Überholte Prozesse, Mikromanagement und eine Kultur von gestern.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
UCB wirkt kulturell, menschlich und organisatorisch überholt. Wenn die Unternehmenskultur lediglich aus einer Priorisierungslogik besteht, während im Alltag Kontrolle, Mikromanagement und fehlende Wertschätzung dominieren, läuft etwas grundlegend falsch. Dieses Unternehmen bräuchte dringend eine umfassende Erneuerung – kulturell, prozessual und vor allem, eine echte Vision.
Verbesserungsvorschläge
Das Unternehmen scheint große Schwierigkeiten zu haben, sich selbst zu finden. Zwischen Außendarstellung und gelebtem Alltag klafft eine große Lücke. Eine echte, zeitgemäße Unternehmenskultur ist nicht erkennbar. Stattdessen dominieren alte Denkmuster, Priorisierungslogik und Anpassung. Die sogenannten Kulturattribute bestehen im Wesentlichen aus Anweisungen, wie Prioritäten zu setzen sind. Kultur wird damit nicht als Haltung verstanden, sondern als Regelwerk. Orientierung und gemeinsame Werte bleiben dabei auf der Strecke. Ein oft gehörter Satz von Mitarbeiter*innen lautet: „Das ist halt UCB.“ Dieser Ausspruch steht für eine weit verbreitete Resignation und das Gefühl, dass sich grundlegende Dinge ohnehin nicht ändern lassen.
Verbesserungsvorschlag Leadership: Beim Recruiting von Führungskräften auf social skills achten: Empathie, Kommunikationsstärke, emotionale Intelligenz, Kritikfähigkeit sowie Selbstreflexion. Wenn das "Kind" schon in den Brunnen gefallen ist: "Coaching, coaching, coaching..."
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist geprägt von Kontrolle, Hierarchiedenken und unterschwelliger Angst, „falsch“ aufzufallen. Die Meetingkultur ist zum Teil vollkommen unentspannt.
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Möchte in der Champions League spielen, stolpert aber im Training.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance ist aus meiner Erfahrung katastrophal. Hoher Druck und eine dauerhaft hohe Belastung sind normalisiert. Gleichzeitig nimmt sich niemand die Zeit – oder hat sie überhaupt –, um grundlegende Änderungen herbeizuführen. Das System ist so überlastet und verkrustet, dass eine Verbesserung zwar theoretisch gewollt scheint, praktisch aber nicht stattfindet.
Vorgesetztenverhalten
Ein Teil der Führungskräfte arbeitet noch stark mit Mikromanagement. Eigenverantwortung wird gefordert, aber nicht zugelassen. Kontrolle ersetzt Vertrauen. Zudem fehlt es bei manchen Führungskräften spürbar an sozialen Kompetenzen. Das gelebte Führungsverständnis erinnert häufig an eine 80er-Jahre-Kultur: autoritär, hierarchisch und menschlich wenig zugewandt. Wertschätzung ist kaum vorhanden. Leistung und Engagement werden als selbstverständlich betrachtet, positives Feedback ist selten. Anerkennung ist stark personenabhängig und nicht systemisch verankert. Kommunikation erfolgt überwiegend top-down und wenig transparent. Kritische Fragen oder alternative Sichtweisen sind nicht wirklich erwünscht.
Arbeitsbedingungen
Die Ressourcenplanung ist vollkommen unrealistisch. Projekte und Initiativen werden gestartet, ohne Zeit, Kapazitäten oder Abhängigkeiten realistisch zu berücksichtigen. Überlastung wird systematisch eingeplant und als Normalzustand akzeptiert. Prioritäten wechseln häufig, ohne dass Ressourcen angepasst werden – was zusätzlichen Druck und Frustration erzeugt. Viele Prozesse sind alt, schwerfällig und vollkommen überholt. Manuelle Listen, Parallel-Reports und ineffiziente bzw. fehlende Abstimmungen prägen den Alltag. Moderne Arbeitsweisen fehlen. Das Unternehmen bräuchte dringend eine grundlegende Prozess- und Strukturüberholung.

