9 Bewertungen von Bewerbern kununu Prüfprozess
kununu Prüfprozess
9 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Ihr Unternehmen?
kununu Prüfprozess
9 Bewerber haben diesen Arbeitgeber mit durchschnittlich 2,1 Punkten auf einer Skala von 1 bis 5 bewertet.
Das Vorstellungsgespräch habe ich als sehr unangenehm und wenig respektvoll empfunden. Ich wurde mehrfach recht grob unterbrochen, obwohl ich mich auf Aufforderung hin frei vorstellen sollte. Die Atmosphäre wirkte distanziert und teils abwertend, was das Gespräch insgesamt sehr unangenehm gemacht hat. Für mich persönlich war es eine durchweg negative Erfahrung.
Ein respektvoller Austausch auf Augenhöhe wäre wünschenswert - von oben herab zu kommunizieren überzeug niemanden. So gewinnt man garantiert keine neuen Miteinander:innen.
Auf meine Bewerbung kam zügig eine Gesprächseinladung.
Das Gespräch war angenehm und konstruktiv, auf meine eigenen Fragen wurde gut eingegangen.
Ich sollte eine Rückmeldung in den folgenden zwei Wochen erhalten - es sind nun fast zwei Monate vergangen. Das empfinde ich als unprofessionell, eine kurze Absage oder Info über den aktuellen Stand sollte schon möglich sein.
* "Englischkenntnisse wünschenswert" oder "Englischkenntnisse vorteilhaft" steht in der Stellenanzeige und in mehreren Vorstellungsgesprächen stellte man mich als ungebildet dar, weil ich keine verhandlungssicheren Englischkenntnisse mitbringe. Ob ich denn nicht wenigstens viel gereist sei etc. Wenn ein C2-Niveau (Muttersprachler) verlangt wird, gehört das in die Stellenanzeige und dann muss auch die Eingruppierung angepasst werden. Bei einer Stelle hatte ich eine mündliche Zusage und dann wollte man doch lieber noch ein zweites Interview auf Englisch führen, weil am Lehrstuhl nur Englisch gesprochen wird.
* Mir wurde mehrmals nach dem Gespräch versprochen, man melde sich "nächste Woche" bei mir. Ich habe aber nichts mehr gehört. Wie respektlos ist das eigentlich? Und mir wird in einem Gespräch erzählt, wie unzuverlässig die Bewerber sind und manche würden einfach im Bewerbungsgespräch abspringen und sich nicht mehr melden.
* Als absolutes "no go" wurde mir das Verhalten der Vorgängerin genannt. Sie hatte die Professoren nicht jedes Mal, wenn sie sie auf dem Gang gesehen hatte mit ihrem Titel begrüßt. Ein reines "Guten Morgen" ohne Nennung des Titels wäre nicht angemessen in diesem universitären Umfeld... Komisch, an den echten Exzellenz-Unis in München ist man nicht so abgehoben wie hier in der Provinz.
* In den Gesprächen wird viel im Privatleben gestochert. Trotz Teenager-Kindern sollte ich im Detail erklären, wie diese nach der Schule betreut sind, ob es Essen an der Schule gibt oder ob ich das mittags selbst zubereiten müsse, ob mein Mann auf die Kinder aufpasst und was er beruflich macht. Wird Zeit, dass die Elterneigenschaft in das AGG aufgenommen wird. Wer bewirbt sich wohl auf Teilzeitstellen? Das sind in den meisten Fällen wohl Mütter, die hier anscheinend nicht erwünscht sind.
* Bei zwei Lehrstühlen hatte ich mich schon früher mal beworben und wurde ermutigt, mich nochmal, aber auf eine andere Stelle zu bewerben. Mit dem Ergebnis, mich dann gar nicht erst einzuladen.
* Mein aktuelles Highlight war ein kürzliches Interview, wo mir der Professor erzählt hat, dass er für bestimmte Aufgaben, bei denen man technisches Know-How benötigt, nur männliche Bewerber einstellt, weil Frauen anders denken und kein echtes Interesse an logischen Prozessen haben.
* Mehrere Anzeigen mit "großzügige Homeoffice-Regelung" entpuppten sich als Reinfall. Das wurde mir dann aber erst kurz vor der Vertragsunterschrift gesagt.
Fazit: Nach einigen Vorstellungsgesprächen und vielen leeren Versprechungen werde ich mich hier nicht mehr bewerben.
Die Organisation des Vorstellungsgespräches vorab war in Ordnung und es kam schnell Rückmeldung auf meine Fragen.
Das Vorstellungsgespräch an sich hängt natürlich sehr von den Teilnehmer:innen ab. Meine subjektive Wahrnehmung:
- als Person, die sowohl im öffentlichen Dienst als auch in der freien Wirtschaft tätig war, merkte man dass von den Interviewern bisher keiner außerhalb einer Hochschule tätig war.
- die Ansprüche schienen hoch zu sein, so als ob man zur Ivy League gehört. Was per se nicht schlimm wäre, aber
- es kam auch Monate später weder eine Zu- noch Absage, was ich als unprofessionell empfinde und
- auf meine Dankes Email hin kam keine Reaktion, was abschätzend rüber kommt und nicht unbedingt von sozialer Kompetenz zeugt.
- zwar gab es ausreichend fachliche Fragen, aber obwohl es um eine leitende Stelle ging, gab es keinerlei Fragen zum Führungsstill oder Fragen, die es überhaupt erlaubt hätten, ob man zum Team oder zur gelebten Führungspraxis passt.
Schade fand ich, dass nicht sehr viel Zeit für Fragen blieb, obwohl ich einige hatte. Das kommt etwas rüber, als ob man den Bewerber löchern kann (ist natürlich Sinn der Sache), aber andererseits dem Bewerber nicht genügend Zeit lässt ebenso feststellen zu können, ob das überhaupt ein Match ist.
Prozesse beschleunigen, ehrlicher zu den Bewerbern sein und die Berufe höher eingruppieren!!!!
Die Bewerber auf dem Laufenden halten.
Nach über 2 Monaten nach meiner Bewerbung und erneuter Nachfrage, kam weder eine Eingangsbestätigung meiner Unterlagen noch irgendeine andere Reaktion. Sehr enttäuschend!
Verbesserungsvorschlag: Bewerbungen sollten generell über eine zentrale Personalabteilung mit standardisierten Prozessen abgewickelt und nicht von einzelnen Professoren übernommen werden!
Die Verantwortung der Mitarbeiterrektrutierung sollte ausschließlich bei der Personalabteilung liegen und nicht bei einzelnen Professoren - das kann nur schief gehen.