TV-L hängt in der Freien und Hansestadt hinterher, Vakanzen werden nicht besetzt
Kommunikation
Die interne Kommunikationskultur verbessert sich mit der Zeit und es wird versucht, die Belegschaft mitzunehmen. Moderne Standards werden nicht erreicht, die Verbesserung wird aber sichtbar fokussiert.
Kollegenzusammenhalt
Durch den Personalmangel rücken teamintern viele näher zusammen, die Fronten zwischen den Fachbereichen erhärten sich aber zusehends.
Work-Life-Balance
Durch die Workload ist die – durch Rahmenbedingungen eigentlich sehr gut und flexibel gestaltbare – Arbeitszeit recht starr und viele Kolleg:innen schleppen die Hälfte ihrer Urlaubsansprüche mit ins jeweilige Folgejahr.
Vorgesetztenverhalten
Sehr unterschiedlich. In einigen Fällen sind einfach die besten / langjährigsten Sachbearbeiter:innen in die Leitung beordert worden, in anderen Fällen sitzen geeignete Persönlichkeiten auf den Stellen.
Interessante Aufgaben
Da extremer Sparkurs angesetzt ist, werden Stellen nicht nachbesetzt. Mit der Zeit arbeiten viele Kolleg:innen in der Verwaltung für zwei Personen oder mehr, wodurch inzwischen viele Prozesse gelähmt sind. In den kommenden Jahren wird sich die Situation voraussichtlich noch deutlich verschlechtern.
Gleichberechtigung
Einige der älteren Gebäude sind nur bedingt barrierefrei, ansonsten wird ein internationales und in den meisten Aspekten diverses Miteinander gelebt.
In Führungspositionen werden im Verhältnis zur Belegschaft noch "zu sehr" durch männliche Kollegen besetzt, ist aber vermutlich eher rückläufig.
Umgang mit älteren Kollegen
Keine Altersteilzeit, sodass Kolleg:innen Sabbaticals nutzen, um eher in den Ruhestand zu gelangen. Die Arbeitslast wird auch hier nicht angepasst, da die Ressourcen zu begrenzt sind.
Arbeitsbedingungen
Man ist leider weit entfernt von wirtschaftlichen Standards. Es laufen stets Projekte, um veraltete oder überlastete Software zu aktualisieren, laufen diese aber häufig über einige Jahre mit dann mäßigem Erfolg. Die Hardwareausstattung in der Verwaltung ist ausreichend bis befriedigend für die Erledigung der Tätigkeiten, bemisst sich aber am Mindestanspruch, den die Software und das Aufgabenfeld erfordern.
Gehalt/Sozialleistungen
Je nach tariflicher Eingruppierung für einige Berufsgruppen vor- für andere eher nachteilhaft. Da es derzeit noch keine Zulage für den teuren Standort Hamburg gibt, hinkt die Vergütung aber stark hinterher. Die Einstufung bei Einstieg aus der Wirtschaft ist m.E. unverschämt.
Image
Nach außen hin "Exzellenz Univerität" oder "Flagship University", die Belegschaft berichtet aber i.d.R. eher negativ über die Arbeitgeberin.
Karriere/Weiterbildung
Sehr breites Fort- und Weiterbildungsangebot durch Uni, Stadt, Erasmus+ und weitere Institutionen. Karriere intern zu machen ist eher schwierig, da freiwerdende Stellen kaum nachbesetzt werden.