Management hält sich für unfehlbar … und nicht an Vereinbarungen
Gut am Arbeitgeber finde ich
Infrastruktur von Vector Informatik
Schlecht am Arbeitgeber finde ich
Die Mehrheit der Führungskräfte
Verbesserungsvorschläge
Abgänge nicht damit abtun, dass Fluktuation in der Beratung üblich sei. Schließlich ist die Mehrheit der Ex-Kollegen der Branche treu geblieben; an Arbeitslast und Aufgaben kann es also nicht liegen. Ebenfalls interessant: nirgends ist der Verbrauch an Backoffice-Kräften (Teamassistenz, Marketing) so hoch wie in der Consulting-Sparte. Vector Consulting macht 1% der Belegschaft der Vector Informatik aus, war in Spitzenzeiten aber für 50% der Abgänge verantwortlich.
Umwelt-/Sozialbewusstsein
Auch hier profitiert das Consulting vom vorbildlichen Handeln der Gruppe.
Karriere/Weiterbildung
Was in der Vector Gruppe problemlos ermöglicht wird (z.B. berufsbegleitender Master) ist im Consulting undenkbar und wird vom Management mit unlauteren Mitteln blockiert.
Kollegenzusammenhalt
Zusammenhalt war so gut, dass ganze Teams gekündigt haben.
Umgang mit älteren Kollegen
Wer lange genug dabei bleibt (sind die wenigsten), bekommt Narrenfreiheit. Manchmal auch unverdient.
Vorgesetztenverhalten
Zu wenige gute Manager. Mein letzter Teamleiter sparte nicht mit unbegründeter Kritik, war aber selbst nicht bereit die geforderte Extra-Meile zu gehen. Nur getoppt vom Geschäftsführer, welcher sich nicht an schriftliche Zusagen aus mehreren Mitarbeitergesprächen (von beiden Seiten unterschrieben) gebunden fühlte. Damit konfrontiert ist er um keine Ausrede und Lüge verlegen.
Arbeitsbedingungen
Ausstattung, Kantine, eigenes Fitnessstudio sind über jeden Zweifel erhaben. Nur ist das nicht der Verdienst der Consulting-Sparte.
Kommunikation
Abgänge werden bis zur letzten Minute geheim gehalten, auch dann, wenn durch Flurfunkt schon allgemein bekannt. Bei einem Strategieworkshop wurde mehrfach betont, dass man sich nicht am Preiskampf der Ingenieursdienstleister beteiligen wird. Wenige Monate später wurde ein neuer Kollege eingestellt um ihn per ANÜ beim Kunden zu platzieren. Auch sonst gelingt es der Geschäftsführung nicht zu Fehlentscheidungen zu stehen, vielleicht auch weil Wunsch und Wirklichkeit nicht (mehr) zusammenpassen.
Gehalt/Benefits
Einstiegsgehalt und erste Beförderungen waren sehr gut. Irgendwann kam dann der Punkt, wo es nur noch nennenswerte Gehaltserhöhungen gab, wenn explizit mit Kündigung gedroht wurde. Teils scheint den Führungskräften nicht bewusst zu sein, was andernorts gezahlt wird. So hat mir ein Mitbewerber 30% mehr Gehalt geboten, Vector Consulting bot 50 Euro/Monat mehr.
