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Vantage Data Center - RHEIN-MAIN-GEBIET

2,8
Nicht empfohlen
Angestellte/r oder Arbeiter/inHat zum Zeitpunkt der Bewertung im Bereich IT bei Vantage Data Centers in Berlin gearbeitet.

Gut am Arbeitgeber finde ich

Abwechslungsreiche Aufgaben sowie Gehaltspaket.

Schlecht am Arbeitgeber finde ich

Kritisch sehe ich, wie einzelne Weiterbildungen mit bestimmten Verantwortlichkeiten verknüpft werden. Teilweise entsteht der Eindruck, dass verantwortungsintensive Aufgaben, die eigentlich auf Management- oder Director-Ebene angesiedelt sein sollten, möglichst schnell an Techniker weitergegeben werden sollen – teilweise bereits nach wenigen Arbeitstagen.
Besonders problematisch finde ich Berichte, wonach Mitarbeitern in der Probezeit sinngemäß vermittelt wurde: Entweder eine bestimmte Schulung bzw. die damit verbundene Verantwortung übernehmen oder mit einer Kündigung rechnen. Solche Vorgehensweisen können Mitarbeiter eher abschrecken als fördern.
Zudem sollte bereits im Bewerbungsgespräch transparent kommuniziert werden, welche Weiterbildungen und späteren Verantwortlichkeiten für eine Position vorgesehen sind. Weiterbildung sollte der fachlichen und persönlichen Entwicklung dienen und nicht als Mittel genutzt werden, um Mitarbeiter unter Druck zur Übernahme bestimmter Verantwortlichkeiten zu bewegen. Ich könnte hier zu viel mehr schreiben, aber ich möchte es zunächst dabei belassen.

Verbesserungsvorschläge

Rhein-Main-Gebiet: Aus meiner Sicht sollte vor allem bei der Auswahl und Entwicklung von Führungskräften angesetzt werden. Langjährige und fachlich geeignete Techniker sollten stärker die Möglichkeit erhalten, intern in Managementpositionen aufzusteigen. Die Erfahrung zeigt, dass intern aufgestiegene Manager häufig einen besseren fachlichen und sozialen Bezug zu ihren Teams haben, da sie die Arbeit und Herausforderungen der Techniker selbst kennen.

Bei extern eingestellten Managern und Directors sollte außerdem stärker geprüft werden, ob sie neben der fachlichen Qualifikation auch tatsächlich die notwendige soziale und kommunikative Führungskompetenz besitzen. Gerade bei Director-Positionen wäre aus meiner Sicht eine intensivere Einarbeitungs- und Bewährungsphase sinnvoll, in der nicht nur Ergebnisse, sondern auch Mitarbeiterführung, Zusammenarbeit und die Entwicklung des Teams bewertet werden.

Insgesamt sollte stärker nach dem Prinzip „Führung durch fachliche und soziale Kompetenz“ entschieden werden und weniger allein danach, eine offene Führungsposition möglichst schnell zu besetzen.

Arbeitsatmosphäre

Rhein-Main-Gebiet: Seit dem Wechsel des Directors hat sich die Arbeitsatmosphäre an einem Standort aus meiner Sicht deutlich verschlechtert. Vieles, was zur gewachsenen Standortkultur gehörte, wurde eingeschränkt oder abgeschafft. Besonders kritisch empfinde ich den Führungsstil und die anfängliche Einteilung von Mitarbeitern in eine „Greenlist“ und „Blacklist“. Mehrere langjährige und erfahrene Kollegen haben den Standort inzwischen verlassen. Statt des angekündigten Fortschritts sind aus meiner Sicht vor allem Unzufriedenheit und Fluktuation gestiegen.

Image

Rhein-Main-Gebiet: Nach außen und gegenüber anderen Unternehmen hat Vantage grundsätzlich ein gutes und professionelles Image. Als Arbeitgeber nehme ich die Entwicklung innerhalb der Data-Center-Branche jedoch zunehmend negativer wahr. Unter Technikern sprechen sich Erfahrungen und Probleme an einzelnen Standorten herum, wodurch potenzielle Bewerber teilweise abgeschreckt werden. Ich habe sogar erlebt, dass Bewerber nach einer Absage und späteren Gesprächen mit Mitarbeitern eher erleichtert darüber waren. Das Unternehmensimage ist daher aus meiner Sicht deutlich besser als das derzeitige Arbeitgeberimage.

Work-Life-Balance

Rhein-Main-Gebiet: Die Work-Life-Balance ist grundsätzlich okay, allerdings ist das Schichtsystem je nach Standort verbesserungswürdig. Positiv ist, dass es an einzelnen Standorten keine 12-Stunden-Schichten gibt und Schichten bei Bedarf relativ flexibel mit Kollegen getauscht werden können. An anderen Standorten führen 12-Stunden-Schichten und die Planung teilweise dazu, dass man bis zu sieben Tage am Stück arbeitet. Hinzu kommen personelle Engpässe, wodurch Kollegen häufiger einspringen müssen. Eine verlässlichere und ausgewogenere Schichtplanung würde die Work-Life-Balance deutlich verbessern.

Karriere/Weiterbildung

Rhein-Main-Gebiet: Durch die Expansion in Europa und insbesondere in der DACH-Region bestehen grundsätzlich gute Karriere- und Aufstiegsmöglichkeiten. Auch Weiterbildungen werden angeboten und vom Unternehmen finanziert, was ich grundsätzlich positiv finde.

Gehalt/Benefits

Rhein-Main-Gebiet: Das Gehalt ist definitiv einer der großen Pluspunkte. Die Vergütung ist aus meiner Sicht überdurchschnittlich und teilweise sogar besser als bei größeren Hyperscale-Unternehmen. Bei den zusätzlichen Benefits könnte das Angebot noch etwas ausgebaut werden, aber rein gehaltstechnisch ist das Unternehmen sehr attraktiv.

Umwelt-/Sozialbewusstsein

Kann ich nicht viel zu sagen.

Kollegenzusammenhalt

Rhein-Main-Gebiet: Der Zusammenhalt unter den Technikern ist sehr gut. Auch standortübergreifend unterstützt man sich gegenseitig bei Engpässen und Problemen. Besonders positiv fällt auf, dass Manager, die zuvor selbst als Techniker im Unternehmen gearbeitet haben und intern aufgestiegen sind, weiterhin einen engen Bezug zu den Teams haben. Aus meiner Sicht sollte das Unternehmen deshalb verstärkt Technikern interne Aufstiegsmöglichkeiten bieten, anstatt Führungspositionen überwiegend extern zu besetzen.

Umgang mit älteren Kollegen

Rhein-Main-Gebiet: Ein Junges Team, dazu kann ich leider keine Angaben machen.

Vorgesetztenverhalten

Rhein-Main-Gebiet: Das Vorgesetztenverhalten ist aus meiner Sicht einer der größten Kritikpunkte. Es gibt einzelne Manager, die fachlich, technisch und sozial wirklich kompetent sind und ausdrücklich positiv hervorgehoben werden sollten. Leider trifft das bei weitem nicht auf alle Führungskräfte zu.

Teilweise wird standortübergreifend hinter dem Rücken über einzelne Techniker, deren Arbeitsweise oder deren technischen Background gesprochen – teilweise von Führungskräften, die mit den betreffenden Mitarbeitern kaum direkt zusammenarbeiten. Besonders fragwürdig finde ich, wenn die fachliche Kompetenz anderer kritisiert wird, während bei denselben Führungskräften selbst teilweise erhebliche fachliche Wissenslücken erkennbar sind.

Hinzu kommt bei manchen Führungskräften ein aus meiner Sicht herablassender Führungsstil. Aussagen wie „Ihr seid über 18, organisiert euch selbst“ oder „Für Fremdfirmen anrufen und E-Mails schreiben kann ich auch meine Frau einstellen“ vermitteln weder Wertschätzung noch professionelle Führung. Teilweise entsteht eher der Eindruck einer ausgeprägten Hierarchie nach dem Motto „Management oben, Techniker unten“ als einer Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Arbeitsbedingungen

Rhein-Main-Gebiet: Die grundlegenden Arbeitsbedingungen sind in Ordnung. Positiv ist vor allem die IT-Ausstattung – teilweise erhält man bereits am ersten Arbeitstag einen Laptop und ist technisch schnell arbeitsfähig. Verbesserungsbedarf sehe ich dagegen bei der Organisation und Aufgabenverteilung. Fremdfirmen werden beispielsweise von Mitarbeitern beauftragt, die am eigentlichen Termin teilweise gar nicht vor Ort sind. Andere Kollegen müssen die Betreuung dann kurzfristig übernehmen und sich erst in den gesamten Vorgang einarbeiten. Bei personellen Ausfällen werden zusätzliche Aufgaben ebenfalls häufig auf die anwesenden Kollegen verteilt. Dadurch entsteht vermeidbare Mehrbelastung. Eine bessere Abstimmung und klarere Verantwortlichkeiten würden die Arbeitsbedingungen deutlich verbessern.

Kommunikation

Rhein-Main-Gebiet: Die Kommunikation zur eigentlichen Arbeit funktioniert grundsätzlich. Auf Führungsebene ist sie jedoch teilweise sehr schwach. Standortübergreifend wird von Managern hinter dem Rücken über Techniker gesprochen, teilweise auf Basis von Halbwahrheiten. Dazu kommen Aussagen wie: „Ihr seid über 18, organisiert euch selbst“ oder „Für Fremdfirmen anrufen und E-Mails schreiben kann ich auch meine Frau einstellen.“ Solche Aussagen empfinde ich gegenüber Mitarbeitern als respektlos und für Führungskräfte kommunikativ äußerst unprofessionell.

Gleichberechtigung

Rhein-Main-Gebiet: Gleichberechtigung wird grundsätzlich gelebt. Frauen erhalten genauso die Möglichkeit, sich fachlich einzuarbeiten, Verantwortung zu übernehmen und sich in verschiedenen technischen Bereichen weiterzuentwickeln. In diesem Punkt habe ich überwiegend positive Erfahrungen gemacht.

Interessante Aufgaben

Rhein-Main-Gebiet: Die Aufgaben sind definitiv interessant und abwechslungsreich. Man arbeitet nicht nur in einem Fachbereich, sondern bekommt neben der Elektrotechnik beispielsweise auch Einblicke in Kälte- und Klimatechnik sowie weitere Bereiche. Auch interne Schulungen und der Wissensaustausch untereinander sind sehr positiv. Einige Führungskräfte geben Mitarbeitern zudem die Möglichkeit, sich eigenständig in neue Themen einzuarbeiten. Als Verbesserung würde ich mir wünschen, dass noch stärker individuell geschaut wird, wo die Stärken und Entwicklungspotenziale eines Mitarbeiters liegen. Aufgaben und Weiterentwicklung könnten gezielter danach ausgerichtet werden, Stärken zu fördern und vorhandene Schwächen durch passende Schulungen und Erfahrungen weiterzuentwickeln. Ansonsten sind die Aufgaben fachlich wirklich interessant und bieten viele Möglichkeiten, dazuzulernen.

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Anonym · Sieh, ob’s deinen Kolleg:innen auch so geht.