Doktorand an der Uni Hamburg zu sein heißt, eigenverantwortlich arbeiten und an aktueller Forschung mitzuwirken
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die individuelle und freie Gestaltungsmöglichkeit, meine Forschung zu organisieren und die Möglichkeit, über sich selbst hinauszuwachsen.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Neben dem Gehalt natürlich, dass nur zeitlich Befristete Verträge geschlossen werden.
Verbesserungsvorschläge
Ein wesentlicher Verbesserungsbedarf besteht bei den Anstellungsbedingungen für Doktoranden. Eine 50%-Stelle mit entsprechend niedrigem Gehalt wird der Qualifikation und Leistung hochmotivierter, bestens ausgebildeter Akademiker nicht gerecht. Wer auf diesem Niveau forscht und wertvolle wissenschaftliche Beiträge leistet, sollte auch finanziell und vertraglich angemessen abgesichert sein und nicht unter dem deutschen Durchschnitt verdienen. Es sollten daher vielleicht weniger, aber dafür besser bezahlte Stellen ausgeschrieben werden.
Arbeitsatmosphäre
Ist vor Allem von den Kollegen abhängig. Ich habe das Glück, mich mit meinen gut zu verstehen!
Image
Die Uni Hamburg ist in der deutschen Unis wohl im oberen Mittelfeld einzuordnen. Als Exzellenz Uni hat sie definitiv Cluster, die auch International konkurrenzfähig sind und auf dem Arbeitsmarkt ist man nach abgeschlossener Promotion auch recht beliebt.
Work-Life-Balance
Als Doktorand wird viel gefordert, das sollte jedem Bewusst sein. Auch nach der regulären Arbeitszeit muss mal gearbeitet werden. Aber auch ich hatte neben dem Job noch genug Zeit für Hobbys, Freunde und Partner
Karriere/Weiterbildung
Das Angebot an Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten ist vielfältig und geht deutlich über die fachliche Qualifikation im Arbeitsalltag hinaus. Neben zahlreichen Sprachkursen gibt es Workshops, die gezielt auf unterschiedliche Aspekte des Berufslebens vorbereiten. So wird sowohl die persönliche als auch die berufliche Entwicklung umfassend unterstützt
Gehalt/Benefits
Der Größte Kritikpunkt. Leider werden Doktoranden noch immer viel zu häufig mit 50% Verträgen angestellt und das auf 3 Jahre befristet. Erwartet wird aber eine 40 Stunden Woche oder mehr. Das ist meiner Meinung nach nicht mehr zeitgemäß. Wer Familie Planen möchte oder schon Kinder hat, sollte das im Auge behalten. Einen positive Entwicklung ist aber, dass seit neustem nur noch mindestens 65% Stellen für wissenschaftliche Mitarbeitende ausgeschrieben werden dürfen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Umwelt- und Sozialbewusstsein ist ausgeprägt und wird aktiv gefördert. Entsprechende Bilanzen werden regelmäßig in Newslettern kommuniziert, sodass alle Mitarbeitenden informiert sind. Zudem werden Workshops zu diesen Themen angeboten, um Wissen zu vertiefen und Engagement zu stärken
Kollegenzusammenhalt
Als Doktoranden sitzen wir im gleichen Boot und es wird schnell klar, dass sich das am einfachsten gemeinsam lenken lässt. Kann aber mit anderen Kollegen natürlich auch anders werden
Umgang mit älteren Kollegen
Der Umgang mit älteren Kollegen ist nach meiner Erfahrung sehr respektvoll und wertschätzend. Die Zusammenarbeit verläuft offen und kollegial. Am treffendsten lässt sich dies jedoch sicherlich aus der Perspektive der älteren Kollegen selbst beurteilen.
Vorgesetztenverhalten
Mein*e Vorgesetze*r (der/ die Professor*in) ist um eine gute Beziehung zu den Doktoranden bemüht und das hat sich auch positiv auf das Arbeitsklima ausgewirkt. Es ist schnell klar geworden, dass man mit Fragen und Problemen nicht alleine gelassen wird.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsmittel sind neu und bei Bedarf wird auch neues Equipment angeschafft. Technischer Support ist vorhanden und hilft schnell. Leider gibt es etwas wenig Büros, so dass es leider vorkommen kann, dass man in einem Büro mit mehreren Kollegen zusammenarbeiten muss. Wen das nicht stört und mit Großraumbüros kein Problem hat, sollte darin aber keinen Kritikpunkt sehen.
Kommunikation
Wegen flachen Hierarchien nur selten problematisch. Komplikationen können schnell aus der Welt geschafft werden
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird hier aktiv gelebt und hat einen hohen Stellenwert im Arbeitsalltag. Entscheidungs- und Beratungsgremien wie der Personalrat sind paritätisch besetzt, was für eine ausgewogene Vertretung sorgt. Dieses Engagement schafft ein faires und respektvolles Arbeitsumfeld für alle. Auch Doktorandenstellen sollen mit einer Frauenquote von mind. 50% vergeben werden.
Interessante Aufgaben
Die (naturwissenschaftliche) Forschung bietet dem Doktoranden hochaktuelle und relevante Fragestellungen, die direkt an der Spitze des wissenschaftlichen Fortschritts liegen. Modernstes Equipment ermöglicht präzise und innovative Experimente. Da man in der Regel an einem selbstgewählten Thema arbeitet, ist die Beschäftigung nicht nur fachlich anspruchsvoll, sondern auch persönlich besonders spannend.