Toxisch, Angstkultur und autoritäres Arbeitsumfeld
Verbesserungsvorschläge
Zum jetzigen Zeitpunkt ist es schwer zu glauben, dass sich grundlegend etwas ändern wird, solange es keinen fundamentalen Wandel in der Denkweise der Führung, der Kommunikation und der Unternehmenskultur gibt.
Arbeitsatmosphäre
Die Atmosphäre ist angespannt und geprägt von Kontrolle, Geheimhaltung, Angstkultur und einem autoritären Führungsstil. Flexibilität ist praktisch nicht vorhanden. Mitarbeiter werden zwar aufgrund ihrer Expertise eingestellt, in der Realität wird jedoch erwartet, dass sie einfach genau das tun, was die Gründer vorgeben. Wertschätzung und Vertrauen existieren im Arbeitsalltag kaum. Ironischerweise handelt es sich um ein HR-orientiertes Unternehmen, das Mitarbeiterbenefits verkauft, den eigenen Mitarbeitern jedoch keine nennenswerten Benefits bietet.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen als modern, mitarbeiterorientiert und innovativ. Intern fühlt sich die Realität jedoch völlig anders an. Die hohe Fluktuation und allgemeine Unzufriedenheit zeigen eine deutliche Diskrepanz zwischen dem öffentlichen Image des Unternehmens und der tatsächlichen Mitarbeitererfahrung. Zudem wirkt es nicht so, als würden die Gründer sich wirklich für die öffentliche Wahrnehmung oder diese Bewertungen interessieren. Kritik wird häufig mit Aussagen wie „Menschen verlassen Unternehmen immer verärgert“ abgetan – was eher wie eine Ausrede als eine ehrliche Reflexion wirkt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance hat sich in letzter Zeit deutlich verschlechtert. Homeoffice und Flexibilität werden zunehmend negativ betrachtet, obwohl viele Mitarbeiter lange Arbeitswege haben. Durch Änderungen des Bürostandorts sowie der Homeoffice-Regelungen sind die Arbeitswege für viele Mitarbeiter deutlich länger und komplizierter geworden.
Karriere/Weiterbildung
Es gibt kaum echte Investitionen in Mitarbeiterentwicklung, Weiterbildung oder langfristige Karriereperspektiven. Eigenständiges Denken und professionelle Expertise werden nur dann geschätzt, wenn sie vollständig mit den Ansichten des Managements übereinstimmen. Möglichkeiten für sinnvolle Weiterentwicklung oder berufliches Wachstum sind extrem begrenzt oder praktisch nicht vorhanden.
Gehalt/Benefits
Die Vergütung steht in keinem angemessenen Verhältnis zur Verantwortung, Arbeitsbelastung oder den Erwartungen an die Mitarbeiter. Obwohl das Unternehmen im Bereich HR und Mitarbeiterbenefits tätig ist, bietet es intern keine nennenswerten Benefits an – was im starken Widerspruch zur öffentlichen Positionierung steht.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen als sozial bewusst und menschenorientiert, intern ist davon jedoch wenig zu spüren. Zwischen den öffentlich kommunizierten Werten und dem tatsächlichen Umgang mit Mitarbeitern, Wohlbefinden und Unternehmenskultur besteht eine deutliche Diskrepanz.
Kollegenzusammenhalt
Die Kollegen selbst sind überwiegend freundlich und unterstützend. Allerdings ist die Fluktuation extrem hoch – Mitarbeiter kündigen entweder selbst oder werden entlassen –, wodurch langfristiger Zusammenhalt kaum entstehen kann. Viele Mitarbeiter verbinden sich vor allem durch den konstanten Stress, das fehlende Management und das mangelnde Verständnis beziehungsweise die fehlende Empathie der Gründer.
Umgang mit älteren Kollegen
Erfahrung, Seniorität und unterschiedliche Perspektiven werden kaum wertgeschätzt. Die Unternehmenskultur ist extrem auf die Gründer ausgerichtet, wodurch Mitarbeitern mit Erfahrung oder eigenständigen Meinungen wenig bis gar kein Raum bleibt, sich sinnvoll einzubringen – außer sie stimmen vollständig mit dem Management überein.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungskräfte ist geprägt von Mikromanagement, Kontrolle und einem deutlichen Mangel an Vertrauen gegenüber den Mitarbeitern. Kritik wird häufig unangemessen oder unprofessionell kommuniziert, und viele Mitarbeiter fühlen sich weder unterstützt noch wertgeschätzt oder respektiert. Eigenständiges Denken oder Expertise werden nur akzeptiert, solange sie vollständig mit den Ansichten der Gründer übereinstimmen.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen verschlechtern sich zunehmend. Von Mitarbeitern wird erwartet, dass sie sich ständig an Veränderungen anpassen, ohne Rücksicht auf ihr Wohlbefinden oder ihre persönlichen Umstände. Büroregelungen, Ausstattung und die allgemeine Infrastruktur wirken oft veraltet und unzureichend für ein modernes, mitarbeiterorientiertes Arbeitsumfeld.
Kommunikation
Die interne Kommunikation ist extrem schlecht. Entscheidungen werden ohne Transparenz oder Einbeziehung der Mitarbeiter getroffen, und Veränderungen sind durchgehend einseitig sowie losgelöst von den tatsächlichen Bedürfnissen des Teams. Es wirkt häufig so, als würden sich die Gründer schlicht nicht für das Wohlbefinden oder Feedback der Mitarbeiter interessieren – was angesichts der angeblichen Unternehmenswerte besonders ironisch ist.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung und Fairness scheinen stark von Gründen abzuhängen, die für Mitarbeiter nicht nachvollziehbar sind – professionelle Kriterien wirken dabei jedenfalls nicht ausschlaggebend. Die Geheimhaltung rund um Gehälter verstärkt diesen Eindruck zusätzlich. Professionalität und Gleichbehandlung werden häufig von den persönlichen Präferenzen der Gründer überschattet.
Interessante Aufgaben
Grundsätzlich gäbe es interessante Aufgaben und Projekte mit Potenzial. Allerdings ist die Arbeitsbelastung so hoch und die Prioritäten ändern sich ständig, dass kaum Raum bleibt, wirklich sinnvoll oder nachhaltig an Projekten zu arbeiten. Viele Projekte werden begonnen, aber nicht langfristig weitergeführt.