Basierend auf von Mitarbeiter:innen seit November 2025. Alle Informationen findest du hier.
Zuletzt aktualisiert am 25.9.2026
Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) erhält ein negatives Gesamtbild. Besonders das Verhalten von Führungskräften steht in der Kritik: Bewertungen beschreiben fehlende Kommunikation, mangelnde Unterstützung und unfaires Verhalten gegenüber Mitarbeiter:innen. Auch die Arbeitsatmosphäre leidet laut Rezensionen unter starkem Leistungsdruck, fehlender Wertschätzung und einem angespannten Klima, das sie auf die Priorisierung von Forschung und Wirtschaftlichkeit zurückführen. Kommunikation wird abteilungsübergreifend als intransparent und veraltet beschrieben.
Die Work-Life-Balance gilt als stark belastet: Überstunden, Schichtsysteme und fehlende Zeiterfassung belasten Beschäftigte spürbar. Das Gehalt wird zwar als regelkonform wahrgenommen, im Vergleich zu anderen Krankenhäusern jedoch als zu niedrig eingestuft. Karr...
Zusammenfassung nach Kategorie
Die Arbeitsatmosphäre bei der Universitätsmedizin Göttingen wird von Bewertenden kritisch beurteilt. Besonders der Umgang mit Mitarbeiter:innen steht im Fokus: Wertschätzung und Kommunikation seitens Vorgesetzter werden als mangelhaft empfunden, Lob bleibt selten. Einige Bewertungen beschreiben ein belastetes Klima, in dem Leistungsdruck dominiert und ein fairer Umgang unter Kolleg:innen fehlt. Zudem sehen manche Mitarbeiter:innen die Prioritäten des Vorstands – Außenwirkung und Forschung statt Patientenversorgung an der Basis – als Mitverursacher eines schlechten Betriebsklimas unter erheblichem Kostendruck.
Auch die Teamdynamik bereitet Anlass zur Kritik. Aufgrund der Größe des Hauses fühlen sich Mitarbeiter:innen häufig auf sich allein gestellt. Die Bewertungen zeichnen insgesamt das Bild eines Arbeitsumfelds, das von Unzufriedenheit geprägt ist und in dem ein stärkeres Miteinander sowie mehr Anerkennung vermisst werden.
Das Vorgesetztenverhalten bei der Universitätsmedizin Göttingen wird von den Nutzer:innen überwiegend kritisch bewertet. Die Bewertungen beschreiben fehlende Unterstützung, mangelhafte Kommunikation und unzureichende Transparenz bei Entscheidungen. Einige Nutzer:innen bemängeln zudem, dass Führungskräfte Arbeit lediglich delegieren, ohne selbst aktiv beizutragen, und dass Dienstpläne kurzfristig geändert sowie Überstunden nicht genehmigt werden.
Zwar erwähnt eine Bewertung eine freundliche und respektvolle Kommunikation auf Augenhöhe, doch überwiegt die Kritik deutlich. Einige Nutzer:innen berichten von unfairem Verhalten gegenüber Mitarbeiter:innen durch Vorgesetzte und einer fehlenden Bereitschaft des Managements, problematische Zustände anzusprechen oder zu korrigieren. Insgesamt zeichnen die Bewertungen ein Bild, in dem grundlegende Führungskompetenzen – wie Verlässlichkeit, Offenheit und Mitarbeiter:innenorientierung – aus Sicht der Bewertenden stark vermisst werden.
Die Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten bei der Universitätsmedizin Göttingen werden von Mitarbeiter:innen kritisch bewertet. Besonders negativ fällt auf, dass Aufstiegschancen aktiv blockiert werden und Einstellungsprozesse nach Bewerbungen monatelang stocken. Weiterbildungsangebote sind laut einigen Bewertungen stark auf Ärzt:innen und Psycholog:innen beschränkt, während andere Berufsgruppen kaum gefördert werden. Zudem empfinden einige Mitarbeiter:innen sich lediglich als Ersatzkräfte ohne echte Entwicklungsperspektiven.
Vereinzelte Stimmen heben jedoch hervor, dass die Größe der Klinik grundlegende Aufstiegsmöglichkeiten bietet und universitäre Karrierewege sowie Fortbildungen gefördert werden. Promotion und Habilitation werden unterstützt, und die Auswahl an Fachrichtungen ist vergleichbar mit anderen großen Einrichtungen. Diese positiven Einschätzungen stehen aber im Kontrast zur mehrheitlich kritischen Wahrnehmung, sodass das Gesamtbild im Bereich Karriere und Weiterbildung negativ ausfällt.
Das Gehalt bei der Universitätsmedizin Göttingen wird von Nutzer:innen mehrheitlich kritisch bewertet. Die Vergütung richtet sich nach dem TV-L-Tarifvertrag, den viele als zu niedrig empfinden – insbesondere im Verhältnis zur Verantwortung, den geleisteten Arbeitsstunden und dem erforderlichen Qualifikationsniveau. Einige Bewertungen betonen, dass kommunale Kliniken und BG-Kliniken deutlich höhere Gehälter zahlen, ohne dabei Lehraufgaben zu übernehmen. Auch der Pflegebereich leidet laut einigen Nutzer:innen unter vergleichsweise niedrigen Tariflöhnen, die mit der Inflation nicht Schritt halten. Positiv hervorgehoben wird die Arbeitsplatzsicherheit, wenngleich das Gehaltsniveau für viele kein ausreichender Anreiz ist, langfristig zu bleiben. Aufstiegsmöglichkeiten werden ebenfalls als begrenzt wahrgenommen, was die Attraktivität als Arbeitgeber zusätzlich schmälert.
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