2 Bewertungen von Mitarbeiter:innenkununu Prüfprozess
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2 Mitarbeiter:innen haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 3,2 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
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Die durchwegs tollen Kollegen und gesellschaftlich wichtigen Projekte.
Unter dem früheren Vorstand bestand bei allen Schwierigkeiten zumindest ein respektvoller Umgang, Handlungsspielraum und kein übermäßiger Druck. Mit der aktuellen Führung haben sich Ton und Stil deutlich verschlechtert: Mikromanagement behindert Projekte, und die hohe Fluktuation – allein 2024/2025 verließen sechs oder sieben von ca. 20 Kollegen die Stiftung – verursacht vermeidbare Kosten. Der zunehmend autoritäre Führungsstil und fragwürdige Prioritäten, etwa die häufige Nutzung kostenintensiver Reisemittel, werfen Fragen nach der Angemessenheit im Stiftungsrahmen auf.
Der Vorstand wurde in erster Linie eingesetzt, um die Finanzen zu „straffen“, was dem eigentlichen Zweck einer gemeinnützigen Stiftung widerspricht. Dieses wirtschaftlich geprägte Mindset steht im Konflikt mit den erklärten Werten der Organisation. Eine empathische, werteorientierte Führung, die Mitarbeitende ernst nimmt und respektvoll behandelt, würde vieles zum Positiven verändern.
Eine großartige Belegschaft wird durch den Führungsstil des Vorstands ausgebremst. Druck und Ungleichbehandlung von oben zerstören nachhaltig die Motivation.
Das öffentliche Image der Stiftung ist deutlich positiver als die tatsächlichen internen Verhältnisse.
Die 37,5‑Stunden‑Woche ist grundsätzlich fortschrittlich, verliert jedoch an Bedeutung, da in den Projekten erhebliche Überstunden anfallen und Kollegen wiederholt durch Überlastung ausfallen oder das Haus verlassen oder gegangen werden. Zudem ist die Kommunikation widersprüchlich: Flexibles Homeoffice wird offiziell unterstützt, während der Vorstand gleichzeitig mangelnde Präsenz im Büro bemängelt – obwohl nicht einmal genügend Arbeitsplätze für alle vorhanden sind.
Es bestehen kaum Aufstiegsmöglichkeiten, die Behandlung der Mitarbeitenden ist teils ungleich, und das Budget für Weiterbildungen ist sehr begrenzt.
Das Deutschlandticket wird größtenteils übernommen, weitere Zusatzleistungen gibt es jedoch nicht. Gehälter in ministeriell geförderten Projekten orientieren sich an öffentlichen Tarifverträgen, während andere Mitarbeitende deutlich schlechter gestellt sind. Die Vergütungspraxis ist intransparent, regelmäßige Gehaltserhöhungen oder Inflationsanpassungen fehlen. Der Stifter und der Vorstand zeigen sich in diesen Fragen ausgesprochen zurückhaltend.
Die Projekte sind gesellschaftlich relevant und leisten einen wichtigen Beitrag. Allerdings wird die Nähe zur Wirtschaft mitunter unangemessen stark betont, während das soziale Bewusstsein innerhalb der Organisation selbst nur begrenzt ausgeprägt ist.
Das Kollegium ist engagiert und kompetent, doch die Atmosphäre ist von Zurückhaltung geprägt. Mitarbeitende, die offen Kritik geäußert haben, wurden vom Vorstand explizit aufgefordert, dies zu unterlassen. Dieses Vorgehen und die daraus entstandene Unsicherheit schwächen den Zusammenhalt und die Arbeitskultur spürbar.
Mit dem Übergang von einer Fördertätigkeit zu eigenen Projekten ist die Stiftung deutlich gewachsen. Langjährige Mitarbeitende wurden im Großen und Ganzen fair behandelt, auch wenn im Zuge der Umstrukturierung mehrere erfahrene Kolleginnen und Kollegen das Haus verlassen haben.
Die offiziellen Werte der Stiftung sind überzeugend formuliert, bleiben in der gelebten Praxis jedoch weitgehend wirkungslos. Vom Vorstand gehen wiederholt respektlose Äußerungen und unangemessener Druck aus; konstruktive Kritik wird als Angriff verstanden, und Beteiligungsprozesse wirken eher symbolisch als ernst gemeint. Der neue Vorstand bringt eine stark hierarchische, teils toxische Managementkultur aus der Wirtschaft mit, die den Grundwerten der Stiftung widerspricht.
Das Büro liegt zentral und ist gut ausgestattet, auch wenn nicht genügend Arbeitsplätze für alle vorhanden sind. Der technische Support funktioniert zuverlässig. Durch den vom Stifter veranlassten Umzug verliert der Standort jedoch deutlich an Attraktivität, da sich der Arbeitsweg für viele Mitarbeitende unzumutbar verlängert.
Der Vorstand kommuniziert nur das absolut Notwendige oder ohnehin bereits Offenkundige, betont jedoch regelmäßig – und wenig glaubwürdig – den eigenen Anspruch an Offenheit und Transparenz.
Während meiner Beschäftigungszeit war die Belegschaft ausschließlich weiß, und männliche Mitarbeitende wurden deutlich bevorzugt behandelt. Aspekte von Diversität und Gleichbehandlung fanden in der Praxis kaum Beachtung.
Die Projekte sind inhaltlich interessant und gesellschaftlich relevant, doch es fehlt an strukturierten Möglichkeiten zur Weiterentwicklung und fachlichen Entfaltung.