Fuerteventura: viel Potenzial, aber interne Probleme werden zu wenig angegangen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Positiv finde ich den Standort auf Fuerteventura mit einem sehr schönen Büro und guter Ausstattung. Auch das Gehalt ist für den Standort angemessen und wird nach Tarifvertrag bezahlt.
Die zusätzlichen Benefits wie Tankgutschein, Essenskarte und private Krankenversicherung sind ebenfalls ein Plus. Sehr gut finde ich außerdem den bezahlten Tag für eine ehrenamtliche Aktion, zum Beispiel Müllsammeln am Strand.
Auch bei Themen wie Geschlecht, Alter oder Gender Equality habe ich keine grundsätzliche Benachteiligung wahrgenommen.
Für Menschen, die nach Fuerteventura auswandern möchten, kann das Unternehmen ein gutes Sprungbrett sein. Wie langfristig sich daraus eine Perspektive entwickelt, hängt nach meiner Erfahrung allerdings stark von den persönlichen Beziehungen innerhalb des Unternehmens ab.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Schlecht finde ich vor allem, dass Feedback zwar regelmäßig über Umfragen eingeholt wird, daraus aus meiner Sicht aber zu wenig konkrete Veränderung entsteht.
Gerade Probleme am Standort Fuerteventura wurden meiner Erfahrung nach teilweise nicht ernst genug genommen oder über längere Zeit nicht gelöst. Dadurch entsteht irgendwann das Gefühl, dass Feedback zwar abgefragt wird, aber nicht unbedingt etwas bewirkt.
Gleichzeitig gibt es im Unternehmen viele sehr gute und engagierte Mitarbeitende, deren Erfahrung, Ideen und Kompetenzen aus meiner Sicht deutlich stärker wahrgenommen und einbezogen werden sollten.
Verbesserungsvorschläge
Die internen Strukturen und Entscheidungswege sollten aus meiner Sicht stärker aufgearbeitet werden. Fachliche Kompetenz, nachvollziehbare Argumente und konstruktives Feedback sollten mehr Gewicht haben als Hierarchie, persönliche Sympathien oder Beziehungen.
Interne Probleme sollten außerdem angegangen werden, solange die betroffenen Mitarbeitenden noch im Unternehmen sind. Zu warten, bis jemand das Unternehmen verlässt, und die Probleme erst anschließend zu lösen, ist aus meiner Sicht der falsche Weg.
Führungskräfte sollten gezielter auf ihre Rolle vorbereitet und vorhandene Expertise im Unternehmen stärker genutzt werden. KI kann dabei unterstützen, sollte aber kein Ersatz für Fachkompetenz sein.
Und zuletzt sollte das Motto des Unternehmens nicht nur nach außen kommuniziert, sondern auch intern im täglichen Umgang miteinander gelebt werden.
Arbeitsatmosphäre
Die Unternehmenskultur habe ich als wenig offen für kritisches Feedback und echte Expertise erlebt. Entscheidungen wurden aus meiner Sicht häufig stärker durch Hierarchien und persönliche Beziehungen beeinflusst als durch fachliche Argumente. Auch ob Feedback gehört wurde, hing teilweise davon ab, wie gut die persönliche Beziehung zu den Entscheidern war.
Komplexe Fachthemen wurden teilweise an Mitarbeitende ohne entsprechende Erfahrung gegeben und stattdessen mit KI-Tools wie ChatGPT bearbeitet. Ich habe nichts gegen den Einsatz von KI, sehe sie aber als Unterstützung und nicht als Ersatz für Fachkompetenz.
Die interne Politik und informellen Strukturen im Unternehmen sollten aus meiner Sicht kritisch aufgearbeitet werden.
Arbeitsbedingungen
Der Standort auf Fuerteventura ist wirklich schön. Das Bürogebäude ist modern und angenehm und auch beim Equipment ist alles da, was man zum Arbeiten braucht.
Was ich außerdem wirklich positiv finde: Einmal im Jahr gibt es einen bezahlten Tag, an dem gemeinsam eine ehrenamtliche Aktion gemacht wird, zum Beispiel Müllsammeln am Strand. Solche Aktionen finde ich sehr gut und das kann man dem Unternehmen definitiv zugutehalten.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist für den Standort Fuerteventura aus meiner Sicht angemessen und orientiert sich am dortigen Standard. Bezahlt wird nach Tarifvertrag.
Zusätzlich gibt es einige Benefits, unter anderem einen Tankgutschein, eine Essenskarte sowie eine private Krankenversicherung auf Fuerteventura. Das wertet das Gesamtpaket auf jeden Fall auf.
Gleichberechtigung
Positiv hervorzuheben ist, dass ich keine grundsätzliche Ungleichbehandlung aufgrund von Geschlecht, Alter oder ähnlichen persönlichen Merkmalen wahrgenommen habe. Gerade bei Themen wie Gender Equality hatte ich nicht das Gefühl, dass Unterschiede gemacht werden.
Trotzdem würde ich hier nur 2 Sterne vergeben, weil persönliche Sympathien, Beziehungen und das persönliche Empfinden einzelner Personen aus meiner Sicht einen sehr starken Einfluss darauf hatten, wie Mitarbeitende behandelt, gehört und gefördert wurden. Für mich gehört auch das zu tatsächlicher Gleichbehandlung im Arbeitsalltag.
