Früher top, heute nur noch Management-Chaos und Sparwahn
Gut am Arbeitgeber finde ich
Unter den direkten Kollegen wird hier wirklich ein sehr gutes Verhältnis gepflegt.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Das veraltete Tooling, die fehlenden Investitionen und das Management, das völlig an der Realität vorbeilebt.
Verbesserungsvorschläge
Vielleicht findet man ja wieder zu den guten Zeiten zurück, in denen die USU mehr als einfach nur ein Arbeitgeber war. Es hat früher echt verdammt viel Spaß gemacht, hier zu arbeiten, weil die Entscheidungswege kurz waren, die Events großartig waren und einfach alles gut funktioniert hat. Man wollte damals kein x-beliebiger SaaS-Anbieter sein, sondern hatte echte Werte und hat die Anliegen der Kunden wirklich verstanden.
Heute dreht sich alles nur noch darum, Thoma Bravo glücklich zu stimmen. Das bedeutet eine Umstrukturierung nach der anderen und ständige Kostenoptimierungen, und das Ganze auf dem Rücken der Mitarbeiterzufriedenheit. Es reicht eben nicht, sich in einer Townhall hinzustellen und zu verkünden, dass man ein great place to work ist, wenn die Stimmung im Keller ist. Glücklich ist hier im Grunde nur der Investor, wobei ich das bei den aktuellen Zahlen sogar stark bezweifle.
Arbeitsatmosphäre
Seit der Übernahme durch Thoma Bravo ist die Arbeitsatmosphäre die reine Katastrophe. Es reihen sich Kündigungswellen an Umstrukturierungen und noch mehr Kündigungen, während die Mitarbeiter das Unternehmen im Vollsprint verlassen.
Image
Kaum einer kennt die USU noch. Man hat es durch Antimarketing echt geschafft an Bedeutung zu verlieren.
Work-Life-Balance
Viele machen hier mittlerweile nur noch Dienst nach Vorschrift, was bei diesem Managementverhalten aber auch vollkommen verständlich ist.
Karriere/Weiterbildung
Wird angeboten sind aber immer die selben Module. Es gibt einen Company Udemy Account. Karriere kann man machen - wenn man gut mit seinem Vorgesetzten ist
Gehalt/Benefits
Kommt drauf an aber die USU kann sehr gute Gehälter zahlen - nicht bei jedem aber bei manchen. Benefits wie FIrmenwagen, Rabatte, egym und Sodnerurlaube je nach Betriebszugehörigkeit sind echt gut.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Mehr schein als sein.
Kollegenzusammenhalt
Unter den Kollegen hat man wirklich ein gutes Verhältnis. Nichtsdestotrotz gehen immer mehr Mitarbeiter, sodass auch dieser Vorteil nach und nach schwindet.
Umgang mit älteren Kollegen
Es gab durchaus viele ältere Kollegen hier, aber sobald man das sechzigste Lebensjahr überschritten hat, flattert dank Thoma Bravo plötzlich das Altersteilzeit-"Angebot" ins Haus. Man wird dabei (auch nicht allzu höflich) gebeten, das Ganze zu unterschreiben.
Vorgesetztenverhalten
Die direkten Vorgesetzten sind eigentlich ganz in Ordnung, aber das Management ist die reine Katastrophe. Noch weiter weg von der Realität kann man kaum sein. Claude soll hier als das große Allheilmittel dienen, um Thoma Bravo glücklich zu stimmen. Dabei wird überhaupt nicht hinterfragt, wie sinnvoll manche Einsätze eigentlich sind. Die große Hoffnung ist einfach, dass man durch Claude so viele Kosten einspart, dass der Investor am Ende schöne Zahlen vorlegen kann.
Arbeitsbedingungen
Bei vielen herrscht die Sorge als nächstes vor die Türe gesetzt zu werden. Ansonsten hat man viel Homeoffice, lediglich 1 - 2 Bürotage. Moderne Büroaustattung und eigentlich findet alles Virtuell statt.
Kommunikation
Es wird gefühlt alle zwei Wochen etwas umstrukturiert, und man bekommt davon erst mit, wenn die Umstellung bereits beschlossene Sache ist. Es gibt kaum Kommunikation an die Mitarbeiter, stattdessen wird alles hinter verschlossenen Türen besprochen.
Interessante Aufgaben
Die Softwarelösungen sind mittlerweile alle veraltet, und es wird hier auch kaum noch investiert. Jede neue Investition fließt stattdessen nur noch in neue Ideen und Lösungen, womit alles auf eine einzige Karte gesetzt wird. Die Hoffnung durch den externen Geldgeber Thoma Bravo war anfangs zwar sehr hoch, aber am Ende wurde hier kaum bis gar nichts iin die Bestandslösungen investiert.

