Lieber wo anders...
Verbesserungsvorschläge
Verbesserungsvorschläge sind aus meiner Sicht vergebene Zeit, da die nötige Reflexion hierfür, schlichtweg ignoriert wird.
Jede Form eines Feedbacks, egal wie konstruktiv, wird als Angriff gewertet und direkt zur Loyalitätsfrage.
Die Antwort ist stets mit Abwertung verbunden, zeitweise muss man mit absurden Angriffstrategien rechnen, die sich sehr weit aus dem Professionellen Spektrum bewegen.
Arbeitsatmosphäre
Ich empfand die Arbeitsatmosphäre sehr stark von der Laune des Geschäftsführers abhängig. Sie schwankt daher von Locker - Licht bis "Hell on Earth", leider gibt es dazwischen wenig Grautöne, so dass man morgens nie wirklich weiß was man zu erwarten hat.
Image
Das Ansehen des Vereins ist in vielen Sozialen Institutionen und Behörden eher schlecht, oft wird der Verein unseriös wahrgenommen.
Ich kann sagen, dass die Mitarbeitenden Pädagogisch sehr gute Arbeit leisten, die Dozent*innen Lerninhalte gut vermitteln, die meisten meiner Kolleg*innen haben einen wirklich fachlich sehr guten Job gemacht.
Dennoch leitet das Image zeitweise am Auftreten der Geschäftsführung und der 1. Vorsitzenden.
Work-Life-Balance
Auf meiner Position war eine Work - Life - Balance möglich, auch gab es die Bemühungen auf die Individuelle Bedürfnisse, Termine mit Kindern / zu pflegende Verwandte oder andere private Termine Rücksicht zu nehmen. Abzug gebe ich, da ich während meines Urlaubes über einen Messenger Dienst auf meinen privaten Smartphone Arbeitsaufträge erhalten habe, die ich dann auch direkt Umsätzen sollte.
Karriere/Weiterbildung
Die angebotene Weiterbildung war fachlich, inhaltlich sowie didaktisch sehr gut. Ich weiß nicht in wie fern eine Karriere möglich ist, ich habe nahezu keine Kolleg*in in höherer Position erlebt die schon länger als 1 Jahr im Verein tätig war.
Gehalt/Benefits
Mir fehlen noch Gehälter, Kolleg*innen wurden regelmäßig zu spät bezahlt oder nur in Teilen.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Sozialbewusstsein ist ebenfalls stark abhängig von der Laune, ich habe durchaus sehr hohe Empathie und Verständnis erlebt, gleichzeitig aber auch ein schockierendes unsoziales Verhalten, leider gibt es auch hier oft nur die beiden Extreme und sehr wenige Grautöne.
Kollegenzusammenhalt
Der Zusammenhalt unter der Belegschaft oder auch den Teilnehmer*innen des Kurses waren sehr Kollegial und freundlich. Zeitgleich entstand eine Dynamik gegen den Verein, der Vorsitzenden und der Geschäftsleitung, die zwar verständlich dennoch unkollegial waren.
Vorgesetztenverhalten
Die Geschäftsführung kommt aus dem Vertrieb und handelt auch immer wieder so, was schwer mit der Haltung und Arbeitsweise des Sozialen Bereiches kollidiert.
Er spielte Zeitweise Kolleg*innen gegeneinander aus. Ohne das nötige Verständnis verwendete er immer wieder Missbräuchlich Techniken der NLP, er streute absichtlich unterschiedliche Information oder verschwieg welche um seiner Meinung nach Strukturen zu durchschauen.
Seine Impulskontrolle im Bezug auf Wut waren kaum vorhanden, so dass es immer wieder zu Ausbrüchen kam, die man als Cholerisch bezeichnen könnte. Er provoziert sehr gerne und überspannt den Bogen des Sagenbaren regelmäßig.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsumgebung ist schön, sauber und ordentlich.
Die Atmosphäre wie bereits erwähnt sehr schwankend, die Belastung und der Druck sind sehr hoch, das Arbeitspensum aber gut machbar.
Kommunikation
Die Kommunikation erlebte ich als stark wertend, in der Regel abwertend, wenig bestärkend, es werden zum Teil bei Anweisungen lange Monologe geführt, sodass es nicht immer leicht ist den eigentlichen Auftrag herauszuhören. Zeitweise kann es zu Cholerischen Anfällen kommen, auch wird gerne Druck verwendet und auch Drohungen können vorkommen.
Gleichberechtigung
Ganz Schwierig, aus meiner Sicht Quasi nicht vorhanden, ich gehöre aber auch zu einer jüngeren Generation, die sich viele Gedanken über Gleichberechtigung macht.
Für mich würden hier immer wieder deutliche Unterschiede im Umgang je nach Geschlecht, Aussehen, Andersartigkeit, Herkunft oder Sexueller Orientierung gemacht.
Interessante Aufgaben
Mein Arbeitsplatz und meine Aufgaben waren Abwechslungsreich und Spannend, auch weil ich verschiedene nicht besetzte Stellen oder entlassene Kolleg*innen vertreten müsste.