Solide Mitarbeiter, aber Optimierungsbedarf in Struktur/Führung und Austausch
Verbesserungsvorschläge
Klare Strukturen schnell zu implizieren wäre hier von Vorteil. Bei dem schnellen Wachstum an Mitarbeitern, blieb dies leider auf der Strecke. Die Bemühungen sind da, allerdings ist der Weg noch eher lang. Außerdem wäre eine klare Hierarchie sinnvoll. Derzeitig wird vermittelt, das man mit gestalten darf, dies wird jedoch nicht ausgelebt. Von Vorteil wäre hier ein klarer Standpunkt, entweder die Einbindung von Mitarbeitern oder eine klare Hierarchie und Entscheidungsgewalt. Ebenso wäre das einführen von klaren Verantwortlichkeiten sinnvoll.
Arbeitsatmosphäre
Lob gegenüber Mitarbeitenden wird im Arbeitsalltag nur selten ausgesprochen. Zwar werden Fairness und Vertrauen grundsätzlich kommuniziert, in der Praxis ist dies jedoch nicht durchgängig erkennbar. Vertrauen ist in gewissen Maßen vorhanden, jedoch sind Projekt- und Bauleitern nur begrenzte Entscheidungsspielräume eingeräumt. Fehlende klare Rahmenbedingungen erschweren eigentständige Entscheidungen im operativen Alltag.
Image
Nach außen wird definitiv anderes vermittelt, als intern.
Work-Life-Balance
Leider wurde eine Kernarbeitszeit, ohne Rücksprache mit den Mitarbeitenden eingeführt. Auch gibt es eine bestimmte vertragliche Regelung, die zu Nachteilen der Angestellten aufgeführt wird, jedoch nicht verhandelbar ist.
Karriere/Weiterbildung
Für einen auserwählten Kreis an Mitarbeitern scheint ein schneller Anstieg auf der Karriereleiter möglich. Ansonsten wird auch hier nur auf Forderung, eventuell eine Weiterbildung bewilligt.
Gehalt/Benefits
Es gibt Aspekte die eventuell noch verbessert werden könnten, beispielsweise ein 13.Monatsgehalt. Fair und für alle. Ansonsten entspricht das Gehalt dem Durchschnitt in der Branche.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
DGNB- und QNG-Zertifizierungen werden hier zwar verfolgt, aber intern entsteht nicht das Gefühl, dass hier die Nachhaltigkeit im Vordergrund steht.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist grundsätzlich gut ausgeprägt. Mitarbeitende unterstützen sich gegenseitig und stehen bei Bedarf mit einem offenen Ohr zur Verfügung.
Vorgesetztenverhalten
Die Verfügbarkeit hält sich in Grenzen. Abteilungsleiter geben sich Mühe im positiven Rahmen Ihrer Möglichkeiten zu handeln. Trotzdem kam es zu Äußerungen, die auf eine geringe Wertschachätzung schließen. Dies war sehr enttäuschend zu hören. Diplomatisch, wertschätzend und pro Mitarbeiter ist was anderes.
Arbeitsbedingungen
Leider ein sehr lautes Büro, es gibt wenig Möglichkeiten sich zurückzuziehen. Auf den Wunsch der Mehrheit, für das neue Büro Trennwände einzuplanen wurde nicht gehört. Persönlich finde ich hier auch den Widerspruch sehr Schade. Den Mitarbeitern wird das Gefühl vermittelt mit entscheiden zu dürfen, allerdings wird dann nicht auf die Mehrheit gehört. Dann lieber keine Einbindung und klare Entscheidungen, als ein pseudo Mitspracherecht.
Kommunikation
Die projektbezogene Kommunikation erfolgt überwiegend in Richtung der höheren Hierarschieebenen. Informationen und Entscheidungen aus diesen Ebenen erreichen die operativen Projekt- und Bauleiter häufig zeitverzögert und in gefilterter Form. Teilweise werden Entscheidungen getroffen, ohne die zuständigen Projektbetreuer im Vorfeld einzubeziehen.
Gleichberechtigung
Der Eindruck kann natürlich täuschen, allerdings sind hauptsächlich männliche Kollegen in kürzester Zeit aufgestiegen und haben Prokura erteilt bekommen. Eine weibliche Führungskraft gibt es in diesem Unternehmen, bei über 100 Mitarbeitern nicht. Hat ein bisschen was, von einem Patriarchat. Bei so einem Unternehmen, welches sich nach außen innovativ gibt, könnte man eigentlich von einer Gleichberechtigung ausgehen. Vielleicht wäre ein:e Gleichberechtigungsbeauftragte:r sinnvoll.
Interessante Aufgaben
Es gibt spannende Projekte, mit denen man sich gerne auseinandersetzt.

