Guter Arbeitgeber um schlechte Erfahrungen zu sammeln
Gut am Arbeitgeber finde ich
Einige Abläufe ließen Freiraum um Dinge selbst zu organisieren.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Oben werden leider alle aufzuzählenden Punkte deutlich.
Verbesserungsvorschläge
• Offen und ehrlich kommunizieren – vor allem bei wichtigen Themen.
• Mitarbeitende gleich behandeln und fair führen.
• Strukturierte Entwicklungsmöglichkeiten schaffen.
• Umweltbewusstsein ernst nehmen und Vorbild sein.
• Vertrauen statt Kontrolle leben.
• Klare Prozesse und moderne Arbeitsmittel einführen.
• Führungskräfte sollten mit gutem Beispiel vorangehen – nicht mit Sonderregeln.
Arbeitsatmosphäre
Die generelle Stimmung im Unternehmen war leider oft angespannt. Die mangelhafte Kommunikation und das fehlende Vertrauen in die Führungsetage haben sich stark auf die tägliche Arbeit ausgewirkt. Viele Kolleginnen und Kollegen wussten nicht, wo sie standen oder wie es weitergeht - was sich natürlich auf Motivation und Produktivität niederschlägt. Statt Offenheit und Wertschätzung herrschten Unsicherheit, Gerüchte und ein ständiges Gefühl von Instabilität. Auch wenn man sich im Team gegenseitig gestützt hat, konnte das die schlechte Atmosphäre auf Dauer nicht auffangen.
Kommunikation
Die interne Kommunikation war leider durchweg enttäuschend. Oft hatte man das Gefühl, dass wichtige Informationen bewusst zurückgehalten wurden. Besonders deutlich wurde das bei der Insolvenz der Vorgängerfirma. Davon haben wir nicht etwa vom Management erfahren, sondern erst durch die Insolvenzverwalter.
Solche gravierenden Themen sollten offen und ehrlich angesprochen werden, doch stattdessen wurde vieles verschwiegen oder beschönigt. Das Vertrauen in die Führung war danach natürlich kaum noch vorhanden.
Kollegenzusammenhalt
Trotz der vielen Unklarheiten und fehlenden Transparenz war der Zusammenhalt unter den Kolleginnen und Kollegen wirklich außergewöhnlich. Gerade in schwierigen haben wir füreinander eingestanden, uns unterstützt und gemeinsam versucht, das Beste aus der Situation zu machen. Man hatte oft das Gefühl, dass das Team der einzige verlässliche Anker war.
Work-Life-Balance
Von einer gesunden Work-Life-Balance konnte leider keine Rede sein – zumindest nicht für die meisten Mitarbeiter.
Überstunden wurden oft stillschweigend erwartet. Besonders frustrierend war der Umgang auf Führungsebene: Der Chef erschien häufig nur für ein paar Stunden am Tag und nahm sich alle Freiheiten, während für den Rest des Teams völlig andere Maßstäbe galten. Es entstand schnell der Eindruck, dass es unterschiedliche Regeln für unterschiedliche Personen gab – was das Gefühl von Fairness und Gleichbehandlung komplett untergrub.
Vorgesetztenverhalten
Das Verhalten der Führungsebene war leider geprägt von Misstrauen und Intransparenz. Entscheidungen wurden meist im Alleingang getroffen, ohne Einbindung oder Erklärung gegenüber dem Team. Statt Vertrauen zu schenken, hatte man ständig das Gefühl, überwacht oder kontrolliert zu werden.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben an sich hätten durchaus Potenzial gehabt. Leider fehlte es aber an
klarer Struktur, Planung und Zielsetzung.
Viele Aufgaben wirkten willkürlich verteilt, ohne Rücksicht auf Qualifikation oder Kapazitäten. Eigenverantwortung war zwar grundsätzlich möglich, wurde aber durch die fehlende Kommunikation und das Misstrauen seitens der Führung oft ausgebremst. Entwicklung oder echte fachliche Herausforderungen blieben dadurch meist auf der Strecke.
Gleichberechtigung
Von echter Gleichberechtigung konnte man im Unternehmen nicht sprechen. Es war offensichtlich, dass nicht alle Mitarbeitenden gleich behandelt wurden – sei es bei Arbeitszeiten, Verantwortlichkeiten oder der generellen Wertschätzung. Während einige scheinbar Sonderrechte genossen, mussten andere konstant mehr leisten, ohne dafür Anerkennung zu erhalten.
Umgang mit älteren Kollegen
Im Umgang mit älteren Mitarbeitenden gab es keine offensichtlichen Probleme. Der Ton war grundsätzlich respektvoll, und altersbedingte Unterschiede wurden im Alltag nicht negativ betont. Allerdings fehlte es auch an echter Wertschätzung oder gezielter Einbindung erfahrener Kollegen. Ihre Kompetenz wurde zwar genutzt, aber selten bewusst gefördert oder hervorgehoben.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen ließen insgesamt zu wünschen übrig. Technisch war vieles veraltet oder nur notdürftig funktional, was die tägliche Arbeit oft erschwerte. Klare Prozesse oder moderne Tools suchte man vergeblich. Auch die räumliche Ausstattung war eher zweckmäßig als angenehm . In Kombination mit dem angespannten Betriebsklima wirkten die Rahmenbedingungen oft eher belastend als unterstützend.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Thema Umweltbewusstsein wurde im Unternehmen leider kaum berücksichtigt.
Die Geschäftsführung sorgte ständig mit ihren Haushaltsgegenständen für volle BetriebsmüllcontainerAuch eine ordentliche Mülltrennung gab es nicht, was in Zeiten des wachsenden Umweltbewusstseins wirklich unverständlich ist. Es gab keinerlei Anzeichen dafür, dass das Unternehmen aktiv an Nachhaltigkeit oder sozialer Verantwortung interessiert war. Insgesamt ein Bereich, in dem deutlich mehr Engagement und Verantwortung gefordert wären.
Gehalt/Benefits
Beim Gehalt herrschte wenig Transparenz. Unterschiede zwischen Mitarbeitenden in vergleichbaren Positionen waren spürbar.
Sozialleistungen waren nur auf dem Papier vorhanden oder fielen sehr dürftig aus. Insgesamt eher enttäuschend, besonders im Vergleich zu anderen Arbeitgebern.
Image
Die Geschäftsführung war sehr darum bemüht, sich selbst in einem besonders guten Licht darzustellen. Leider entsprach das so gar nicht dem, was außen ankam. Das Image des Unternehmens nach außen war deutlich angeschlagen.
Wer das Unternehmen googelte, bekam Vorort schnell einen Eindruck davon, dass hinter der Selbstdarstellung nicht viel Substanz steckte.
Karriere/Weiterbildung
Die Möglichkeiten zur Weiterentwicklung waren leider sehr begrenzt. Es gab keine klaren Strukturen oder Perspektiven, wie man sich im Unternehmen beruflich weiterentwickeln könnte. Auch Gespräche über Ziele, Stärken oder mögliche nächste Schritte fanden so gut wie nie statt.