Ich bin schon sehr lange dabei....und bleibe!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Ich teile nicht jede Meinung des Vorstands. Ich finde es gut, dass man transparent kommuniziert, wo die Reise hingeht. Das "Ziel" ist meist bekannt, doch der Weg ist unbekannt, holprig, und ja einige bleiben auf der Strecke. Wer in der Lage ist, sich selbst und seine Arbeit zu organisieren, immer am Ball zu bleiben versucht und sich nicht versteckt, der kann hier wirklich alt werden. Die Dynamik ist halt anders als in einer Behörde, Dynamik, Veränderung...das zeichnet uns aus.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das Einzige was ich hier anmerken kann....Fehler werden leider "oben" zu spät bemerkt. Hört den Leuten "unten" besser zu. Fehler sind erlaubt, der ein oder andere hätte aber nicht sein müssen, wenn man sich den Markt aus einer anderen Perspektive angesehen hätte.
Verbesserungsvorschläge
Langjährige MA sind auf Dauer finanziell schlechter gestellt, da diese andere Einstiegsgehälter hatten. Die Erfahrung in den Abteilungen, mit langjährigen MAs ist für den "Nachwuchs" unbezahlbar und eine riesen Chance. Diese MAs bilden eine super Basis, werden aber leider zu wenig gesehen. Hier muss unbedingt etwas an den Gehältern getan werden.
Arbeitsatmosphäre
Ich komme gern zur Arbeit, das kann man sicher nicht von jedem sagen. Momentan ist die Lage zwar etwas angespannt, aber Veränderung ist nun mal notwendig, neue Büros an allen Standorten, tolle Kantine, vernetzen immer möglich. Ich fühle mich wohl
Image
die Gehälter sprechen sich halt rum....manchmal wird sogar gelacht.
Work-Life-Balance
geht nicht besser. Verglichen mit "früher" viel entspannter. Kein tägliches Hetzen ins Büro und dann zurück zur Kita. Flexible Arbeitszeitmodelle, eben auch HO-Büro, wie man es am besten benötigt (manchen TLs verlangen allerdings, dass man immer ins Büro kommt, ist aber nicht die Regel).
Karriere/Weiterbildung
Manche machen Karriere, die es besser nicht sollten. Es gibt eigens ein Schulungsportal, Workshops etc. . Man muss die Zeit haben, die Führungskraft muss es befürworten. Ob es dann was nützt, ist nicht gesagt. Der Wille ist da, aber so ganz brauchbar ist das nicht.
Gehalt/Benefits
Betrachtet man nur das Gehalt, dann ist man hier falsch. Seit Jahren Nullrunden, es fehlt immer an Budget. Keine Boni, kein Inflationsausgleich, kein Weihnachtsgeld etc. Wirklich nichts. ABER, Geld ist nicht alles. Ein gutes Klima, ein gutes Team, liebe Kollegen und ein insgesamt wertschätzender Umgang über alle Ebenen sind ebenso wichtig. Man muss es sich also leisten wollen, hier Arbeitsbiene zu sein.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
wird viel gemacht, ob es einen Impact hat weiß ich nicht, das Image ist aber ganz gut.
Kollegenzusammenhalt
Ich bin seit vielen Jahren im Unternehmen, habe die besten Kollegen, auch abteilungsübergreifend. Man muss sich vernetzen, aber das wird einem schon recht einfach gemacht. Die meisten sind offen und immer ansprechbar. Hohes Vertrauen innerhalb des eigenen Teams, ich kann mich immer auf mein Team verlassen, falls ich mal nicht da bin oder ausfalle.
Umgang mit älteren Kollegen
Das Alter spielt wirklich keine Rolle, allerdings sind "Ältere" doch schon öfter benachteiligt, wenn es um die englische Sprache geht.
Vorgesetztenverhalten
nie besser erlebt. Meine Führungskraft vertraut dem Team, ist nah dran, filtert und reflektiert. Auch das ist nicht in allen Abteilungen so. Nicht jeder kann führen, ich habe Glück.
Arbeitsbedingungen
neue Büros, gute HO Ausstattung
Kommunikation
Alles in allem ist sie gut, Vorstand versucht transparent zu sein, wenn man gute Führungskräfte hat, dann läuft es mit der Kommunikation auf den unteren Ebenen. Und im Kollegium sowieso.
Gleichberechtigung
ist schon recht männerdominiert in den höheren Ebenen, die Arbeitsbienen allerdings sind häufiger weiblich.
Interessante Aufgaben
"Interessant" ist nicht das passende Wort. Abwechslungsreich, immer wieder neu, manchmal etwas viel. Es wird nie langweilig, man lernt immer wieder was Neues, vergisst Dinge, die dann aber irgendeiner im Team eben doch noch weiß. Ich mags.

