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Bewertung

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Die Kündigungen sprechen für sich

1,2
Nicht empfohlen
Hat zum Zeitpunkt der Bewertung für dieses Unternehmen in Stuttgart gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Das Themenfeld und die Außendarstellung des Unternehmens sind ansprechend. Reisen, Social Media und Online Marketing sind grundsätzlich spannende Bereiche, wodurch die Stelle zunächst attraktiv wirkt. Einzelne Kollegen waren außerdem freundlich und menschlich angenehm. Viel mehr Positives kann ich aus meiner Erfahrung leider nicht nennen.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Am schlechtesten fand ich das Gefühl, dass Menschen vor allem nach ihrer Leistung und Belastbarkeit bewertet wurden. Wer funktioniert, viel auffängt und keine Probleme macht, wird gebraucht. Wer Missstände anspricht oder Grenzen kommuniziert, läuft dagegen schnell Gefahr, als schwierig abgestempelt zu werden. Für mich entstand dadurch der Eindruck, dass Leistung wichtiger war als der Mensch dahinter. Genau das beschreibt für mich das größte Problem: Nach außen wirkt das Unternehmen modern und sympathisch, intern habe ich jedoch ein Umfeld erlebt, in dem Druck, fehlende Wertschätzung und mangelnde Verantwortung zu lange hingenommen wurden.

Verbesserungsvorschläge

Das Unternehmen sollte dringend seine interne Arbeitskultur hinterfragen. Es braucht klare Verantwortlichkeiten, bessere Führung, professionelle Kommunikation und echte Wertschätzung. Besonders im Marketing sollte Betreuung nicht nur formal existieren, sondern aktiv gelebt werden. Mitarbeitende müssen eingearbeitet, unterstützt und sinnvoll in Prozesse eingebunden werden. Führung darf nicht darin bestehen, Aufgaben lediglich weiterzureichen und bei Problemen Verantwortung abzugeben. Überlastung muss ernst genommen werden. Wenn Mitarbeitende mehrfach kommunizieren, dass die Arbeitsmenge nicht mehr gesund zu bewältigen ist, darf das nicht ignoriert oder relativiert werden. Unbezahlte Mehrarbeit, Arbeit außerhalb der regulären Arbeitszeiten und mangelhafte Arbeitsmittel sollten nicht als Normalzustand akzeptiert werden. Auch Fairness im Team sollte stärker eingefordert werden. Bevorzugung einzelner Personen, ungleiche Aufgabenverteilung, passiv-aggressive Kommunikation und Lästern über Kollegen schaden dem Arbeitsklima massiv.
Die Diskrepanz zwischen Außendarstellung und interner Realität ist aus meiner Sicht erheblich.

Arbeitsatmosphäre

Die Arbeitsatmosphäre war sehr schlecht und einer der größten Negativpunkte. Im Marketing-Team herrschten dauerhaft Druck, Hektik und spürbare Anspannung. Besonders belastend war die Zusammenarbeit mit der zuständigen Person für die Aufgabenverteilung, da der Umgang häufig kalt, fordernd und teilweise herablassend war. Statt Unterstützung entstand oft der Eindruck, dass Aufgaben nur weitergereicht wurden, damit sie vom eigenen Tisch sind. Das hat den Arbeitsalltag deutlich belastet.

Kommunikation

Die Kommunikation war sehr schwach, besonders in der direkten fachlichen Betreuung. Statt Erklärungen, Austausch oder konstruktivem Feedback gab es häufig nur knappe Anweisungen wie „mach das“ oder „das hast du zu erledigen“. Rückfragen wurden oft ignoriert oder nur oberflächlich beantwortet. Kritik oder Überlastung wurden kaum offen aufgenommen. Stattdessen entstand schnell das Gefühl, dass man sich rechtfertigen muss oder als jemand gilt, der sich nur beschwert.

Kollegenzusammenhalt

Echten Kollegenzusammenhalt habe ich kaum erlebt. Im Team waren Frust, Unzufriedenheit und eine negative Grundstimmung deutlich spürbar. Besonders problematisch war, dass teilweise hinter dem Rücken über Kollegen gesprochen und gelästert wurde, statt Probleme offen und professionell zu klären. Dadurch entstand kein vertrauensvolles Miteinander, sondern ein Umfeld, in dem Schuld eher weitergegeben wurde, als gemeinsam Lösungen zu finden.

Work-Life-Balance

Die Work-Life-Balance war praktisch nicht vorhanden. Durch die Aufgabenverteilung im Marketing entstand regelmäßig eine unrealistische Arbeitslast. Es wurde erwartet, große Mengen Arbeit in kurzer Zeit zu erledigen, unabhängig davon, ob das überhaupt realistisch machbar war. Überstunden waren faktisch normal und wurden weder ausgeglichen noch bezahlt. Selbst wenn Überlastung mehrfach angesprochen wurde, änderte sich kaum etwas. Statt Entlastung wurde erwartet, einfach weiterzumachen.

Vorgesetztenverhalten

Das Verhalten der Führungskräfte war äußerst enttäuschend. Vor allem im Marketing fehlten echte Führung, Verantwortungsbewusstsein und Unterstützung. Die zuständige fachliche Betreuung wurde ihrer Rolle aus meiner Sicht nicht gerecht: Es gab kaum Einarbeitung, kaum Wissensvermittlung und wenig Bereitschaft, Mitarbeitende sinnvoll in Prozesse einzubinden. Statt zu führen, wurden Aufgaben überwiegend delegiert und Verantwortung nach unten weitergereicht. Auch von der übergeordneten Führungsebene kam bei Problemen wenig konstruktive Unterstützung. Kritik, Überlastung und berechtigte Beschwerden wurden eher relativiert oder defensiv abgewehrt, statt ernsthaft gelöst.

Interessante Aufgaben

Die Aufgaben wurden deutlich interessanter verkauft, als sie tatsächlich waren. Online Marketing ist grundsätzlich spannend, jedoch bestand die Realität überwiegend aus repetitiver Content-Produktion, KI-generierten Inhalten und operativer Abarbeitung. Von der fachlichen Betreuung im Marketing kamen kaum Einblicke in Strategie, Kampagnenplanung oder Hintergründe. Statt Lernen, Weiterentwicklung und Verantwortung überwog monotone Fleißarbeit.

Gleichberechtigung

Gleichberechtigung war im Arbeitsalltag aus meiner Sicht nicht wirklich gegeben. Es gab spürbar Personen, die bevorzugt behandelt wurden und bei denen Verhalten, fehlende Beteiligung oder Fehler deutlich weniger hinterfragt wurden als bei anderen. Kritik wurde nicht bei allen gleich bewertet. Persönliche Sympathien schienen stark zu beeinflussen, wie mit Mitarbeitenden umgegangen wurde. Mit manchen Personen wurde deutlich wärmer, offener und verständnisvoller kommuniziert, während andere schneller negativ abgestempelt wurden. Dadurch entstand kein faires Miteinander auf Augenhöhe, sondern ein Umfeld, in dem Nähe zu den „richtigen“ Personen wichtiger wirkte als Gleichbehandlung.

Umgang mit älteren Kollegen

Den Umgang mit älteren Kollegen kann ich nur eingeschränkt bewerten, da ich dazu nicht genügend Einblicke hatte. Mir sind in diesem Bereich keine offensichtlichen negativen Vorfälle aufgefallen.

Arbeitsbedingungen

Die Arbeitsbedingungen waren in mehreren Bereichen unzureichend. Die Aufgabenmenge stand häufig in keinem gesunden Verhältnis zu den verfügbaren Ressourcen. Durch Personalmangel und hohe Fluktuation mussten Mitarbeitende regelmäßig zusätzliche Aufgaben auffangen, teilweise auch von Kollegen, die bereits Feierabend hatten, obwohl bestimmte Inhalte später noch online gehen mussten. Besonders problematisch waren die Arbeitsmittel. Laptop und Arbeitshandy waren stark veraltet, langsam und stürzten regelmäßig ab. Das hat die Arbeit unnötig erschwert, Zeit gekostet und zusätzlich frustriert. Trotzdem wurde dieselbe Leistung und Geschwindigkeit erwartet, als würde man mit einwandfreier Technik arbeiten. Hinzu kam, dass der Arbeitstag oft nicht mit dem offiziellen Feierabend endete. Teilweise musste man sich in der Freizeit erneut einloggen, um Social-Media-Beiträge zu festen Uhrzeiten live zu schalten oder Aufgaben fertigzustellen. Diese zusätzliche Arbeit wurde weder ausgeglichen noch bezahlt. Insgesamt wurde dauerhaft mehr Leistung erwartet, als unter diesen Bedingungen realistisch und gesund leistbar war.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Nach außen wirkt das Unternehmen modern und mitarbeiternah. Intern habe ich beim sozialen Bewusstsein jedoch deutliche Defizite erlebt. Besonders im Umgang mit Belastung, mentalem Druck und Überforderung fehlte es aus meiner Sicht an Empathie und Verantwortung seitens der Führung. Wenn Mitarbeitende offen kommunizieren, dass die Belastung zu hoch ist, sollte darauf reagiert werden. Genau das habe ich hier kaum erlebt.

Gehalt/Benefits

Gehalt und Benefits standen für mich in keinem fairen Verhältnis zur erwarteten Leistung. Problematisch war vor allem, dass regelmäßig Mehrarbeit anfiel, darunter Überstunden und zusätzliche Arbeit außerhalb der eigentlichen Arbeitszeiten, ohne Ausgleich oder Bezahlung. Wenn dauerhaft hohe Leistung, Flexibilität und Einsatzbereitschaft erwartet werden, sollte sich das auch fair widerspiegeln. Das war hier aus meiner Sicht nicht der Fall.

Image

Nach außen präsentiert sich das Unternehmen modern, jung und dynamisch, besonders im Bereich Online Marketing und Social Media. Hinter den Kulissen habe ich jedoch eine deutliche Diskrepanz zwischen Außendarstellung und interner Realität erlebt. Vieles wirkt nach außen professioneller, strukturierter und mitarbeiterfreundlicher, als es intern tatsächlich gelebt wurde. Hohe Fluktuation, schlechte Arbeitsatmosphäre, mangelnde Führung und fehlende Wertschätzung passen für mich nicht zu dem positiven Image, das vermittelt wird.

Karriere/Weiterbildung

Karriere- und Weiterbildungsmöglichkeiten habe ich kaum wahrgenommen. Im Marketing wurden spannende Themen wie Strategie, Kampagnenplanung, Performance Marketing oder KPI-Analysen nach außen betont. Im Arbeitsalltag gab es jedoch kaum echte Wissensvermittlung oder fachliche Entwicklung. Statt Mitarbeitende weiterzubringen, lag der Fokus überwiegend auf operativer Abarbeitung und schneller Umsetzung. Wer hofft, viel zu lernen, tiefe Einblicke zu bekommen und sich fachlich weiterzuentwickeln, sollte seine Erwartungen eher herunterschrauben. Aus meiner Sicht wurde deutlich mehr Entwicklung versprochen, als tatsächlich geboten wurde.

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Wie läuft deine Arbeitswoche?

Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.