Lohnarbeit, nicht mehr und nicht weniger!
Gut am Arbeitgeber finde ich
Die Work-Life-Balance ist flexibel, und es gibt viele Teilzeitmöglichkeiten.
Das Unternehmen legt großen Wert auf Umweltbewusstsein und Nachhaltigkeit.
Die zentrale Lage des Büros in Berlin und die gute Anbindung an öffentliche Verkehrsmittel.
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Aufgaben sind stark repetitiv und bieten kaum Raum für kreative Ansätze.
Gehalts- und Karriereentwicklung sind stark begrenzt.
Die Kommunikation ist stark hierarchisch, echte Mitbestimmung ist kaum möglich.
Viele Projekte wirken ineffizient und bürokratisch überladen.
Verbesserungsvorschläge
Einführung flexiblerer und transparenter Kommunikationsstrukturen, um echte Dialoge zu ermöglichen.
Förderung von Leistungsanreizen und Entwicklungsmöglichkeiten, um engagierte Mitarbeitende zu motivieren.
Überprüfung der internen Softwarelandschaft und Einsatz moderner Tools wie Microsoft 365 zur Effizienzsteigerung.
Reduzierung unnötig komplizierter Genehmigungsprozesse, um Arbeitsabläufe zu beschleunigen.
Objektivere und kompetenzbasierte Besetzung von Führungspositionen statt auf Basis von Betriebszugehörigkeit.
Arbeitsatmosphäre
Die Arbeitsatmosphäre ist grundsätzlich in Ordnung, allerdings ohne besondere Highlights. Der Arbeitsalltag ist stark von behördlichen Strukturen geprägt, was sich auch in den Arbeitsweisen widerspiegelt. Dies sorgt für eine klare, aber teilweise starre Arbeitsumgebung, in der Eigeninitiative und kreative Ansätze oft wenig Raum finden.
Kommunikation
Es finden regelmäßig Betriebsversammlungen statt, doch kritische Fragen werden nur selten gestellt. Die Geschäftsführung hat auf alles eine Antwort parat, doch das Gefühl, tatsächlich etwas ändern zu können, fehlt. Die Kommunikation folgt oft einem hierarchischen Wasserfall-Prinzip, in dem Informationen von oben nach unten weitergegeben werden, ohne dass echter Dialog entsteht.
Kollegenzusammenhalt
Der Kollegenzusammenhalt ist grundsätzlich vorhanden, es gibt vereinzelt Unterstützung und Zusammenarbeit. Allerdings zeigt sich in kritischen Situationen, dass jeder vor allem auf sich selbst achtet. Weder besonders positiv hervorzuheben, noch übermäßig zu kritisieren.
Work-Life-Balance
Die Work-Life-Balance wird im Unternehmen großgeschrieben. Es gibt einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Teilzeitmitarbeitern, was jedoch oft dazu führt, dass die Arbeitslast auf die Vollzeitbeschäftigten steigt. Positiv hervorzuheben ist, dass die Arbeitszeitgestaltung sehr flexibel ist – man kann in der Regel so viel oder so wenig arbeiten, wie man möchte, ohne nennenswerte Einschränkungen.
Vorgesetztenverhalten
Im Unternehmen gibt es unterschiedliche Arten von Vorgesetzten. Einige setzen sich wirklich für ihre Mitarbeitenden ein und kämpfen für deren Interessen. Andere hingegen denken in erster Linie an sich selbst und zeigen aus meiner Sicht keine Führungskompetenzen. Es entsteht der Eindruck, dass persönliche Beziehungen (Vitamin B) eine Rolle spielen und Personen in Positionen befördert werden, für die sie fachlich nicht geeignet sind.
Interessante Aufgaben
Die Aufgaben sind aus meiner Sicht wenig interessant und bestehen hauptsächlich aus der Bearbeitung sich wiederholender Tätigkeiten. Rückblickend wäre es hilfreich gewesen, vorab zu wissen, dass die Position stark auf reine Sachbearbeitung fokussiert ist. Zwar steht das Unternehmen grundsätzlich für Forschung und Innovation, doch viele der vom Bund geförderten Projekte wirken wie reine Geldverschwendung. Die Ergebnisse sind oft gering, während der Arbeitsaufwand künstlich aufgeblasen erscheint. Zudem ist das Unternehmen stark vom Bund und den Ländern abhängig und verfügt über kaum nennenswerte andere Einnahmequellen.
Gleichberechtigung
Gleichberechtigung wird im Unternehmen großgeschrieben. Allerdings führt dies dazu, dass Mitarbeitende, die einmal in eine bestimmte Gehaltsgruppe eingestuft sind, kaum Chancen haben, daraus aufzusteigen. Die Begründung lautet, dass gleiche Positionen auch gleiche Bezahlung erhalten sollen. Dies sorgt jedoch dafür, dass leistungsstarke Mitarbeitende, die mehr leisten, sich weiterentwickeln möchten oder können, benachteiligt werden, während andere von dieser Struktur profitieren und sich auf ihrer Position ausruhen können.
Umgang mit älteren Kollegen
Hierzu kann ich nichts weiter sagen, vermutlich ist die Behandlung in Ordnung.
Arbeitsbedingungen
Die Arbeitsbedingungen sind grundsätzlich in Ordnung. Das Unternehmen verfügt über ein modernes Büro im Herzen von Berlin, das gut mit öffentlichen Verkehrsmitteln erreichbar ist. Trotz der modernen Infrastruktur werden die Arbeitsprozesse durch selbst auferlegte Sicherheitsstandards zur Erfüllung von Behördenauflagen unnötig kompliziert und langwierig gestaltet. Ein Beispiel: Selbst für einfache Anschaffungen wie einen Bleistift sind Genehmigungen auf drei Ebenen erforderlich. Die Softwarelandschaft ist geprägt von einem Flickenteppich selbst programmierter Anwendungen, während moderne Lösungen wie Microsoft 365, die die Zusammenarbeit deutlich verbessern könnten, kaum genutzt werden. Innovation sieht anders aus.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Das Unternehmen legt großen Wert auf ökologisches Bewusstsein. Es werden zahlreiche Maßnahmen ergriffen, um nachhaltiges Handeln zu fördern, und Umweltschutz ist ein zentrales Thema in der Unternehmensphilosophie.
Gehalt/Benefits
Das Gehalt ist aus meiner Sicht sehr niedrig. Wer glaubt, sich nach der Einstellung durch Leistung beweisen und dadurch mehr Gehalt verdienen zu können, wird enttäuscht sein. Gehaltssteigerungen sind kaum vorgesehen, es sei denn in absoluten Ausnahmefällen. Zwar orientiert sich das Unternehmen oft am Tarifvertrag, dies ist jedoch keine Garantie. Gehaltsverhandlungen finden nach der Einstellung praktisch nicht mehr statt, was die Entwicklungsmöglichkeiten stark einschränkt.
Image
Das Image des Unternehmens ist weitgehend irrelevant, da es außerhalb des F&E-Bereichs und der Zusammenarbeit mit Projektträgern kaum bekannt ist. Im Wesentlichen fungiert die Firma als Arbeitstier der Ministerien, und ihr Image ist hauptsächlich für öffentliche Auftraggeber von Bedeutung.
Karriere/Weiterbildung
Karrierechancen sind im Unternehmen kaum gegeben. Der typische Karriereweg besteht darin, lange genug im Unternehmen zu bleiben, bis eine Führungskraft das Unternehmen verlässt und man möglicherweise nachrücken kann. Oft gilt das Prinzip, dass Mitarbeitende mit längerer Betriebszugehörigkeit bevorzugt werden. Dies zeigt sich auch in den Führungspositionen, die fast ausschließlich von älteren Kolleginnen und Kollegen besetzt sind, deren Führungsstil häufig veraltet wirkt und nicht mehr dem aktuellen Stand entspricht.

