Eigenes Denken ist kaum erwünscht, Mikromanagement dominiert, Teamgedanke wird wenig gelebt.
Gut am Arbeitgeber finde ich
Grundsätzlich gibt es moderne Themen und den Anspruch, zeitgemäß zu arbeiten (z.B. agile Formate/Tools). Das Potenzial ist da – in meinem Bereich wurde es jedoch nicht konsequent umgesetzt.“
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Mikromanagement, Blame-Kultur, intransparente Kommunikation/Flurfunk, häufige Richtungswechsel und fehlende Abgrenzung bei Erreichbarkeit, Werte wurden nicht gelebt
Verbesserungsvorschläge
Weniger Kontrolle, mehr Vertrauen; echte Fehlerkultur; agile Prinzipien wirklich leben; klare Regeln zur Erreichbarkeit; Expertise der Teams bei KI/Strategie früh einbinden. Überprüfen, ob Führungskraft (auch VP) die Werte des Unternehmens trägt und ggf. Konsequenzen ziehen
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre habe ich in meinem Bereich als stark belastend erlebt. Es gab häufige Statusabfragen und einen hohen Kontrollgrad, wodurch wenig Raum für eigenverantwortliches Arbeiten blieb. Eigene Ideen wurden selten aufgegriffen oder wertgeschätzt; kreative Lösungsansätze hatten kaum Platz. Zusätzlich gab es viel Flurfunk und spürbare Spannungen, was das Vertrauen im Team weiter reduziert hat.
Image
Nach außen wirkt das Unternehmen modern und ‚agil‘. In meinem Bereich habe ich jedoch eine deutliche Diskrepanz zwischen Außenbild und gelebter Realität erlebt (stark top-down, Mikromanagement, geringe Einbindung der Expertise). Das Image passt aus meiner Sicht nicht zu dem, was intern ankommt.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance war in meinem Umfeld eingeschränkt. Es wurde erwartet, in einer WhatsApp-Gruppe erreichbar zu sein. Grenzen wurden nicht konsequent respektiert; es gab Aussagen in Richtung ‚am Wochenende muss man dann eben durcharbeiten‘. Das hat zu dauerhaftem Druck geführt und erschwert, nach Feierabend wirklich abzuschalten.
Karriere/Weiterbildung
Entwicklungsmöglichkeiten habe ich in meinem Umfeld als begrenzt erlebt. Feedback wurde zwar eingeholt, aber daraus waren über längere Zeit keine sichtbaren Maßnahmen oder Verbesserungen ableitbar. Weiterbildung und echte Förderung wirkten nicht strukturiert; eigene Ideen und Initiative wurden selten aufgegriffen.
Gehalt/Benefits
Für mich hat das Gesamtpaket aus Erwartungen, Arbeitsbelastung und fehlender Abgrenzung (Erreichbarkeit) nicht zum gebotenen Rahmen gepasst. Transparenz und Fairness in der Ausgestaltung wirkten in meinem Umfeld ausbaufähig.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Nach außen gibt es grundsätzlich ein Bewusstsein für Themen wie Nachhaltigkeit und NewWork. In der internen Praxis habe ich jedoch eine Lücke zwischen Anspruch und gelebtem Verhalten beim Thema New Work erlebt – insbesondere im Umgang miteinander (Respekt, Fehlerkultur, psychologische Sicherheit). Dadurch wirkt es nicht überall stimmig.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt hat unter der Kultur gelitten. Durch Lästern, Flurfunk und eine spürbare ‚Absicherungsmentalität‘ war Zusammenarbeit weniger von Vertrauen geprägt. Insgesamt entstand eher ein Klima, in dem man Fehler vermeiden wollte, statt offen miteinander zu arbeiten
Vorgesetztenverhalten
Das Führungsverhalten habe ich als wenig zeitgemäß und stark top-down erlebt. Mikromanagement und häufige Statuskontrollen standen im Vordergrund, statt Vertrauen und Empowerment. Fehler wurden teilweise in Teammeetings öffentlich gesucht und Mitarbeitende dabei bloßgestellt, was ich als sehr belastend empfunden habe (Blame-Kultur). Feedback wurde zwar eingeholt, es waren aber über längere Zeit keine sichtbaren Verbesserungsmaßnahmen erkennbar – trotz wiederholter Rückmeldungen. Agile Prinzipien wurden nach außen gezeigt (z.B. Retros/Tools), im Alltag wirkte es jedoch eher wie ein zusätzliches Kontrollinstrument
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen waren in meinem Umfeld stark von Druck und Kontrolle geprägt. Häufige Statusabfragen, kurzfristige Richtungswechsel und wenig Planungssicherheit haben das Arbeiten unnötig stressig gemacht. Zudem wurde Erreichbarkeit über Feierabend hinaus erwartet (u.a. WhatsApp-Gruppe) und Grenzen wurden nicht konsequent respektiert. Eigenverantwortung und Fokuszeit waren mangels Vertrauen kaum möglich.
Kommunikation
Die Kommunikation war aus meiner Sicht intransparent und stark von informellem Flurfunk geprägt. Im Leadership-Umfeld wurde teils sehr abwertend offen über Mitarbeitende gesprochen, was die Zusammenarbeit belastet hat. Entscheidungen wurden teilweise kurzfristig geändert; ganze Aktivitäten wurden verworfen und durch neue Konzepte ersetzt (u.a. KI-Ansätze), ohne die Fachkompetenz der Mitarbeitenden ausreichend einzubeziehen. Das führte zu Unsicherheit und unnötigen Reibungsverlusten
Interessante Aufgaben
Wenn man alleine denken darf, wären diese sicherlich da

