Fassade und Realität – Mein persönlicher Rückblick
Gut am Arbeitgeber finde ich
Technische Ausstattung: Die Arbeitsgeräte (Laptops, Monitore) sind modern und auf einem aktuellen Stand, was das tägliche Arbeiten technisch angenehm macht.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Fehlende Sicherheit: In meiner Wahrnehmung herrscht ein Klima der Verunsicherung. Kritik oder das Aufzeigen von Problemen scheint eher negative Konsequenzen nach sich zu ziehen, als dass es als konstruktives Feedback gewertet wird. Dies wird meiner Meinung nach auch deutlich an der Art und Weise wie hier mit Kritik auf Kununu umgegangen wird.
Verbesserungsvorschläge
Führungskultur professionalisieren: Investition in echte Führungskräfteschulungen, um eine gesunde Feedbackkultur und psychologische Sicherheit zu etablieren.
Arbeitsatmosphäre
Ich habe selten ein Arbeitsumfeld erlebt, in dem eine so spürbare Unzufriedenheit unter den Kollegen herrschte. *Diese Stelle musste leider zensiert werden* Dies führte dazu, dass Fachkräfte gefühlt noch mehr Verantwortung und Einarbeitungsaufwand tragen mussten, ohne dass das Pensum sank.
Image
Nach außen hin wird ein sehr modernes und professionelles Bild vermittelt, das jedoch in meiner Wahrnehmung stark von der internen Realität abweicht. Der Fokus scheint massiv auf der glanzvollen Außenwirkung und dem Neukundengeschäft zu liegen, während die tatsächliche Mitarbeiterzufriedenheit gefühlt zweitrangig ist. Es entsteht der Eindruck einer „polierten Fassade“, hinter der man als Angestellter wenig von der modern kommunizierten Unternehmenskultur spürt. Wer die internen Abläufe kennt, nimmt das öffentliche Image leider als wenig authentisch wahr.
Work-Life-Balance
Die Grenze zwischen Arbeit und Privatleben verschwamm in meinem Alltag massiv. Es schien eine implizite Erwartungshaltung zur Selbstausbeutung zu geben. Überstunden sollten nach meiner Erfahrung am besten unsichtbar bleiben und in der Freizeit erledigt werden, um die Zielvorgaben zu erreichen.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt Fortbildungen, diese mussten aber zumindest zu meiner Zeit aus privater Tasche vorgestreckt werden. Die Teilnahme war an einem persönlichen Jahresziel gebunden.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt empfand ich als nicht angemessen im Hinblick auf die extrem hohe Verantwortung und das tägliche Arbeitspensum. In meiner Wahrnehmung steht die Vergütung in keiner gesunden Relation zu dem Druck und der fachlichen Last, die man faktisch schultern muss. Zwar werden kleinere Benefits (wie Gutscheine oder Getränke) angeboten, diese können jedoch die gefühlte Unterbezahlung für die tatsächlich geforderte „High-Performance“ nicht kompensieren. Auch die Bonusziele wirkten auf mich so utopisch gesetzt, dass eine zusätzliche leistungsorientierte Vergütung faktisch unerreichbar schien.
Kollegenzusammenhalt
Den Zusammenhalt unter den Kollegen empfand ich immer als ausgezeichnet. Man hat viel unternommen. Die Kollegen hatten immer ein offenes Ohr und waren offen für Verbesserungen.
Vorgesetztenverhalten
Die Führung agierte in meiner Wahrnehmung oft nach dem Prinzip der selektiven Wahrnehmung. *Diese Stelle musste leider zensiert werden* Anstatt bei Überlastung Unterstützung zu bieten, wurde der Druck subjektiv eher noch erhöht. Die psychologische Sicherheit empfand ich als nicht gegeben: *Diese Stelle musste leider zensiert werden*
Arbeitsbedingungen
Die Ausstattung ist großteils angemessen zu den Aufgaben. Räumlichkeiten sind schön angenehm, sowohl im Office in München als auch in Wolnzach. Leider keine Klimaanlage deswegen ein Punkt Abzug.
Kommunikation
Die Kommunikation empfand ich als einseitig und von Intransparenz geprägt. Man wurde oft vor vollendete Tatsachen gestellt. *Diese Stelle musste leider zensiert werden*
Interessante Aufgaben
Teilweise musste ich aktiv um neue Aufgaben bitten, wenn Projekte stockten, was mir später jedoch negativ ausgelegt wurde. Die Ressourcenverteilung wirkte auf mich oft wenig am tatsächlichen Erfolg der Projekte orientiert.