Mein Learning bei USS: Es gibt nichts, das es nicht gibt.
Gut am Arbeitgeber finde ich
- hoher Anteil an weiblichen Mitarbeitenden (auch in Führungspositionen)
- Engagierte Kolleg:innen: Viele operative Mitarbeitende setzen sich mit Herzblut für Teilnehmende ein
- Gewisser Gestaltungsspielraum: Wer Eigeninitiative zeigt, kann eigene Ideen einbringen
- Teilzeitarbeit: Es gibt die Möglichkeit, in Teilzeit zu arbeiten. Festgelegte Stunden sind jedoch fix und es gibt kaum Flexibilität (da Ein- und Ausgestempelt wird)
- Sinnhafte Arbeit: Bildungsträger leisten grundsätzlich einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag
- Viele weibliche Mitarbeitende, auch in Führungspositionen: Das Unternehmen bietet Frauen Chancen, leitende Rollen zu übernehmen, was positiv hervorzuheben ist
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
- Mangelnde Kommunikation & fehlende Strategien: Es gibt keinerlei regelmäßige Meetings, wodurch Abstimmungen kaum stattfinden und interdisziplinäre Zusammenarbeit nicht möglich ist. Informationen werden oft nicht oder nur kurzfristig weitergegeben.
- Keine klaren Prozesse, was zu Ineffizienz, Chaos und unnötigen Missverständnissen führt.
- Geringe Wertschätzung: Mitarbeitende werden nicht ausreichend für ihre Arbeit anerkannt. In der Geschäftsführungsebene fehlt ein respektvoller Umgangston, und es wird eher über Kolleg:innen gesprochen als mit ihnen.
- Unrealistische Erwartungen an Mitarbeitende: Neue Aufgaben werden einfach verteilt, ohne zu prüfen, ob sie realistisch machbar sind oder in den Verantwortungsbereich der Person fallen.
- Keine Nachhaltigkeit: Selbst grundlegende Umweltmaßnahmen wie Mülltrennung oder die Nutzung von Recyclingpapier werden nicht umgesetzt.
- mobiles Arbeiten nicht möglich
Verbesserungsvorschläge
Klare Strukturen und Einarbeitung schaffen: Neue Mitarbeitende sollten eine definierte Rolle mit klaren Aufgaben und Zielen haben.
Wertschätzende Unternehmenskultur stärken: Geschäftsführung sollte sich ihrer Vorbildfunktion bewusst sein und intern respektvoll über und mit Mitarbeitenden sprechen.
Bessere Kommunikation und Transparenz:
Entscheidungen sollten frühzeitig und nachvollziehbar kommuniziert werden.
Ein gezielter Austausch zwischen Mitarbeitenden und Geschäftsführung könnte helfen, Missverständnisse und Unsicherheiten abzubauen.
Rollen und Verantwortlichkeiten sollten mit den tatsächlichen Ressourcen des Unternehmens abgestimmt sein.
Klare Prozesse einführen:
Es arbeiten alle nach ihrer eigenen Methode, was zu Ineffizienz und Missverständnissen führt.
Standardisierte Abläufe und klare Zuständigkeiten sind unverzichtbar, um Chaos zu vermeiden und Arbeitsqualität zu sichern.
Prozessoptimierung sollte aktiv angegangen werden, anstatt sich auf individuelle Lösungen zu verlassen.
Arbeitsatmosphäre
Alle Mitarbeitenden, die ich getroffen habe waren vor allem eines: frustriert.
Image
es wird auch im Unternehmen thematisiert wie schlecht das Image ist und das man was dagegen tun müsste
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen bietet Bildungsmaßnahmen an, was grundsätzlich ein Zeichen für soziales Bewusstsein ist – vor allem auf operativer Ebene gibt es engagierte Mitarbeitende, die sich für Teilnehmende einsetzen. Allerdings werden selbst grundlegende Umweltstandards nicht umgesetzt: Mülltrennung findet nicht statt, und es wird nicht auf Umweltpapier gedruckt. Eine klare Strategie zum Umweltschutz ist nicht erkennbar.
Karriere/Weiterbildung
Kaum strukturierte Weiterbildungsmöglichkeiten, keine klare Entwicklungsperspektive. Karrierechancen hängen stark von internen Zufällen oder der Bereitschaft ab, Aufgaben zu übernehmen, die nicht dem ursprünglichen Jobprofil entsprechen.
Kollegenzusammenhalt
Die Zusammenarbeit mit direkten Kolleg:innen kann angenehm sein, allerdings gibt es eine spürbare Frustration unter vielen Mitarbeitenden. Negative Dynamiken und Unsicherheiten sind deutlich zu spüren.
Vorgesetztenverhalten
Karlsruher Regionalleitung sehr bemüht und freundlich. Da würde ich eigentlich gerne mehr Sterne geben, aber die höhere Ebene zieht das wieder runter.
Wertschätzung und konstruktive Führungskultur fehlen auf Geschäftsführungsebene fehlt leider komplett. Entscheidungen wirken willkürlich, und Mitarbeitende werden eher als austauschbar betrachtet. GF spricht negativ über seine eigenen Angestellten und erhebt auch mal stark seinen Ton.
Arbeitsbedingungen
Arbeitsmittel sind für einen sozialen Träger durchschnittlich schlecht (wenig Budget für moderne Arbeitsmittel, Material oder Renovierungen). Büros und Infrastruktur sind in Ordnung aber die Arbeitsatmosphäre leidet unter der allgemeinen Unsicherheit im Unternehmen.
Kommunikation
Transparenz fehlt an vielen Stellen. Informationen erhält man über Umwege oder erst dann, wenn bereits Entscheidungen getroffen wurden, die das eigene Arbeitsumfeld direkt betreffen. Sehr harscher Ton seitens GF.
Es gibt keinerlei Teammeetings, wodurch ein gezielter Austausch zwischen Mitarbeitenden nicht stattfindet. Dies führt zu schlechter internen Kommunikation und verhindert interdisziplinäre Zusammenarbeit (die bei pädagogischer Arbeit unabdingbar ist).
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist vergleichbar mit anderen Trägern, die geförderte Maßnahmen anbieten (also gering). Es gibt kaum profitable Zusatzleistungen oder langfristige Anreize. Als Benefit wurde mir mitgeteilt man dürfe am Firmenlauf teilnehmen. Sogar der Fahrtkostenzuschuss muss verhandelt werden.
Interessante Aufgaben
Im Bewerbungsgespräch klang alles vielversprechend. Nach meinem Start hieß es, die Stelle, für die ich eingestellt worden bin, wäre doch nicht zu besetzen. Mir wurden Aufgaben angeboten, die ich bereits bei der Bewerbung ausgeschlossen habe oder die völlig unrealistische Anforderungen haben ("das Image des Unternehmens aufbessern").