Toxisch, sexistisch, ausbeuterisch
Gut am Arbeitgeber finde ich
Mitarbeiterzusammenhalt ist gut, es sind Freundschaften entstanden.
Gut, wenn man einen Einstieg in die Medien sucht und man anderswo wegen fehlender Erfahrung nicht eingestellt wird.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Er erwartet alles von den Mitarbeiter, Mitarbeiter dürfen nichts erwarten. Wenn Netflix einmal eine Doku über Sexismus am Arbeitsplatz produzieren möchte, wäre dies die perfekte Firma. Nicht für die Produktion, sondern für vor der Kamera.
Verbesserungsvorschläge
Mach die Firma einfach zu. Oder mach einen Kurs, wie man sich im Jahr 2026 verhält und zahl faires Gehalt.
Arbeitsatmosphäre
Wenn der Chef nicht da ist, ist die Athmosphäte gut.
Kommunikation
Viele Versprechungen darüber, was kommt und wie dann das Gehalt erhöht wird. Das Gegenteil passiert. Ansonsten eher wenig Kommunikation. Auch wichtige Informationen kommen oft sehr spät.
Kollegenzusammenhalt
Unter den Kollegen ist alles gut, es hat eh keiner Bock auf den Chef.
Work-Life-Balance
Nicht vorhanden. Man muss für die Firma leben. Der Chef findet es störend, wenn man Urlaub beantragt. Je früher der Antrag auf dem Tisch liegt, damit er besser planen kann, desto schlimmer. Am liebsten hat er es, wenn man Mittwoch fragt, ob man Donnerstag frei haben kann. Aber nur für einen freien Tag. Dann weiß er, ob am nächsten Tag etwas passiert. Direkt für eine Woche anfragen, ist wie ein Angriff gegen ihn. Dann lästert er hinter dem Rücken, wie lächerlich es ist, dass Mitarbeiter (mit niedrigem Lohn) früh Urlaub buchen wollen, um Geld zu sparen. Manchmal werden auch Urlaube zugesagt und dann kurz vorher versucht, wieder rückgängig zu machen. Wenn Mitarbeiter ihre Arbeitszeit gegenläufig zu Stau-Zeiten anpassen wollen, wird das nicht akzeptiert, obwohl die Arbeit nicht zu einer bestimmten Zeit geschehen muss. Home Office ist verpönt und wurde während der Corona-Zeit nur wiederwillig stattgegeben. Der Chef glaubt, die Mitarbeiter würden zu Hause nicht arbeiten. Überstunden gibt's ohne Ende und es wird nicht gerne gesehen, wenn man die irgendwann ausgleicht (ausbezahlt, werden sie aber natürlich auch nicht).
Vorgesetztenverhalten
Es herrscht fast dauerhaft eine sexistische Stimmung mit Witzen aus dem letzten Jahrhundert. Als Frau hält man sich besser fern, sonst gibt es (auch im Beisein von Kollegen oder sogar Kunden) Gespräche über ihre Brüste und Grabschereien, die als Joke abgetan werden. Wer das als Mann nicht lustig findet, wird als komisch abgetan.
Interessante Aufgaben
Manchmal gibt es interesssante Aufträge, mit denen dann interessante Aufgaben kommen. Leider selten.
Gleichberechtigung
Ich bezweifle, dass der Chef weiß was das ist.
Umgang mit älteren Kollegen
Gibt nur wenige. Obwohl der Chef selbst alt ist, zeigt er herabwürdigendes Verhalten, als hätte er Angst, dass jemand ihn von seinem selbsternannten Platz als Gott verdrängen wird.
Arbeitsbedingungen
Technik ist oft veraltet oder kaputt. Wenn deshalb während der Arbeit etwas schief geht, sind die Mitarbeiter Schuld.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist nur knapp über Mindestlohn. Laut Chef, weil die Kunden schlecht zahlen und kein Geld da ist. Der Chef fährt aber natürlich ein teures Firmenauto, kauft teure Anzüge auf Firmenkosten, kauft regelmäßig Alkohol an der Tankstelle, macht teure Geschenke an Verwandte potentieller Auftraggeber, aus denen dann sowieso nichts wird, weil er selbst denen zu schmierig ist.
Gehalt wird nicht immer pünktlich bezahlt.
Arbeitnehmerzuschüsse gibt es natürlich keine.
Image
Auf den ersten Blick ein gutes Image, der Chef kann sich gut vermarkten und ist sehr von sich überzeugt. Aber sobald man näher herschaut, bröckelt alles schnell.
Karriere/Weiterbildung
Wer hier aufsteigen möchte, ist an der falschen Adresse. Hier wird man klein gehalten. Der Chef hat Angst, dass man ihm den Rang ablaufen könnte.