteile BV mit Anhang
Dazu wurde bereits einiges sowohl in internen Gesprächen als auch auf der Plattform.
-
Der Mitarbeiter führt regelmäßig private Gespräche in den Lagergängen und nutzt das Firmentelefon für persönliche Zwecke. Sein Aufgabenbereich umfasst überwiegend das Transportieren von Leerpalletten. Zudem sollte ihm verdeutlicht werden, dass der Betrieb von Flurförderzeugen mit Alkoholkonsum nicht vereinbar ist.
- EX BV
Bei diesem Mitarbeiter besteht Unverständnis über seine weitere Beschäftigung, nachdem er als Führungskraft im Lager unangemessenes Verhalten gezeigt hat, darunter das Versenden von Bildern an Kolleginnen sowie körperliche Vergnügungen während der Arbeitszeit. Er wurde lediglich degradiert, ist jedoch weiterhin im Unternehmen tätig.
- Containerentladung
Es wurde wiederholt an die Vorgesetzten weitergegeben, dass diese beiden Mitarbeitenden die Stempelzeiten nicht exakt einhalten.
Arbeitsatmosphäre
Das kollegiale Umfeld ist derzeit negativ geprägt
Image
Hat in der Region deutlich abgebaut
Work-Life-Balance
Eine Balance zwischen Arbeit und Privatleben ist im Lager nur eingeschränkt möglich
Karriere/Weiterbildung
Im Lagerbereich sind die Aufstiegsmöglichkeiten und Entwicklungsperspektiven naturgemäß begrenzt.
Gehalt/Benefits
Die Gehaltsstruktur und die Vergütung erscheinen im Vergleich zu der Größe des Unternehmens unangemessen
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Es wird darauf geachtet, umweltbewusst zu handeln
Kollegenzusammenhalt
…
Umgang mit älteren Kollegen
Persönliche Verabschiedungen durch die oberste Führung erfolgten bei einigen langjährigen Kollegen nicht, obwohl diese nahezu 40 Jahre im Unternehmen tätig waren.
Vorgesetztenverhalten
defizitär in der Führungskompetenz
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung und Bedingungen im Lager entsprechen aktuellen Standards
Kommunikation
Die Kommunikation ist deutlich besser geworden
Gleichberechtigung
fehlende Chancengleichheit
Interessante Aufgaben
Obwohl das Lager insgesamt positiv ist, sind die Aufgaben eher monoton