Ihr Unternehmen?

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GmbH
Bewertung

Ihr Unternehmen?

Diskrepanz zwischen Außenwirkung und interner Führungskultur

1,5
Nicht empfohlen
Ex-Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung nicht mehr im Bereich Marketing / Produktmanagement in Neu-Ulm gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Die Tätigkeiten waren teilweise abwechslungsreich und ermöglichten Einblicke in unterschiedliche Projekte und Veranstaltungsbereiche. Besonders positiv waren für mich die Kolleginnen und Kollegen sowohl vor Ort als auch im Außendienst. Ich habe sie als ausgesprochen freundlich, warmherzig und hilfsbereit erlebt. Der Zusammenhalt untereinander hat den schwierigen Arbeitsalltag zumindest teilweise aufgefangen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Das Führungsverhalten im Marketingbereich empfand ich zunehmend als unangemessen und wenig wertschätzend. Dadurch fehlten mir das notwendige Vertrauen und die Sicherheit, Probleme offen anzusprechen.

Statt einer sachlichen Klärung entstand bei mir wiederholt der Eindruck, dass berufliche Themen auf eine persönliche Ebene verlagert wurden. Dies führte bei mir zu Unsicherheit und emotionaler Belastung und trug nach meiner Wahrnehmung zu einer allgemein angespannten Stimmung bei.

Verbesserungsvorschläge

Die Führungskräfte sollten regelmäßig zu wertschätzender Kommunikation, konstruktivem Feedback, Konfliktlösung und gesundem Führungsverhalten geschult werden. Ebenso wichtig wäre eine ehrliche Reflexion darüber, wie sich das eigene Verhalten auf die Beschäftigten und das Arbeitsklima auswirkt.
Mitarbeitende sollten als wertvolle Menschen wahrgenommen werden, die mit ihren Fähigkeiten, Ideen und ihrem Engagement wesentlich zum Erfolg des Unternehmens beitragen. Sie sollten nicht wie abhängige Arbeitskräfte behandelt werden, über deren Belastbarkeit uneingeschränkt verfügt werden kann und denen gegenüber persönliche oder verletzende Äußerungen folgenlos bleiben. Dazu gehören Kommunikation auf Augenhöhe, Respekt vor persönlichen Grenzen und ein sachlicher, professioneller Umgang mit Fehlern und Kritik.
Zusätzlich wären regelmäßige anonyme Mitarbeiterbefragungen und eine unabhängige Anlaufstelle für Konflikte sinnvoll.

Arbeitsatmosphäre

Meine Bewertung bezieht sich vor allem auf meine Erfahrungen im Marketingbereich. Ich erlebte die Führung im Marketing als sehr engmaschig. Eigene Entscheidungen und Arbeitsweisen wurden aus meiner Sicht häufig hinterfragt, wodurch selbstständiges Arbeiten erschwert wurdet. Dadurch entstand bei mir zunehmend ein Gefühl von Unsicherheit und Anspannung. Entscheidungen und Reaktionen waren für mich teilweise schwer nachvollziehbar und wirkten dadurch willkürlich. Was an einem Tag akzeptiert wurde, konnte zu einem anderen Zeitpunkt unverhältnismäßig kritisiert werden.

Image

Nach außen nahm ich das Unternehmen als stark auf ein positives Image bedacht wahr. Gleichzeitig erlebte ich intern Situationen, in denen ich mir eine offenere und kritischere Auseinandersetzung mit meinen Rückmeldungen gewünscht hätte. Dadurch entstand für mich eine deutliche Diskrepanz zwischen Außenwirkung und meinem persönlichen Arbeitsalltag.

Work-Life-Balance

Eine verlässliche Work-Life-Balance war aus meiner Sicht nur eingeschränkt möglich. Die Aufgabenplanung empfand ich teilweise als sehr kurzfristig. Ich hätte mir eine vorausschauendere Aufgabenverteilung, realistische Prioritäten und mehr Rücksicht auf die persönliche Zeit der Beschäftigten gewünscht.

Karriere/Weiterbildung

Das Arbeitsumfeld im Marketingteam nahm ich während meiner Beschäftigung als unruhig und wenig beständig wahr. Aus meiner Sicht wäre es wichtig, die möglichen Ursachen dafür offen zu untersuchen und Kritik als Gelegenheit zur Verbesserung zu verstehen.

Klare Entwicklungsmöglichkeiten und eine gezielte Förderung habe ich nicht wahrgenommen. Rückmeldungen bezogen sich nach meiner Erfahrung überwiegend auf kleinste "Fehler", während Fortschritte und gute Leistungen wenig Anerkennung fanden. Für Praktikantinnen und Praktikanten fehlte aus meiner Sicht ein angemessener Rahmen, in dem sie lernen und sich entwickeln konnten.

Gehalt/Benefits

Das Gehalt empfand ich angesichts der Anforderungen, des Zeitdrucks und des erwarteten Einsatzes als zu niedrig.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

-

Kollegenzusammenhalt

Positiv hervorheben möchte ich ausdrücklich die Kolleginnen und Kollegen. Ich habe sie als ausgesprochen freundlich, warmherzig und hilfsbereit erlebt. Der kollegiale Zusammenhalt war für mich einer der wenigen stabilen und positiven Aspekte des Arbeitsalltags.

Umgang mit älteren Kollegen

-

Vorgesetztenverhalten

Im Umgang mit meinen Vorgesetzten fehlten mir Vertrauen und Wertschätzung. Erwartungen und Entscheidungen waren für mich nicht immer nachvollziehbar oder einheitlich, wodurch im Arbeitsalltag häufig Unsicherheit entstand.

Kritische Rückmeldungen wurden nach meiner Erfahrung nicht immer sachlich aufgenommen. Statt berufliche Themen lösungsorientiert zu klären, wurde die Kommunikation teilweise persönlich. Einzelne Äußerungen und Reaktionen empfand ich als grenzüberschreitend und verletzend.

Ich hätte mir einen respektvollen Umgang auf Augenhöhe, mehr Vertrauen, konstruktives Feedback und eine stärkere Bereitschaft zur Selbstreflexion gewünscht.

Arbeitsbedingungen

Die technische Ausstattung empfand ich für einige der verlangten Aufgaben als unzureichend. Hinweise auf technische Schwierigkeiten wurden nach meiner Wahrnehmung nicht immer ernst genommen.

Kommunikation

Offene Kritik empfand ich aus meiner Sicht als kaum möglich. Ich hatte nach dem Ansprechen von Problemen den Eindruck, anschließend persönlich stärker im Fokus zu stehen. Auch nach einem von mir sachlich geführten Kritikgespräch hatte ich diesen Eindruck. Im Anschluss an das Gespräch wurden mir Eigenschaften und Verhaltensweisen zugeschrieben, die ich aus meiner Sicht nicht wiedererkannte und als persönlich verletzend empfand. Dadurch entstand bei mir das Gefühl, dass nicht die Kritik selbst, sondern die Person, die sie äußert, zum Problem gemacht wird. Die Kombination aus Mikromanagement, der wahrgenommene Druck und die mangelnder Wertschätzung führte bei mir auf Dauer zu erheblicher emotionaler Erschöpfung.

Gleichberechtigung

Persönliche Grenzen und individuelle Situationen wurden nach meiner Erfahrung nicht ausreichend respektiert. Kommentare zu Gesundheit oder Privatleben empfand ich teilweise als unangemessen. Auch im Umgang mit Praktikant:innen und unerfahrenen Beschäftigten nahm ich den Umgang teilweise als wenig geduldig und wenig wertschätzend wahr. Im Umgang mit Fehlern fehlten mir (besonders für Berufseinsteiger) Geduld und Raum zum Lernen. Diese Erfahrungen habe ich als belastend für den Arbeitsalltag empfunden.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben waren grundsätzlich kreativ und boten teilweise die Möglichkeit, eigene Ideen und Fähigkeiten einzubringen. Aus meiner Sicht ließen die engen Vorgaben und häufigen Eingriffe in meine Arbeitsweise nur wenig Raum für kreatives und selbstständiges Arbeiten. Zudem waren die Tätigkeiten in manchen Phasen sehr eintönig und wenig abwechslungsreich.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.