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Bewertung

Kulturclash beim Wandel vom Mittelständler zum Großkonzern – Licht und viel Schatten

2,8
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr bei UNION TANK Eckstein GmbH & Co. KG in Kleinostheim gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die solide Basis an Corporate Benefits (Altersvorsorge, Essenszulage) und vor allem die hochkompetenten, loyalen Kolleginnen und Kollegen auf Teamebene. Fachlich bietet das Umfeld durch die transaktionale DNA im B2B-Zahlungsverkehr eine hervorragende Lernplattform

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Die zunehmend starre Kulturkonvergenz. Die Transformation vom agilen, flexiblen Mittelständler zum durchregulierten Großkonzern läuft sehr holprig. Besondere Härten wie die strikte 3-Tage-Büropflicht und der Umzug nach Frankfurt werden ohne ausreichende Empathie für die Bestandsbelegschaft im Umland durchgesetzt

Verbesserungsvorschläge

Mehr Vertrauen in dezentrale und wirklich flexible Arbeitsmodelle investieren, anstatt auf starre Quoten zu setzen. Der Erfolg eines Standorts bemisst sich an Ergebnissen, nicht an erzwungener Präsenzzeit. Zudem sollte der Kulturclash zwischen französischer Konzernsteuerung und deutschem Mittelstand aktiver moderiert werden, um den massiven Know-how-Verlust durch Fluktuation zu stoppen

Arbeitsatmosphäre

Die Stimmung leidet massiv unter der angehenden Transformation. Der geplante Umzug von Kleinostheim nach Frankfurt und der spürbare Kulturclash durch die französische Konzernmutter belasten das tägliche Miteinander. Die ehemals familiäre Mittelstands-Atmosphäre ist leider einem unterkühlten Konzernklima gewichen

Image

Die Traditionsmarke UTA verliert durch die vollständige Integration in die Edenred-Struktur an eigenem Profil. Karrierepfade sind zwar vorhanden, aber stark bürokratisiert. Richtige strategische Sprünge erfordern oft ein perfektes Manövrieren in der Konzernpolitik

Work-Life-Balance

Gleitzeit und Homeoffice sind zwar theoretisch vorhanden, die geplante starre und kompromisslose Vorgabe von exakt 3 Präsenztagen im Büro pro Woche nimmt dem System jedoch jegliche moderne Flexibilität. Für Pendler aus der Region Kleinostheim/Aschaffenburg wird der anstehende Frankfurt-Umzug hier zu einer echten Belastungsprobe

Gehalt/Benefits

Das Grundgehalt ist marktüblich und die Sozialleistungen (wie die betriebliche Altersvorsorge oder die Edenred Prepaid Karte) sind absolut solide. Der Verlust an Flexibilität schmälert den Gesamtwert des Pakets jedoch ein wenig

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Es gibt die typischen, gut klingenden ESG-Initiativen auf Konzernebene. Dass man jedoch Hunderte von Mitarbeitern durch starre Präsenzvorgaben zu langen Pendelwegen nach Frankfurt zwingt, beißt sich in der Realität ein wenig mit dem grünen Daumen

Kollegenzusammenhalt

Auf Teamebene und unter den alten UTA-Kollegen hält man nach wie vor stark zusammen – das ist das eigentliche Rückgrat des Unternehmens. Allerdings merkt man, dass die anstehenden Veränderungen und Fluktuationen Risse in das Gefüge bringen.

Vorgesetztenverhalten

Das lokale mittlere Management ist oft selbst in der Sandwich-Position gefangen: Sie versuchen, die Teams zu motivieren, müssen aber die starren Vorgaben des internationalen Konzerns durchdrücken. Hier fehlt es der oberen Führungsebene manchmal an Fingerspitzengefühl für die lokale Belegschaft

Arbeitsbedingungen

Die technische Infrastruktur, Hardware und Arbeitsmittel sind auf einem modernen und zuverlässigen Konzernstandard.

Kommunikation

Entscheidungen werden zunehmend rein 'Top-Down' aus Paris durchgegeben. Transparenz bezüglich der strategischen Neuausrichtung und der Standortverlagerung hätte man sich auf lokaler Ebene deutlich nahbarer und offener gewünscht.

Gleichberechtigung

Die formalen Konzern-Richtlinien und Compliance-Vorgaben werden strikt eingehalten. Bei der Transformation und dem geplantem Umzug geraten langjährige, regional verwurzelte Mitarbeiter jedoch strukturell eher ins Hintertreffen gegenüber jüngeren Profilen, die direkt am neuen Standort Frankfurt rekrutiert werden

Interessante Aufgaben

Die Themen sind fachlich hochspannend. Leider werden innovative Produkt-Discovery-Ansätze und die agilen Sprints immer wieder durch schwerfällige, bürokratische Konzern-Governance-Prozesse ausgebremst


Karriere/Weiterbildung

Umgang mit älteren Kollegen

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Arbeitgeber-Kommentar

HR-Team
HR-Team

Vielen Dank für dein ausführliches und differenziertes Feedback. Es freut uns, dass du insbesondere die Kolleginnen und Kollegen, die fachlichen Möglichkeiten sowie unsere Benefits positiv hervorhebst.

Gleichzeitig verstehen wir, dass Veränderungen wie die Weiterentwicklung unserer Arbeitsmodelle und der geplante Umzug von Kleinostheim nach Frankfurt für viele Mitarbeitende Fragen und auch persönliche Herausforderungen mit sich bringen. Uns ist bewusst, dass diese Veränderungen unterschiedlich wahrgenommen werden, und wir nehmen die damit verbundenen Rückmeldungen ernst.

Bei einem Unternehmen in einer internationalen Gruppe verändern sich Strukturen, Prozesse und Zusammenarbeit. Dabei ist es uns wichtig, die Stärken unserer UTA-Kultur zu bewahren und gleichzeitig die Vorteile der internationalen Zusammenarbeit zu nutzen. Der Austausch mit unseren Mitarbeitenden spielt dabei eine wichtige Rolle.

Wir wünschen dir für deinen weiteren beruflichen Weg alles Gute und bedanken uns für deinen Beitrag zu UTA Edenred.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.