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Bewertung

Leider kein Ort um sich langfristig wohlzufühlen

1,2
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei Trumpf in Ditzingen gearbeitet.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

TRUMPF verfolgt strategisch fragwürdige Entscheidungen: Programme werden trotz schlechter Erfahrungen weiter nach Indien ausgelagert, wo mangelhafte Programmierkenntnisse regelmäßig zu Qualitätsproblemen führen. Gleichzeitig wird der Wirtschaftsstandort Deutschland vernachlässigt, obwohl er für nachhaltiges, qualitatives Wachstum gestärkt werden müsste. Veraltete Strukturen bleiben unangetastet, und die Gehaltsstruktur ist überzogen – wenn jede neue Stelle mit EG 13 oder 15 besetzt wird, ohne entsprechende Leistung, sind finanzielle Engpässe vorprogrammiert.

Hinzu kommt eine steigende Office-Quote, die unabhängig von Arbeitszeitmodellen durchgedrückt wird. Wer an vier Tagen je 5,5 Stunden arbeitet und täglich eine Stunde pendelt, erlebt diese Regelung als realitätsfern und ineffizient. Flexibilität und Vertrauen fehlen völlig.

Besonders enttäuschend ist der Betriebsrat, der nicht als Interessenvertretung der Mitarbeitenden agiert, sondern als verlängerter Arm der HR. Kritische Themen werden ignoriert, und echte Unterstützung bleibt aus – ein Gremium, das seine Aufgabe längst verloren hat.

Verbesserungsvorschläge

Ich habe den Eindruck, dass TRUMPF dringend eine strategische Neuausrichtung braucht – nicht nur operativ, sondern auch strukturell und kulturell. Statt weiterhin auf fragwürdige Auslagerungen nach Indien zu setzen, bei denen Programme oft mit mangelhaften Programmierkenntnissen entwickelt werden und die Qualität leidet, sollte der Fokus wieder auf den Wirtschaftsstandort Deutschland gelegt werden. Es braucht eine klare Entscheidung für Qualität statt kurzfristiger Kosteneinsparung.

Gleichzeitig muss das Unternehmen den Mut haben, veraltete, historisch gewachsene Strukturen aufzubrechen. Prozesse, die nur aus Gewohnheit bestehen, sollten kritisch hinterfragt und modernisiert werden. Auch die Gehaltsstruktur gehört dazu: Wenn nahezu jede neue Position mit Entgeltgruppe 13 oder 15 besetzt wird – unabhängig von tatsächlicher Leistung oder Verantwortung – führt das zwangsläufig zu finanziellen Engpässen. Eine differenzierte, leistungsorientierte Vergütung wäre nicht nur fairer, sondern auch nachhaltiger. Wachstum darf nicht nur quantitativ, sondern muss vor allem qualitativ erfolgen – mit klarem Blick auf Kompetenz, Effizienz und Zukunftsfähigkeit.

Arbeitsatmosphäre

Ich habe die Arbeitsatmosphäre bei TRUMPF als angespannt und wenig motivierend erlebt. Der Führungsstil wirkte auf mich autoritär, und ich fühlte mich oft nicht wertgeschätzt oder in Entscheidungen einbezogen. Viele Entscheidungen erschienen mir planlos und ohne klare Richtung. Die Kommunikation zwischen den Abteilungen war schlecht organisiert, was regelmäßig zu Missverständnissen und Frustration führte. Ich hatte das Gefühl, dass meine Meinung kaum Gehör fand. Der Leistungsdruck war hoch, während kreative Freiräume und langfristige Perspektiven fehlten. Insgesamt habe ich ein inspirierendes und unterstützendes Arbeitsumfeld vermisst.

Image

Ich habe das Image von TRUMPF als stark geschönt und wenig authentisch erlebt. Nach außen präsentiert sich das Unternehmen als innovativ, familienfreundlich und werteorientiert – doch intern spiegelte sich davon wenig wider. Die Diskrepanz zwischen Außendarstellung und gelebter Realität war für mich deutlich spürbar. Hochglanzkampagnen und Employer-Branding wirkten wie Fassade, hinter der eine konservative, männlich dominierte Unternehmenskultur stand. Besonders irritierend war, wie wenig die kommunizierten Werte wie Gleichberechtigung, Nachhaltigkeit oder Mitarbeiterförderung tatsächlich im Alltag umgesetzt wurden. Das Image diente aus meiner Sicht vor allem der Selbstdarstellung – nicht der ehrlichen Reflexion.

Work-Life-Balance

Ich habe die Work-Life-Balance bei TRUMPF als unausgewogen erlebt. Trotz kommunizierter Flexibilität konnte ich Homeoffice und freie Zeiteinteilung nur eingeschränkt nutzen. Die Arbeitsbelastung war hoch, und Überstunden wurden oft erwartet, ohne dass ein Ausgleich erfolgte. Persönliche Bedürfnisse fanden wenig Beachtung, und ich fühlte mich mit privaten Anliegen nicht ernst genommen. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben kaum gefördert wurde.

Karriere/Weiterbildung

Ich habe die Möglichkeiten zur Karriere und Weiterbildung bei TRUMPF als enttäuschend und wenig zielführend erlebt. Weiterbildungsangebote wirkten zwar auf dem Papier vielfältig, waren aber in der Praxis schwer zugänglich oder wurden nur bestimmten Mitarbeitenden gewährt – oft abhängig von Sympathie oder Position, nicht von Leistung oder Potenzial. Eine strukturierte Personalentwicklung habe ich nicht wahrgenommen, und echte Aufstiegschancen gab es nur für jene, die sich gut mit der Führungsebene vernetzt hatten.

Besonders frustrierend war, dass Weiterbildung zunehmend auf LinkedIn Learning ausgelagert wurde. Statt echter Qualifizierungsmaßnahmen mit anerkannten Zertifikaten gab es meist nur oberflächliche Online-Kurse ohne nachweisbaren Abschluss. Diese wurden zwar als Entwicklung verkauft, hatten aber weder fachlich noch karrieretechnisch spürbare Wirkung. Insgesamt hatte ich den Eindruck, dass persönliche Weiterentwicklung kein strategisches Ziel war, sondern eher eine Alibi-Maßnahme zur Imagepflege.

Kollegenzusammenhalt

Ich habe den kollegialen Zusammenhalt bei TRUMPF als enttäuschend erlebt. Viele Kolleginnen und Kollegen haben eher für sich gearbeitet, statt gemeinsam Lösungen zu finden. Unterstützung im Team war selten, und ich hatte oft das Gefühl, auf mich allein gestellt zu sein. Neue Mitarbeitende wurden kaum integriert oder in der Abteilung vorgestellt, und ein echtes Wir-Gefühl habe ich nie gespürt. Konflikte wurden nicht offen angesprochen, sondern unter den Teppich gekehrt, was das Arbeitsklima zusätzlich belastet hat. Insgesamt habe ich ein distanziertes und wenig solidarisches Miteinander erlebt.

Vorgesetztenverhalten

Ich habe das Verhalten meiner Vorgesetzten bei TRUMPF als belastend und respektlos erlebt. Entscheidungen wurden oft autoritär und ohne Rücksprache getroffen, und ich fühlte mich weder ernst genommen noch wertgeschätzt. In stressigen Situationen wurde der Ton schnell laut – ich habe mehrfach erlebt, wie Vorgesetzte ihre Stimme erhoben und Mitarbeitende angeschrien haben. Kritik wurde selten konstruktiv geäußert, sondern diente eher der Machtdemonstration. Besonders negativ fiel mir eine ausgeprägte männlich geprägte Führungskultur auf, die von Dominanz, Konkurrenzdenken und toxischer Männlichkeit geprägt war. Empathie, Offenheit und Teamgeist blieben dabei auf der Strecke.

Kommunikation

Ich habe die Kommunikation bei TRUMPF als unstrukturiert und wenig transparent erlebt. Informationen wurden oft nur unvollständig oder verspätet weitergegeben, was meine Arbeit erschwert hat. Absprachen zwischen Abteilungen funktionierten schlecht, und ich hatte häufig das Gefühl, dass jeder nur für sich arbeitet. Rückmeldungen waren selten konstruktiv, und wichtige Entscheidungen wurden getroffen, ohne dass ich oder mein Team eingebunden wurden. Insgesamt habe ich die Kommunikationskultur als wenig offen und nicht förderlich für eine gute Zusammenarbeit empfunden.

Gehalt/Benefits

Ich habe das Gehaltssystem bei TRUMPF als intransparent und ungerecht empfunden. Es war für mich nicht nachvollziehbar, wie Gehälter zustande kamen oder warum vergleichbare Positionen unterschiedlich vergütet wurden. Besonders frustrierend war, dass persönliche Beziehungen offenbar mehr Einfluss auf die Bezahlung hatten als Leistung oder Qualifikation. Gehaltserhöhungen blieben selten und wurden kaum kommuniziert, selbst bei hoher Belastung oder guten Ergebnissen. Die angebotenen Sozialleistungen wirkten oberflächlich – Benefits wie Kantine oder Jobrad waren vorhanden, aber wirklich relevante Leistungen zur Altersvorsorge oder Familienförderung fehlten oder waren schwer zugänglich. Insgesamt hatte ich das Gefühl, dass finanzielle Wertschätzung keine Priorität hatte.

Gleichberechtigung

Ich habe Gleichberechtigung bei TRUMPF als eine Illusion erlebt. Hinter der Fassade von Diversity-Initiativen herrschte eine tief verankerte Männerdominanz, die sich in der täglichen Zusammenarbeit, in der Führungskultur und bei Beförderungen deutlich zeigte. Frauen wurden systematisch benachteiligt – ihre Stimmen fanden kaum Gehör, ihre Kompetenzen wurden infrage gestellt, und ihre Karrieren blieben oft auf der Strecke.

Besonders schockierend war die letzte Kündigungswelle: Zahlreiche Mitarbeitende in Elternzeit wurden entlassen, auffällig viele davon waren Frauen. Es wirkte, als sei Mutterschaft ein Makel, nicht etwa ein geschützter Lebensabschnitt. Direkt im Anschluss wurde in Meetings kühl und sachlich darüber diskutiert, wer nun die Aufgaben der gekündigten Kolleginnen übernehmen solle – ohne jegliche Empathie oder kritische Reflexion. Diese Vorgänge haben mir klar gezeigt, dass Gleichberechtigung bei TRUMPF kein gelebter Wert ist, sondern ein PR-Schlagwort, das intern keinerlei Bedeutung hat.

Interessante Aufgaben

Ich habe bei TRUMPF den Eindruck gewonnen, dass es an grundlegender Kompetenz in der Projektleitung fehlt. Es schien, als würde jede Person, die ein PowerPoint-Slide mit einer Zeitschiene erstellen kann, automatisch zur Projektleitung befördert – unabhängig von tatsächlicher Erfahrung oder Führungsqualitäten. Diese oberflächliche Herangehensweise führte regelmäßig zu chaotischen Abläufen, unrealistischen Zeitplänen und mangelhafter Abstimmung im Team. Die Ergebnisse spiegelten genau das wider: ineffiziente Prozesse, verpasste Ziele und Frustration bei allen Beteiligten.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.