Große Versprechen, familiäre Außendarstellung - intern große Defizite in Führung + Wertschätzung.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Zusammenarbeit mit bekannten Künstlern sowie die Möglichkeit früh Verantwortung zu übernehmen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Micromanagement, unrealistische Erwartungen, mangelnde Transparenz in schwierigen Situationen, häufig wechselnde Prioritäten sowie eine aus meiner Sicht nicht immer faire und nachvollziehbare Personalführung.
Verbesserungsvorschläge
- Realistischere Personal und Ressourcennplanung
- Führungsebene in Bereichen Mitarbeiterführung, kommunikaion und Leadership weiterentwickeln
- Nachhaltige Prozessverbesserungen statt kurzfristigem Aktionismus
- Leistung konsequenter anerkennen und wertschätzen
Arbeitsatmosphäre
Budgets, timings und Kapazitäten standen in keinem realistischen Verhältnis zu den Erwartungen ans Ergebnis. Unrealistische Timings, kurzfristig wechselnde Prioritäten und fehlende, erfahrene ressourcen führten zu ständigem Zeit- und Leistungsdruck. Man hat das Gefühl, den Anforderungen trotz hohem Einsatz kaum gerecht zu werden = sehr demotivierend.
Für mein Empfinden auch recht hohe Fluktuation. Regelmäßige Kündigungen/Personalwechsel erschwerten den Aufbau stabiler Teams und sorgten intern für unsicherheit.
Image
Nach außen präsentiert sich das Unternehmen modern, familiär und mit starken gelebten Werten. Meine persönliche Erfahrung im Arbeitsalltag hat dieses Bild leider nicht widergespiegelt.
Work-Life-Balance
Homeoffice grundsätzlich möglich. Handhabe erfolgt leider nicht immer einheitlich.
Ständige Erreichbarkeit und spontane Ad-hoc-Einsätze wurden oft als selbstverständlich vorausgesetzt.
Nach außen wird mit „unbegrenzten Urlaubstagen“ geworben, die man wegen des hohen Workloads kaum nutzen konnte.
Karriere/Weiterbildung
Grundsätzlich kann man Weiterbildungen einfordern. Im Arbeitsalltag fehlte jedoch erfahrene fachliche Mentoren. Anstatt gezielt Expertise ins Unternehmen zu holen oder Mitarbeitende strukturiert zu entwickeln, wurde häufig versucht, Lösungen kostengünstig intern abzubilden. Statt nachhaltiger Entwicklung wurden häufig Titel wie "Leiter", "Senior" oder “Director“ an Mitarbeitende vergeben, deren Berufserfahrung noch nicht dem entsprach, was diese Titel üblicherweise erwarten lassen. Dadurch blieben fachliche Entwicklung und Wissenstransfer zurück und die Titel verloren an Aussagekraft. Klare Karrierepfade und strukturierte Weiterentwicklung habe ich vermisst.
Gehalt/Benefits
Gehalt marktüblich. Benefits werden beworben, aber nicht wirklich gelebt.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen wurde viel Wert auf moderne Unternehmenswerte gelegt - wird mmn. nicht wirklich gelebt.
Kollegenzusammenhalt
Zusammenhalt im team war grundsätzlich ok. In stressigen Phasen hat man den hohen Workload gemeinsam aufgefangen. Gleichzeitig hatte ich den Eindruck, dass Kollegen aus dem privaten Umfeld der Geschäftsführung teilweise anders behandelt wurden als übrige Mitarbeitende. Mmn. entstand dadurch ein gefühl von Zwei-Klassen-Kultur.
Umgang mit älteren Kollegen
Nichts besonders aufgefallen, allerdings gibt es auch kaum ältere Kollegen.
Vorgesetztenverhalten
Es wurde hohes Maß an Eigenverantwortung erwartet. Gleichzeitig war das Führungsverhalten aus meiner Sicht häufig von Micromanagement und Aktionismus geprägt. Hab mir mehr Transparenz, Wertschätzung und Führungskompetenz gewünscht.
Arbeitsbedingungen
Moderne Arbeitsmittel waren vorhanden. Allerdings war es im Büro oft viel zu laut, Konzentration Fehlanzeige.
Kommunikation
Entscheidungen wurden häufig kaum erklärt, eingeforderte Feedbackgespräche immer wieder verschoben. Wertschätzung war aus meiner Sicht eines der größten Defizite des Unternehmens.
Klare Briefings waren die Ausnahme. Stattdessen wird häufig auf Zuruf gearbeitet, was zu unnötigen korrekturschleifen, ziellosigkeit, fehlern und frustration führte.
Gleichberechtigung
Mir sind keine Unterschiede aufgrund von Geschlecht aufgefallen.
Interessante Aufgaben
Die Zusammenarbeit mit bekannten Künstlern